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Klick hier – Die Kunst des richtigen Ankertextes

Ein Link ist eines der elementarsten Dinge im Internet, er verknüpft eine Webseite mit einer anderen oder einem Dokument. So einfach ein Link auch funktioniert, der verlinkte Text sollte beim redaktionellen Schreiben für ein benutzerfreundliches Lesen wohlbedacht werden. Die Wahl des richtigen Ankertextes (auch Linktext genannt) betrifft alle, die Inhalte auf Ihrer Homepage pflegen. Dieser Artikel ist für die Leute geschrieben worden, die sich als Einsteiger mit dem Schreiben von Internettexten befassen.

Was ist der Ankertext?

Wie in dem Beispiel oben rechts zu sehen ist, bestimmt der Ankertext, welcher Teil des Satzes verlinkt wird. Links werden meist anders dargestellt als der normale Text, damit diese schneller ins Auge fallen. Im Internet wird der Ankertext üblicherweise unterstrichen formatiert. So ist in dem Beispiel oben rechts, der Ankertext das Wort “Linktext” selbst.

Die Wahl eines benutzerfreundlichen Ankertextes

Linktext Beispiel 1

Beispiel 1: Ein kurzer und aussagekräftiger Ankertext

Die Leser im Internet lesen wirklich nur das Nötigste, so ist das Überfliegen von Texten gängige Praxis. Mit dem Unterstreichen und eventuell noch einer farblichen Abhebung teilen wir dem Leser beim Überfliegen bereits optisch mit, dass sich hier ein Link befindet. Mit der Wahl der relevanten Wörter innerhalb eines Satzes, die verlinkt werden, können wir dem Leser zusätzlich mitteilen, was ihn hinter dem Link erwartet.

Wie in Beispiel 1 zu sehen ist, fällt das Wort “Kontakt” als Link auf und man muss nicht den umliegenden Text lesen, um zu verstehen, dass man hier Informationen über die Kontaktmöglichkeiten erhält.

Linktext Beispiel 2

Beispiel 2: Ein längerer Ankertext ist auch möglich

Je kürzer der Ankertext, desto schneller kann der Text vom Leser erschlossen werden. Es ist aber auch legitim, mehrere aufeinanderfolgende Wörter als Ankertext zu verwenden, in manchen geht dies auch nicht anders, um das Ziel des Links ausreichend zu beschreiben.

Im Beispiel 1 könnten wir anstatt “Kontakt” auch “nehmen Sie Kontakt mit uns auf” verlinken, das wäre aber nicht so übersichtlich und “Kontakt” reicht alleinstehend aus.

Linktext Beispiel 3

Beispiel 3: Ein längerer Ankertext ist hier notwendig

Im Beispiel 2 wurde “schreiben sie uns eine Email” verlinkt, das Wort “Email” würde alleinstehend nicht ausreichen, da der Leser damit nicht die Aktion verknüpft, die ihn auf der Zielseite erwartet wird (das Schreiben einer Email).

Im Beispiel 3 handelt es ich um ein sehr spezielles Ziel, was sich in der Länge des Ankertextes bemerkbar macht, da alle notwendigen Informationen aneinanderhängend verlinkt werden. Darum ist dieser Ankertext auch so lange.

Linktext Beispiel 4

Beispiel 4: Mehrere Links in einem Satz sollten auch verschiedene Ziele haben

Verteilt man mehrere Ankertexte in einem Satz, die nicht aneinanderhängend sind, so muss es jeder Link auch ein anderes Ziel haben. Das Beispiel 4 könnte von einer Firmenseite stammen, wobei es mit dem Link “Philosophie” wohl zur Firmenphilosophie geht, “Dienstleistung” die Dienstleistung der Firma beschreibt, welche über “kostenlos testen” in Anspruch genommen werden kann.

Fazit

Abschließend ist zur benutzerfreundlichen Linkgestaltung ersichtlich, dass der Ankertext alleinstehend ohne den umliegenden Text für den Leser eine gewisse Aussagekraft haben muss. Meist muss man den Satzbau für einen sinnvollen und verständlichen Ankertext anpassen. Der Link sollte sich beim Schreiben von Texten immer innerhalb eines Satzes befinden. Es sollte nun auch klar sein, warum der beliebte Ankertext “Klick hier” beim redaktionellen Schreiben eher unangebracht ist.

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