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Augen auf beim Backlink-Kauf

Wenn man im Internet nach Tipps und Tricks für die Suchmaschinenoptimierung sucht, kann es bisweilen schwierig sein, die Qualität der Informationen richtig einzuschätzen. Es sind alle Arten von teilweise widersprüchlichen Ratschlägen verfügbar. Ein Bereich, über den es sich seit jeher gut streiten lässt, ist der Backlink-Aufbau. Jeder Webmaster wünscht sich so viele Backlinks wie nur möglich. Es ist daher nur natürlich, dass es immer wieder Leute gibt, die sich für ihren Weg an die Spitze Backlinks kaufen wollen – denn immerhin bedeutet eine gute Position bei Google eine bessere Sichtbarkeit, mehr Besucher und damit einhergehend ein wesentlich größeres Einnahmepotential.

Ansätze beim Backlink-Aufbau

Aus dem Backlink-Aufbau ist inzwischen eine eigene Industrie geworden. Während manche Agenturen auf einen langsamen, dafür aber natürlichen und themenrelevanten Backlink-Aufbau setzen, werben andere mit der schieren Masse. Ein Anbieter verspricht zum Beispiel 10.000 Backlinks in einer Woche, und das Ganze zu einem Preis von nur $ 29,00. Das sind umgerechnet 0,002 Euro-Cent pro Link. Solche und ähnliche Angebote gibt es wie Sand am Meer. Es versteht sich von selbst, dass in dieser Größenordnung keine qualitativ hochwertigen Backlinks mehr zu erwarten sind. Einige Methoden, mit denen man solche Backlinks generieren will, sind Blogspam, Wikispam, Social-Bookmark-Spam oder Forenspam – und das ganze voll- oder halbautomatisch und ohne jegliche Qualitätskontrolle.

Google vs. Linkbuilding

Das Spannungsfeld zwischen Googles Interesse, dem Benutzer die relevantesten Ergebnisse herauszufiltern, und dem Gewinnstreben vieler Betreiber von Webseiten schafft eine Reihe von Problemen. Für die Agenturen muss sich das Geschäftsmodell der Massen-Backlinks rechnen, denn sonst gäbe es nicht so viele Anbieter. Aber lohnt es sich auch für den Websitebetreiber und Blogger?

Die kurze Antwort darauf ist: Lass die Finger von Massen-Backlink-Kauf. Die Suche von Google ist kein Service für Werbetreibende. Für Werbung gibt es einen Anzeigeteil an der Spitze und rechts von den natürlichen Suchergebnissen. Wenn Google den Backlink-Kauf ungestraft zulassen würde, wäre bald jeder Link auf der Startseite eine Art von gekaufter Werbeeinschaltung – allerdings einer, an dem Google nichts verdient. Das ist der Grund, warum Google mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln den unnatürlichen Backlink-Aufbau bekämpft.

Wer sich dadurch in seinen Online-Marketing-Bemühungen eingeschränkt fühlt, sollte den Gedanken einmal konsequent zu Ende führen: Irgendwo da draußen wird es immer jemanden geben, der noch mehr Budget für SEO übrig hat als ich selbst und dementsprechend mehr Backlinks kaufen kann. Unabhängig vom Content wäre in einer solchen Suchmaschine immer der ganz oben gelistet, der bereit ist, das meiste Geld für seine Backlinks auszugeben. Innerhalb kürzester Zeit wäre die Suchmaschine praktisch unbrauchbar.

Der massenhafte Kauf von Backlinks ist also ein ständiges Katz-und-Maus-Spiel zwischen dem, der es macht und Google. Wer erwischt wird, muss mit harten Konsequenzen rechnen – bis hin zur völligen Unsichtbarkeit in den Suchergebnisse.

Der Kauf von Backlinks schadet am Ende jedem. Warum sollte sich noch jemand die Mühe machen, gute und wertvolle Inhalte zu erstellen, wenn ohnehin nur derjenige gefunden wird, der für sein Ranking am meisten Geld gezahlt hat? Ein ehrlicher Unternehmer/Websitebetreiber/Blogger sollte froh sein, dass Google gegen diese Praktiken vorgeht. Obwohl der konservative Weg an die Spitze erst Mal viel Arbeit mit sich bringt, bietet er langfristig ein größeres Potenzial für qualitativ hochwertige Websites.

Wenn du willst, dass Google deine Website mag, dann solltest du dich mit den Empfehlungen beschäftigen, die Google selbst erstellt hat. Google hat eine Reihe von Richtlinien herausgegeben in Bezug auf das, was bei der Suchmaschinenoptimierung erwünscht ist. Natürlich muss nicht alles, was Google gerne hätte, 1:1 übernehmen, aber zumindest sollte man bestrebt sein, die Richtlinien so weit umzusetzen, wie es im Rahmen des eigenen Projekts sinnvoll und möglich ist.

Fazit: Klasse statt Masse

Auch wenn “die dunkle Seite der Macht” noch so verlockend ist: bauen deine Backlinks langsam und auf ehrliche Art. Niemand kann dich davon abhalten, eines dieser Angebote zu wählen, wo 10.000 Backlinks in einer Woche versprochen werden. Aber bitte weine dann nicht, wenn du von Google beinhart abgestraft wirst und deine tolle Website irgendwo im digitalen Nirvana verschwindet. Backlinks in Massen aufzubauen ist immer mit einem Risiko verbunden, dass du gewillt sein musst einzugehen. Machst du dabei nur den geringsten Fehler, wird deine Seite abgestraft.


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