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7 Wichtigkeiten für mobile Websites

Das mobile Internet kommt langsam in Schwung. Bis heute eröffnen immer mehr Internetportale mobile Ableger, damit die Seiten auch auf internetfähigken Endgeräten wie Smartphones und Handys angeschaut werden können.

Grund genug für mich, in diesem Beitrag 7 “Wichtigkeiten” unters Volk zu bringen (weil es in meinen Geschäftsbereich fällt), die man bei der Programmierung einer mobilen Website beachten sollte:

1. Seitengröße

Eine mobile Website wird auf einem tragbaren internetfähigen Gerät wie z. B. einem iPhone angezeigt. Obwohl es immer mehr Datenflatrates gibt und die Bandbreiten steigen, kann das mobile Internet die Geschwindigkeiten des stationären Vorbilds nicht erreichen. Daher müssen mobile Websites möglichst klein gehalten werden. Eine einzelne Seite soll 20 Kilobyte derzeit nicht überschreiten.

2. Navigation

Nutzer von mobilen Endgeräten können keine Maus benutzen, sondern einen Touchscreen – und manchmal muss die Navigation sogar mittels Tasten erfolgen. Neben der auch für den stationären Bereich geltenden “3-Klick-Regel” (der Nutzer muss die gewünschte Information innerhalb von 3 Klicks auf dem Angebot erreichen), bietet es sich an, eine einfache Navigation zu schaffen, die klar strukturiert ist. Bestens geeignet sind dafür reine Textlinks (gern per CSS formatiert).

3. Webstandards

Wo sich stationäre Browser mittlerweile in weiten Teilen gleich verhalten, stehen mobile Browser noch vor einem langen Weg. Es fehlen einheitliche Standards. Folge ist, dass mobile Browser bei der Programmierung noch weniger Fehler verzeihen als die großen Brüder im stationären Web. Daher sollte darauf geachtet werden, validen Code zu produzieren und sich an die gängigen Webstandards (z. B. W3C) zu halten.

4. Mobile Internetadresse

Um den Nutzer nicht zu verwirren, sollte für ein mobiles Angebot auch eine passende URL verwendet werden (damit man sofort weiß, wo man sich befindet). Schon vor einiger Zeit wurde dafür die Top-Level-Domain “.mobi” eingeführt. Viele mobile Portale verwenden aber auch Subdomains wie “mobil.”, “mobile.” oder “m.” – auch in Unterverzeichnissen konnte ich mobile schon Portale bewundern. Aus meiner Sicht empfiehlt sich eine komplett neue Domain, vorzugsweise mit der “.mobi”-Endung. Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass man durch getrennte Domains für mobiles und stationäres Internet auch die jeweiligen “robots.txt”-Dateien so anlegen kann, dass doppelte Inhalte (“Duplicate Content”) so gut wie ausgeschlossen werden können.

5. Design

Wegen der überwiegend noch geringen Bandbreite sollte man bei einer mobilen Internetseite auf Grafiken so weit es geht verzichten. Besser ist es, z. B. durch den geschickten Einsatz von CSS ansprechende Designs zu erzeugen. Was z. B. Logos angeht, ist ein Nichteinsatz von Grafiken natürlich nicht möglich. Daher sollten die verewendeten Grafiken speichermäßig so klein wie möglich gehalten werden, damit das Ladevolumen der Seite sich nicht extrem aufbläht.

6. Text

Wer mit seinem Handy unterwegs ist, will mobil erreichbar sein und sich mobil informieren. Allerdings hat man unterwegs nicht immer viel Zeit. Daher gilt die Devise: “Das mobile Internet muss schnell informieren!” Für Texte in einem mobilen Internetportal gilt also, dass man dem Nutzer schnell die wichtigsten Fakten beibringt. Schließlich will man sich unterwegs nicht mit der kompletten Reportage befassen. Und falls es doch nicht ohne längere Texte geht – einfach auf mehrere Seiten aufsplitten und dafür sorgen, dass der mobile Nutzer nicht auf den ersten Blick erschlagen wird.

7. Besonderheiten

Mobile Websites müssen sich dem Endgerät anpassen, nicht umgekehrt. Wenn der mobile Nutzer nicht schnell an seine Informationen kommt, dann sucht er sie an einem anderen Ort. Diese Regel, die im stationären Internet ebenso ihre Gültigkeit hat, sollte auch in der mobilen Variante nicht vergessen werden. Wie auch beim “normalen” Webdesign sollte man alles tun, um eine professionelle Informationspräsentation zu kreieren. Bei einer einfachen und validen Programmierung steigen die Chancen, dass die mobile Website auf nahezu jedem Endgerät in vergleichbar hoher Qualität erscheint und somit gut zu nutzen ist. Optional kann man darüber nachdenken, in die stationären und mobilen Versionen eines Portals Browserweichen zu integrieren. So kommt der Nutzer automatisch auf die mobile Version, auch wenn er mit seinem mobilen Endgerät einen Teil der stationären Variante aufgerufen hat – und umgekehrt.


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