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Blog Artikel kaufen: Der Handel mit bezahlten Artikeln

Gefahren, Hintergründe und Preisgestaltung für bezahlte Artikel, denn das Artikel kaufen erfreut sich nicht nur auf entsprechenden Plattformen, sondern auch im Bereich der Suchmaschinenoptimierung, immer größerer Beliebtheit. Auf die Gefahren, die dabei lauern können und die Hintergründe zu den Auswirkungen auf Suchmaschinen möchte ich heute mit diesem Artikel näher eingehen.

Blogs erfreuen sich immer größerer Beliebtheit und so gibt es auch unzählige Firmen, die gerne Blog Artikel kaufen, um so Werbung für ihr Unternehmen zu machen. Bezahlte Artikel, auch gerne nach dem englischen Begriff Advertorials benannt, sind eine Mischung aus einem redaktionellen, also informativen Artikel, in den Werbung integriert ist. Das werbetreibende Unternehmen erhofft sich durch das redaktionelle Umfeld eine höhere Aufmerksamkeit und dadurch eine höhere Resonanz, als wie wenn einfach nur so Werbung geschaltet wird.

Kennzeichnung von bezahlten Artikeln

Advertorials müssen als Werbung gekennzeichnet sein. Es gibt hier verschiedene Vorschriften, auf die ich an dieser Stelle aber nicht näher eingehe. Wer sich darüber informieren möchte, wird u.a. unter dem Suchbegriff “Schleichwerbung” fündig.

Durch die Kennzeichnung, wie man sie zum Beispiel bei einigen bezahlten Artikeln der Plattform SeedingUp findet, werden solche Artikel aber meist auch gar nicht so gerne gelesen. Die erhoffte Werbewirkung verpufft an der Kennzeichnung und so haben sich im Handel mit bezahlten Artikeln Praktiken eingeschlichen, über deren Gefahren, Auswirkungen und Hintergründe man sich bewusst sein sollte. Siehe zum Beispiel auch den Artikel von Max Adler: Bezahlte Blogposts kennzeichnen? Abmahnfalle im Online-Marketing.

Die meisten wollen Artikel ohne Kennzeichnung kaufen

Wer einen Blog betreibt wird sich immer mal wieder mit eMail Anfragen, Anrufen usw. konfrontiert sehen, die Artikel kaufen möchten, aber eine entsprechende Kennzeichnung sowie das in den Google Richtlinien für Webmaster für bezahlte Links vorgeschriebene nofollow Link-Attribut von vornherein ausschließen. Das Geld winkt, dafür geht man aber das Risiko einer Sanktion der Suchmaschine Google ein. Rechtlich könnte es bezüglich der fehlenden Kennzeichnung ebenfalls Probleme geben. Ob es einem das Risiko wert ist, muss schlussendlich jeder selbst entscheiden.

Warum Links in bezahlten Artikeln mit nofollow Attribut versehen?

Was vielen gar nicht bewusst ist sind die Hintergründe der Richtlinien für Webmaster von Google. Warum ein solcher Link mit dem Attribut nofollow versehen werden muss und was für Auswirkungen es im Allgemeinen hat, wenn das nicht gemacht wird. Ein Link, der nicht mit diesem Attribut versehen ist, vererbt Pagerank und empfiehlt den Suchmaschinen das Ziel mit dem verwendeten Text als Suchbegriff zu bevorzugen. Damit die guten Plätze in den Suchmaschinen nicht “gekauft” werden können (sonst würden ja immer nur diejenigen die Besuchermassen abbekommen, die am meisten Geld investieren) soll gerade bei bezahlten Artikeln bzw. Links das nofollow Attribut verwendet werden, was diese Bevorzugung und die PageRank Vererbung verhindert.

Nun haben es aber gerade auch Suchmaschinenoptimierer genau darauf abgesehen. Sie werden von ihren Kunden dafür bezahlt, dass die Positionen in den Suchmaschinen sich verbessern. Einen Artikel mit Link mit dem Attribut nofollow würden sie nie kaufen, denn dieser wäre in der Dienstleistung ihren Kunden gegenüber wertlos. Ihre Dienstleistung ist hier die Manipulation der Suchergebnisse und Artikel mit entsprechenden Links darin kaufen ist eines ihrer Instrumente, um diese Manipulation für ihre Kunden durchzuführen und sich ihre Leistung teuer bezahlen zu lassen.

Bezahlte Artikel und die Preisgestaltung

Wenn Advertorials gekennzeichnet sind, die Links entsprechend mit dem nofollow Attribut versehen sind, ist gegen bezahlte Artikel gar nichts einzuwenden. Ob auch andere bezahlte Artikel verkauft werden, muss jeder selbst entscheiden, ob die schnell verdienten Euros das Ganze wert sind.

In jedem Fall sollte generell aber die Preisgestaltung nicht außer Acht gelassen werden. Ein bezahlter Artikel ist ein Werbeplatz, der auf Dauer bestehen bleibt, aber nur einmalig bezahlt wird. Einmal muss die Zeit berechnet werden, in der man sich mit dem Artikel beschäftigt. Der zweite Punkt ist der dauerhafte Werbeplatz. Wer nur ein paar Euros für einen bezahlten Artikel nimmt ist selbst schuld und schätzt den Wert seiner eigenen Arbeitskraft sowie seines Blogs als Werbemedium falsch ein.

Ich würde z. B. bei Ranksider keinen bezahlten Artikel unter 50 Euro (für kleinere, noch nicht so gut besuchte Blogs) bis hin zu 200 Euro (für große, gut besuchte Blogs) schreiben. Was darunter liegt, käme für mich nicht in Frage.

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