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Affiliate Provision: Welche Vergütungsmodelle gibt es im Affiliate Marketing?

Im folgenden Artikel werde ich dir erklären, wann ein Affiliate eine Provision vom Merchant erhält und in welchen Größenordnungen die Vergütungen liegen. Denn die Höhe der Provision ist sehr stark vom Produkt bzw. der Produktart und Branche abhängig. Mehr dazu aber im Verlauf dieses Berichts.

Welche Vergütungsmodelle gibt es?

Affiliate Marketing ist ein Performance Marketing Kanal. Das bedeutet ein Affiliate bekommt nur dann eine Vergütung ausgeschüttet, wenn eine Action stattfindet. Im Großen und Ganzen unterscheidet man drei Arten von Action: Klick (Pay Per Click), Lead (Pay Per Lead) und Sale/ Order (Pay Per Sale). Über 95 % der angebotenen Vergütungsmodelle betreffen einen dieser drei Typen bzw. Mischformen daraus. Weitere Vergütungsmodelle wären „Lifetime-Provisionen“ bzw. „Zwei- oder Mehrstufige Vergütungsmodelle“. Von Pay Per View ist man mittlerweile abgekommen, da dies sehr leicht zu manipulieren ist, auch PPC Vergütungen sind im Affiliate Marketing eher unüblich. Merchants wollen Produkte verkaufen oder neue Kunden gewinnen, daher sind Provisionen auf Leads bzw. Sales am gängigsten.

Pay Per Click – Vergütung (PPC)

Bedeutet, du als Affiliate bekommst für jeden Besucher deiner Website, der auf eine Werbefläche klickt eine Provision. Bei diesem Modell reicht ein Klick, mehr muss der Besucher nicht machen. Da diese Aktion einfach zu erzielen ist und der Merchant noch keinen konkreten monetären Gegenwert erhält sind die ausgeschütteten Vergütungen auch dementsprechend gering. Wir sprechen hier pro Klick von 0,02 – 0,50 €. Dieses Modell rentiert sich eigentlich nur mit mehreren tausend Besuchern am Tag.

Achtung: Mach keine Eigen-Klicks und fordere deine Freunde nicht auf mehrfach zu klicken!!! Das System des Merchants erkennt häufige Klicks von derselben IP-Adresse und kann/wird dich dann vom Partnerprogramm sperren.

Pay Per Lead – Vergütung (PPL)

PPL bedeutet, du als Affiliate bekommst eine Provision, wenn ein Besucher über deinen Affiliate Link auf die Website des Merchant gelangt und dort eine kostenlose Aktion vollzieht. Solche Aktionen sind z. B.: Das Eintragen in einen Newsletter, Mitmachen an Gewinnspielen, Abonnieren eines kostenlosen Test-Abos oder Anmelden bei einer Community. Im Grunde geht es darum, dass du den Besucher zum Merchant führst (= lead). Der Merchant bindet den Interessenten z. B. durch einen Newsletter und kann den Interessenten später zu einem Kunden machen. Das heißt, du bekommst schon dann eine Provision, wenn sich der Interessent nur einträgt. Ein Kauf ist hier nicht nötig! Auf Grund dieser Tatsache sind Pay per Lead Kampagnen bei Affiliates recht beliebt, auch wenn die Vergütung relativ gering ist.

Die Verdienstmöglichkeiten liegen bei PPL zwischen 0,20 und 5 €. pro Lead. Je nach Branche (Finanzen, Versicherungen) gibt es aber auch bis zu 20 € und mehr. Dieses Affiliate Vergütungsmodell ist durchaus rentabel. Das hat zwei Hauptgründe, erstens muss der Interessent nichts kaufen und zweitens bekommt er meist eine kostenlose Leistung. Wenn du ein passendes Produkt mit Lead–Vergütung findest, binde es in deine Werbung ein.

Affiliate Rechenbeispiel: Du hast einen Blog/ Website mit 500 Lesern im Monat, was mit guter Werbung und etwas Erfahrung zu schaffen ist. Du bewirbst dort ein solches Lead Modell (1 € pro Lead), wenn jetzt nur 10 % dieser Leser das Angebot nutzen hast du schon 50 € verdient. Hast du zusätzlich noch eine E-Mail Liste mit sagen wir 500 Usern, und wir gehen wieder von 10 % aus, dann sind wir schon bei insgesamt 100 €. Du siehst es ist durchaus lohnend.

Experten Tipp: Solche gratis Angebote eigenen sich auch gut, um sie z. B. auf Facebook zu posten. Wer liebt es nicht wenn er etwas gratis bekommt?

Eines sollte aber auch klargestellt werden, durch reine PPL Vergütungen wirst du auch nicht reich, aber PPL ist eine lukratives Addon.

Pay Per Sale – Vergütung (PPS)

Pay per Sale bedeutet, du als Affiliate bekommst eine Provision, wenn ein Besucher über deinen Affiliate Link auf die Website des Merchant gelangt und dort einen Kauf (= Sale) vollzieht.
Die Vergütungen hierbei sind sehr unterschiedlich, meistens handelt es sich um einen prozentuellen Anteil am generierten Umsatz, in manchen Branchen (z. B. Telco) sind fixe Euro Provisionen gängig. Wie schon eingangs erwähnt ist die Höhe der Provision sehr stark von der Produktart und Branche abhängig. Hier einige Richtwerte: Bekleidung und Reisen 2 – 5 %, Bücher-DVD und andere Versandwaren 5 – 15 %, Software 15 – 25 %, Digitale Downloads (E-Books, etc.) bis zu 50 %.

Pay Per Sale ist die rentabelste Möglichkeit, allerdings solltest du auch bedenken, dass nicht jeder sofort etwas kauft. Wenn deine Werbung dem Besucher nicht entspricht wird er auch nichts kaufen, und du siehst keine Provision. Überlege dir daher sehr gut, wie du ein Angebot platzieren und darstellen willst.

Experten-Tipp: Mit PPS kannst du auch bei deinen eigenen Einkäufen viel Geld sparen.

Affiliate Provisionen – Mischformen

Dabei handelt es sich, wie der Name schon sagt um Partnerprogramme die auf zwei, oder alle drei der oben genannten Vergütungsmodelle setzen. Solche Programme können Goldes wert sein.

Erinnerst du dich noch an das Lead-Beispiel? Du hast durch die Leads 100 € (100 User) eingenommen. Bietet das Partnerprogramm jetzt zusätzlich auch noch PPS an (was recht oft der Fall ist) und wir gehen davon aus, dass 10 % der 100 User zu Käufern werden, also 10. Deine durchschnittliche Provision pro Käufer liegt bei 10 €, so hast du deine Einnahmen durch die Mischform von 100 € auf 200€ verdoppelt.

Das ist doch nicht schlecht oder? Vor allem wenn du bedenkst, dass einige von den restlichen Usern, wieder andere Angebote auf deiner Website toll finden und dort zuschlagen. Du kannst leicht 500 € mit einer Seite verdienen. Spinnen wir das Rad weiter, was ist wenn du 2 oder 3 solcher Seiten betreibst? Im Grunde kannst du so viele Seiten betreiben wie du willst.

Lifetime-Provisionen

Lifetime oder auch lebenslange Provisionen gibt es leider nicht oft, aber dafür bieten sie geniale Möglichkeiten! Das Prinzip dieses Vergütungsmodelles basiert darauf, dass du von monatlich wiederkehrenden Einkünften des Merchants mitprofitierst. Du vermittelst z. B. ein Abo, bei dem der Kunde monatlich einen fixen Betrag bezahlt. Du als Affiliate bekommst, dann monatlich, ohne weiteres Zutun deinen Anteil.

Rechenbeispiel: Du bewirbst ein Abo für einen Online Kochkurs, der monatlich 20 € kostet. Die Abonnenten lernen dort neue Rezepte und Techniken. Dein Anteil liegt bei einem Fixbetrag von 5 € jeden Monat! Sagen wir du vermittelst im Monat 5 neue Abonnenten, nach einem halbe Jahr sieht es dann so aus:

  • Monat 1: 5 User x 5 € = 25
  • Monat 2: 10 User x 5 € = 50
  • Monat 3: 15 User x 5 € = 75
  • Monat 4: 20 User x 5 € = 100
  • Monat 5: 25 User x 5 € = 125
  • Monat 6: 30 User x 5 € = 150

Nach einem halben Jahr hättest du monatlich 150 € fix, wenn du keine weiteren Abonnenten wirbst. Innerhalb der ersten 6 Monate hättest du insgesamt 525 € verdient. Das Beste daran ist, dass du diese Einnahmen Monat für Monat hast. Sie brauchst nichts mehr dafür zu tun!

Zwei- oder Mehrstufige Vergütungsmodelle

Dieses Provisionsmodell kommt schon in die Nähe von Network Marketing oder Multi Level Marketing (MLM). Dabei vermittelst du neben Kunden, weiter Affiliates an den Merchant. Für diese Vermittlung wirst du an den Umsätzen der neuen Affiliates beteiligt. Auch hier verdienst du mit, ohne selbst noch aktiv werden zu müssen. Je nach Modell gibt es verschieden viele Ebenen.

Rechenbeispiel: Nehmen wir an du bewirbst einen Merchant und dieser betreibt ein 2-stufiges Vergütungsmodell. Innerhalb dieses Modells erhältst du für einen direkt vermittelten Verkauf 10 %. Außerdem erhältst du noch 2 % des Umsatzes deiner geworbenen Affiliates. Das würde dann in der Praxis so aussehen: Du vermittelst einen Verkauf um 100 € und erhältst dafür 10 € Provision. Zusätzlich hast du 10 Affiliates geworben, die ihrerseits je 100 € Umsatz erwirtschaftet haben. Das würde bedeuten du erhältst 20 €. Im Laufe der Zeit wirst du viele Affiliates werben. Solche Affiliate Provisions-Modelle können der Einstieg in eine erfolgreiche Network Marketing Karriere sein.

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