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Above the Fold: Vorsicht bei Werbung im sichtbaren Bereich

Der sichtbare Bereich einer Webseite ist der Bereich, den die User zu sehen bekommen, ohne scrollen zu müssen. Oft befindet sich genau dort eine Menge Werbung, manche Seiten sind dort sogar damit zugepflastert. Aus SEO-Sicht ist das mittlerweile nicht gerade klug, denn Google bewertet solche Seiten schlechter als welche, die “above the fold” werbefrei sind. “Above the fold” heißt “über der Falz”und ist der englische Begriff für den sichtbaren Bereich.

Das “Ads above the fold” Update

Ende Januar 2012 hat Google zum ersten Mal eine Algorithmus-Änderung vorgenommen, das sogenannte “Ads above the fold”-Update. Das Layout des oberen Bereichs einer Webseite wird genauer analysiert mit dem Ziel herauszufinden, wie gut die Userexperience auf der Seite ist, also wie sehr der Besucher mit dem Inhalt “above the fold” etwas anfangen kann. Denn das Ziel von Google ist, dem Google Nutzer qualitativ hochwertige Suchergebnisse zu liefern und wenn die Seite zwar Inhalt enthält aber man diesen erst beim Herunterscrollen sieht, dann sind die meisten Besucher unzufrieden und verlassen die Seite wieder.

Wie viel Werbung darf es sein und was gilt noch zu beachten?

Wieviel Werbung ist zu viel? Eine wichtige Frage, denn manche Webseitenbetreiber verdienen ja Geld mit der Werbung im oberen Bereich und eine Platzierung weiter unten würde in der Regel bei weitem nicht so viel Einnahmen bringen. Leider äußert sich Google nicht dazu, das muss man von Fall zu Fall ausprobieren und auch die Konkurrenz analysieren. Wenn man den Verdacht hat, abgestraft worden zu sein aufgrund von zu viel Werbung im sichtbaren Bereich, dann sollte man für eine Weile die Werbung entfernen und abwarten, was sich tut. Wobei Google selbst sagt, dass es einige Wochen dauern kann, bis Google die Änderung am Layout mitbekommt.

Nachdem es Google ja um die Userexperience geht, stellt sich auch die Frage, ob ein breiter Header oder ein Slider ebenfalls problematisch sein könnte, denn auch da sieht der Benutzer eventuell gar keinen Text. Wichtig ist es zu bedenken, dass die Leser die Seite mit unterschiedlichen Auflösungen ansehen, so dass sehr viele tatsächlich nur einen kleinen Bereich der Seite sehen. Wer wissen möchte, wieviel Prozent der Besucher welchen Bereich zu sehen bekommen, kann das Browser Size Tool nutzen. Man sollte also vorsichtig sein mit der Platzierung von Werbung im oberen Bereich und die Auswirkungen im Auge behalten.

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