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Ausgehende Links als Mustererkennung von Linknetzwerken

Immer mehr und immer häufiger sehe ich SEO-Agenturen und SEO´s die mit einem eigenen Linknetzwerk spielen und eigentlich fast alle üblichen Regeln befolgen. Wie da wären:

  • Variable Whois Daten
  • Class C Varianz
  • Variable Backlinkstrukturen der Satellitenseiten
  • Verschiedene Templates
  • Unique Texte
  • Immer wechselnde Ankertext
  • etc…

Soweit so gut, aber dann machen die meisten einen ganz großen Fehler. Sie verlinken immer nur auf die eigenen Projekte oder Kunden. Gerade bei kleineren Satellitenseiten, wo nur 10 bis 20 Unterseiten existieren, kann das sehr schnell in die Hose gehen! Angenommen ich habe 10 Kunden und auf jeder Satellitenseite setzte ich immer 10 Unterseiten mit entsprechenden Links zu den Kunden, zwar mit verschiedenen Texten und immer mit wechselnden Ankertexten, aber die Zielurls bzw. Hosts bleiben zu 100 % identisch. Damit würde ich dann ein erkennbares Schnittmuster erstellen.

Wie sieht so was aus in der Praxis aus?

Linknetzwerk Erkennung

Damit setzte ich eine Gefahr für beide Seiten. Der Kunde kann als Linkkäufer oder als jemand der unnatürlichen Backlinkaufbau betreibt identifiziert werden, weil Google hinter seinen Backlinks ein Muster erkennt. Alle 7 Satellitenseiten setzen exakt die gleichen 10 ausgehenden Links. Obwohl jede Satellitenseite eigentlich alle wichtigen Regeln befolgt (siehe Oben) ist für Google dennoch ein Linkmuster zu erkennen. Mag sein, das jede Zielseite eine unterschiedliche Backlinkstruktur hat, aber durch die selben identischen Verlinkungen der linkgebenen Seiten, ist so ein Kunde relativ schnell mit seiner Domain im unnatürlichen Linkaufbau im Visier von Google und Google kann die linkgebenden und linkempfangenden Seiten entsprechend entwerten bzw. filtern.

Wie prüfe ich welche externen Links ich auf meinen Satellitenseiten gesetzt habe?

Im Augenblick macht das Bing sehr schön, dafür gibt es den Befehl: linkfromdomain:domainname. Zum Beispiel kannst du sehen, das Spiegel so circa 4,2 Mio. externe Links gesetzt hat. Die Wahrscheinlichkeit das eine andere Seite exakt die gleichen Links gesetzt hat, sehe ich bei unter 0,000001 % selbst wenn man die großen Wettbewerber nehmen würde, so würde es zwar immer eine Schnittmenge geben, diese sollte aber durch die Anzahl der externen Links auch im Promille Bereich liegen. Als Beispiel hab ich mal zwei kleine Grafiken erstellt die verdeutlichen wie so eine gesunde und eine kritische Schnittmenge aussehen können.

Schnittmenge ausgehende Links

Was tun?

Einfach mehr verlinken. Externe Links werden von Google als Qualitätsmerkmal gewertet! Wer auf andere trusted Sites verlinkt und so eine vertrauenhafte Linkumgebung schafft, der stärkt seine Links eher, als das er diese abwerten würde, nur weil es jetzt einen oder 2 externe Links mehr auf der Seite gibt. Und wer denkt nur auf Wikipedia zusätzlich zu verlinken, dem sei gesagt: “Das bringt auch nicht wirklich was ;)”

Fazit

Scheiß auf den Linkgeiz. Linkgeiz kann in solchen Fällen sogar für das eigene Linknetzwerk gefährlich werden. Ganz zu schweigen, dass man damit auch noch die linkempfangenen Seiten in Gefahr setzt, in entsprechende Filter zu laufen.

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