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So kannst du deine Adwords Klickrate steigern

Immer wieder finde ich Fragen, was man machen kann um die Adwords-Kosten zu senken, die Klickrate steigern und seine Google Adwords Kampagnen richtig zu optimieren. Das ist verständlich. Eine Erhöhung der Klickrate (CTR = Click Through Rate) von beispielsweise 0,5 % auf 1 % stellt eine Verdoppelung deiner Klicks dar oder eine Steigerung um 100 %. Gleichzeitig zahlst du deutlich weniger für deine Klicks, da Google mehr davon hat, deine Anzeige einzublenden.

Du kannst durch wenige Google Adwords Optimierungen also deutlich mehr Klicks für eine Anzeigen bekommen und kannst deinen Traffic leicht verdoppeln und dabei sogar die Kosten noch erheblich senken. Die wirkungsvollsten und am leichtesten umzusetzenden Tipps um deine Google Adwords Kampagnen zu optimieren und deine Klickrate zu steigern möchte ich dir hier gratis mitteilen.

Hier erfährst du:

  • Wie du Splittesting gezielt einsetzt um deine Kampagnen zu optimieren
  • Wie du die Klickrate erhöhst und gleichzeitig die Kosten senken
  • Wie du die Google Keyword-Optionen gezielt für hochwertigeren Traffic einsetzt
  • Wie du verhinderst, dass kaufunwillige Interessenten auf deine Anzeige klicken
  • Wie du kostenfreien Traffic gezielt einsetzt um noch mehr Traffic auf deine Seite zu bekommen

Wenn du die Google Adwords Optimierung richtig und gezielt durchführst, kann das für deine Site einen erheblichen Vorteil gegenüber deiner Konkurrenz bedeuten und du wirst deine Klickrate steigern!

Splittest bei Google Adwords

Splittesting bei Google bedeutet, mehrere Anzeigen gleichzeitig laufen zu lassen und die Ergebnisse miteinander zu vergleichen und auszuwerten. Splittesten ist das A und O, wenn du mit deiner Kampagne langfristig erfolgreich bleiben möchtest. Mit Splittesting kannst du deine Klickrate (CTR) erhöhen und gleichzeitig deinen Klickpreis (CPC) zu senken.

Beim Splittesting solltest du nicht mehr als zwei Anzeigen gleichzeitig schalten und die Ergebnisse miteinander vergleichen. Folgende Schritte wendest du hierbei an.

  1.  Schalte zwei Anzeigen gleichzeitig, bei denen sich ein Kriterium unterscheidet
  2. Lass die Anzeigen so lange laufen, bis beide jeweils 30 Klicks erzielt haben
  3. Vergleich die Ergebnisse miteinander
  4. Behalte den Sieger bei und verwirf oder pausiere den Verlierer
  5. Erstell eine neue Anzeige, bei der du wieder ein Kriterium veränderst und diese dann gegen den Sieger antreten lässt

Du wirst schnell feststellen, dass du hiermit deine CTR (Click-Through-Rate) erhöhst und gleichzeitig den Cost per Click senkst, da Google ein höheres Interesse hat, deine Anzeige einzublenden…

Du kannst Splittesting nach verschiedenen Kriterien durchführen. Es empfiehlt sich hierbei immer nur ein Kriterium bei zwei ansonsten identischen Anzeigen zu variieren. Wenn du zwei Kriterien gleichzeitig änderst und hinterher die Ergebnisse vergleichst weißt du hinterher nicht, welches den Ausschlag gegeben hat.

Folgende Hauptkriterien kann man beim Splittesting miteinander vergleichen:

  1. Die Überschrift
  2. Den Anzeigentext
  3. Die Anzeige-URL

Überschrift

Dabei vergleichst du zwei verschiedene Überschriften miteinander. Die Anzeigen sind ansonsten identisch. Du kannst zunächst zwei gänzlich unterschiedliche Überschriften verwenden, um festzustellen womit du die besseren Ergebnisse erzielst. Wenn du einen Gewinner hast testest du diesen weiter und verwendest ab sofort nur noch diesen.

Ein Beispiel: Du verkaufst Katzenfutter in deinem Online Shop. Also lässt du zunächst folgende zwei Überschriften gegeneinander laufen:

  • Günstiges Katzenfutter
  • Katzenfutter Onlineshop

Nachdem du dreißig Klicks erhalten hast, stellst du fest, dass „Günstiges Katzenfutter“ mehr Klicks erhalten hat, als „Katzenfutter Onlineshop“.

Auf dieser Basis testest du weiter, wobei du nicht mehr grundverschiedene Überschriften wählst, sondern nur noch geringfügig variierende Überschriften. Beispielsweise indem du die Worte vertauschst oder ein Wort hinzufügst oder weglässt. Folgende Varianten wären denkbar:

  • „Katzenfutter günstig“
  • „Günstig Katzenfutter kaufen“
  • „Günstiges Katzenfutter online“
  • „Günstiges Katzenfutter online kaufen“
  • usw.

Anzeigentext

Beim Anzeigentext hast du ebenfalls mehrere Möglichkeiten zu variieren.

  • Die zweite und dritte Zeile vertauschen
  • Einzelne Worte (Synonyme) auswechseln. Zum Beispiel „gratis“ statt „kostenlos“

Anzeige-URL

Auch bei der Anzeige-URL hast du mehrere Möglichkeiten zu variieren.

  • Der Name des Verzeichnisses (z. B. www.ABC.com/katzen oder www.abc.com/katzenfutter)
  • Großbuchstaben oder Kleinbuchstaben
  • Mit oder ohne Subdomain

Wichtig ist, dass du immer nur ein Kriterium änderst und dieses splittestest, bis du etwa 30 Klicks hast und dann mit einer neuen Anzeige entweder das gleiche Kriterium (z. B. Überschrift) oder ein anderes testest.

Fehler vermeiden!

  • Zu viele Anzeigen gleichzeitig schalten: Es dauert zu lange, bis du Ergebnisse erhältst und du verlierst leicht den Überblick. Ich empfehle zwei oder maximal drei Anzeigen gegeneinander zu testen.
  • Zu großer Unterschied zwischen den beiden Anzeigen: Wenn sich deine beiden Anzeigen in zu vielen Punkten gleichzeitig unterscheiden oder grundverschieden sind, wirst du keine
    Erkenntnisse gewinnen. Gestalte deine Anzeigen so, dass sie sich immer nur in einem Kriterium unterscheiden.
  • Zu langes oder zu kurzes Testen: Wenn du deine Anzeigen zu lange laufen lässt, zahlst du unter Umständen zu viel für den Verlierer. Laufen die Anzeigen zu kurz, kann der Zufall dazu führen, dass die falsche Anzeige der vermeintliche Gewinner wird.

So bekommst du mehr qualifizierte Besucher auf deine Seite und vermeidest unqualifizierte Klicks

Sicher kannst du dir vorstellen, dass deine Anzeige auch von Usern angeklickt wird, die kein wirkliches Kaufinteresse haben. Trotzdem bezahlst du für diese Klicks. Bei Google AdWords hast du aber die Möglichkeit, solche Klicks von kaufunwilligen Besuchern zu vermeiden. Die Einstellungen hierfür kannst du bei den Keyword-Optionen vornehmen.

Es gibt drei Arten von Keyword-Optionen, die du verwenden kannst:

  1. Exakte Übereinstimmung: In diesem Fall wird deine Anzeige eingeblendet, wenn alle Worte genau in dieser Reihenfolge eingegeben werden, ohne dass etwas hinzugefügt oder weggelassen wird.
  2. Wortgruppe: Bei dieser Option wird deine Anzeige eingeblendet, wenn alle Worte dieser Gruppe in der angegebenen Reihenfolge eingegeben werden.
  3. Weitgehende Übereinstimmung: Bei dieser Option wird deine Anzeige auch bei einer Vielzahl von Abweichungen eingeblendet. Mögliche Abweichungen sind Singular- und Pluralformen, Synonyme oder Ergänzungen an jeglicher Stelle. Die Reihenfolge spielt dabei also eben sowenig eine Rolle, wie weitere Begriffe, die sich zwischen den Worten deiner Gruppe befinden.

Wie verhinderst du Klicks von kaufunwilligen Usern?

Google bietet dir hier sehr gute Möglichkeiten. Es gibt nämlich noch die Option der auszuschließenden Keywords, das heißt Keywords, bei denen du verhindern kannst, dass deine Anzeige geschaltet wird.

Wenn du einen Online-Shop betreibst und etwas verkaufen möchtest sind die offensichtlichsten auszuschließenden Keywords Begriffe wie „gratis“, „kostenlos“, oder „umsonst“. Ein Handyshop stellt hier gewissermaßen eine Ausnahme dar, da man Handys ja auch mit Vertrag ohne Zuzahlung bekommen kann, sofern du dieses anbietest.

In diesem Fall solltest du verschiedene Anzeigengruppen schalten, um nur die Interessenten auf deine Webseite zu locken, die für dich relevant sind. Beispielsweise solltest du beim Begriff „Handy mit Vertrag“ die Begriffe „gratis“, „kostenlos“ etc. mit einschließen. Beim Suchbegriff „Handy ohne Vertrag“ schließen du diese aus.

Bei den auszuschließenden oder negativen Keywords hast du übrigens ebenso wie bei den positiven Keywords die drei Optionen exakte Übereinstimmung, Wortgruppe und weitgehende Übereinstimmung.

Wie setzt man die verschiedenen Keyword-Optionen optimal ein?

Die exakte Übereinstimmung setzt du ein, wenn es offensichtlich ist, dass jemand, der Keywords so eingibt auch von dir kaufen will. Bei der exakten Übereinstimmung brauchst du auch nicht mit ausschließenden Keywords zu arbeiten, da die Anzeige nur eingeblendet wird, wenn das Keyword genau so, das heißt in der Reihenfolge und ohne Zusätze (vorne, hinten oder in der Mitte) eingegeben wird. Da Google hier keine Variationsmöglichkeiten hat, musst du hier selbst für die möglichen Variationen sorgen.

Bei der Option Wortgruppe solltest du mit ausschließenden Keywords arbeiten. Wenn du nur Handys verkaufst, aber keine Mobilfunkverträge vermittelst solltest du Begriffe wie „Vertrag“, „Vertragsverlängerung“ und so weiter ausschließen. Bei der weitgehenden Übereinstimmung lauern die größten Gefahren, aber auch die größten Chancen bei der Optimierung deiner Kampagne.

Zunächst zu den Gefahren:

Interessenten, die an etwas ganz anderem interessiert sind, als das was du anzubieten hast, aber trotzdem deine Anzeige sehen, weil Google diese entfernt mit deren Sucheingaben in Verbindung bringt werden nicht klicken. Das senkt deine CTR und erhöht dadurch die Kosten. Die Kosten richten sich nämlich nach dem Qualitätsfaktor und dieser wird wesentlich von der CTR beeinflusst.

Du solltest hier also ganz genau schauen, welche Keyword-Kombinationen du für diese Option wählst und auch mit ausschließenden Keywords arbeiten. Du solltest auch kontinuierlich schauen, bei welchen Keyword-Kombinationen deine Anzeige eingeblendet wird und ständig weitere Keyword-Kombinationen ausschließen. Google AdWords ist ein kontinuierlicher Lernprozess.

Nun zu den Chancen:

Bei der Option weitgehende Übereinstimmung wird deine Anzeige auch bei nicht relevanten Begriffskombinationen angezeigt. Andererseits findet Google auch Begriffe an die du gar nicht gedacht hast. Wenn du Handys verkaufst und gar nicht daran gedacht hast, auch Anzeigen für „Mobiltelefone“ zu schalten siehst du spätestens in der Auswertung, dass du mit diesem Suchbegriff ganz gute Ergebnisse erzielen kannst. Danach kannst du diesen ganz gezielt mit in die „exakte“ Suche aufnehmen.

TIPP:

Eine andere Quelle um solche versteckten High-Performer zu finden ist die Liste der organischen Suchbegriffe, die User auf deine Seite gebracht haben und zu Verkäufen geführt haben. Auch diese solltest du in deine Kampagnen mit aufnehmen. Das Tolle ist: Google hat für dich ganz kostenfrei eine Keyword-Analyse durchgeführt. Du musst sie jetzt nur noch für deine Kampagnen einzusetzen und dadurch deine CTR und deinen Qualitätsfaktor erhöhen, wodurch du nebenbei noch deine Kosten senkst.

Bedenke immer: Den CTR von 2 % auf 3 % zu steigern ist keine Verbesserung um 1 %, sondern um 50 %. Ihn von 0,5 % auf 1,5 % zu steigern bedeutet eine Steigerung deiner Klichs auf 300 %. Was das für den Klickpreis bedeutet muss ich wohl nicht groß erklären, denn Google hat dreimal soviel Nutzen davon, deine Anzeige einzublenden. Ein Konkurrent mit dem niedrigeren Wert müsste hierfür bei sonst gleichen Voraussetzungen mindestens das Dreifache zahlen.

Wenn du also deine CTR verdoppelst und die Kosten halbierst bekommst du für das gleiche Geld viermal so viel Traffic. Optimiere also deine Kampagnen wo du nur kannst. Auch mit kleinen Veränderungen kannst du riesige Ergebnisse bei Google Adwords erzielen und so deine Klickrate steigern.

Schlusswort

Ich hoffe du konntest hier einige gute Anregungen bezüglich der “Google Adwords Optimierung” finden und wirst mit diesen Tipps deine AdWords-Ergebnisse erheblich verbessern und deine Klickrate steigern. Ich wünsch dir viel Erfolg bei der Optimierung deiner Adwords Kampagnen.

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