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Bad Neighbourhood – Achte auf deine Links

Auch beim Bloggen sollte man – genauso wie im realen Leben – Wert auf seine Nachbarschaft legen. Denn, wenn man sich in einer schlechten Nachbarschaft befindet, kann dies von Google sehr hart bestraft werden.

Folgende Fragen werde ich in diesem Artikel beantworten: Was bedeutet eigentlich Bad Neighbourhood? Wie wird dies klassifiziert? Welche Konsequenzen können entstehen? Wie kann verhindert werden, dass man in eine schlechte Nachbarschaft gerät?

Was bedeutet der Begriff “Bad Neighbourhood” in diesem Kontext

Bezogen auf das Internet bezeichnet man mit “Bad Neighbourhood”, genauso wie im realen Leben, eine schlechte Nachbarschaft. Im Gegensatz zum realen Leben existieren jedoch im Internet keine Häuser. Diese Rolle nehmen hier die Webseiten ein. Zudem gibt es im Internet auch kein echtes Distanzrelation, von der man sprechen kann. Jede Seite ist innerhalb von weniger als einer Sekunde erreichbar und somit sind im Grunde alle Seiten Nachbarn.

Daher muss hier die Nachbarschaft anders definiert werden: Die Nachbarschaft von Webseiten wird durch die Anzahl an Links definiert. Am stärksten zählen dabei deine eigenen, ausgehenden Links. Schwächer zählen die Backlinks, die du von anderen Seiten erhältst. Allgemein gilt: Umso mehr Links du von einer Seite erhältst beziehungsweise desto mehr Links du einer Seite gibst, desto näher rückst du dieser Seite bezüglich der Nachbarschaft.

Man sollte es vermeiden, mit einer Seite, welchen den Status “Bad Neighbourhood” trägt, assoziiert zu werden. Denn umso näher die eigene Seite an diese Bad Neighbourhood heranrückt, desto mehr färbt der schlechte Einfluss auf den eigenen Ruf ab. Dies ist vergleichbar mit dem echten Leben. Nur weil man nicht im besten Stadtteil lebt, wird man gleich mit allen anderen in einen Topf geworfen.

Wodurch erhält eine Seite den Bad Neighbourhood-Status?

Eine Seite kann von Google aufgrund verschiedener Faktoren als Bad Neighbourhood eingestuft werden:

1. Der Inhalt

Gegen die gesellschaftlichen Normen, anstößige oder obszöne Inhalte, können zum Bad Neighbourhood-Status führen.

2. Die Backlinks

Umso mehr Backlinks eine Seite ihr Eigen nennt, desto misstrauischer wird Google: Ist die Anzahl an Backlinks extrem hoch, ist es möglich, dass Link-Spam betrieben worden ist. Das bedeutet also, dass die Seite die Anzahl an Backlinks durch unlautere Methoden erhalten hat. Stammen die Backlinks hauptsächlich von Blogs, beispielsweise durch Kommentare, spricht man von Blog-Spam.

3. Weitere unlautere Methoden

Alle Seiten, die auf unlautere Methoden versuchen ihre SERP-Position zu verbessern, werden als Bad Neighbourhood klassifiziert. Dazu gehört beispielsweise das Nutzen von Redirects zum Erhöhen des PageRanks, Keywordspam auf der Seite, Nutzen von Tools, und so weiter.

Ab wann wird man mit einer Bad Neighbourhood-Seite in Verbindung gebracht?

Es ist nicht genau bekannt, ab wann man mit einer Bad Neighbourhood-Seite in Verbindung gebracht wird. Man weiß allerdings, dass die Beurteilung von verschiedenen Faktoren abhängt:

1. ausgehende Links zu Seiten mit Bad Neighbourhood-Status

Setzt man selbst Links zu Seiten mit dem Bad Neighbourhood-Status wird dies ab einer gewissen Anzahl negativ bewertet. Wie viele Links das sind? Das weiß keiner. Man sollte daher generell aufpassen, wen man verlinkt. Besonderen Wert sollte man auf die Seitenbereiche legen, die man als Autor nicht direkt kontrolliert. Dazu zählen zum Beispiel die Kommentare in Blogs, Foren, Gästebücher, et cetera. Durch eine solche Kontrolle ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

2. Backlinks von Bad Neighbourhood-Seiten

Dies ist ein Faktor der weniger wichtig ist. Denn schließlich steht es außerhalb der eigenen Kontrolle, ob man von Seiten mit dem Bad Neighbourhood-Status verlinkt wird. Nichtsdestotrotz kann es zu einer negativen Bewertung der eigenen Seite führen, wenn man wirklich extrem häufig von solchen Seiten verlinkt wird.

Was hat die Assoziation mit einer Bad Neighbourhood für Konsequenzen?

Durch die von Google aufgestellte Beziehung zwischen der eigenen Seite und der Bad Neighbourhood-Seite, erwachsen meist harte Strafen. Im Glücksfall, zum Beispiel wenn nur Backlinks gesetzt worden sind, erfolgt keine Bestrafung. Ansonsten erfolgt jedoch entweder eine harte Abwertung der eigenen Keywords oder ein direkter Ausschluss der eigenen Seite von der Suche.

Gerade die harten Konsequenzen einer solchen Einstufung sollten jedem klar machen, dass es eine wichtige Rolle spiet, welche Links man erhält und vor allem wen man linkt.

Wie kann man es verhindern, mit einer Bad Neighbourhood-Seite in Verbindung gesetzt zu werden?

Das Ganze ist eigentlich recht simpel: Man muss darauf achten, wen man verlinkt. Denn die Links entscheiden über die Einstufung. Mit einem Tool zum Testen auf Bad Neighbourhood-Seiten lässt sich überprüfen, wie es um die eigene Seite gestellt ist. Man sollte dabei bedenken, dass bei dieser Überprüfung nicht jede Warnung ernstzunehmen ist. Man sollte die Seiten selbst mit Verstand bewerten und schauen, ob die Klassifzierung wirklich stimmt.

Das Tool durchsucht nämlich unter anderem die Anchor-Texte von Links. Dabei kann es auch bei seriösen Seiten vorkommen, dass Keywords vorkommen, welche “geächtet” sind. Generell sollte man darauf achten, dass man seine Anchor-Texte gewissenhaft wählt, da diese auch wichtig für die SERP-Position bei Google sind.

Auch die Vermutung von Spam kann – gerade bei Seiten aus der Blogosphäre – recht häufig vorkommen. Dies liegt dann einfach daran, dass viele Blogs einen sehr großen Link-Katalog besitzen. Man sollte also nicht direkt bei jeder Warnung aufschrecken.

Hast du schon vorher auf deine Verlinkung geachtet? Hat das Tool für deine Blogs Warnungen ausgespuckt? Bei mir gab es beispielsweise eine Warnung für einen Blog, da dieses einen Artikel über ein Sexvideo veröffentlicht hatte!


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