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Blog Design: Schnell umsetzbare Tipps für ein schönes Blogdesign!

In einer Welt wo Internet mehr als nur net(t) ist. Omis den PC nutzen können. Jeder ein Experte sein kann. Katzenfotos mehr Facebook Aufmerksamkeit bekommen als legendäre Artikel. Ok, nicht wirklich. Genau in dieser Welt kann auch jeder ein guter Designer sein. Ein Designer sein, der von Technik nicht viel versteht. Gar nichts versteht. Bahnhof. U-Bahn. Schnellzug. Fahrrad. Dreiradler. Minimoped. Aber nur, wenn du hart arbeitest und nach den Regeln spielst.

Und diese Regeln möchte ich dir beibringen. Aus großer Macht folgt große Verantwortung. Gehe weise damit um. Mache deinen Blog damit besser. Mache andere Blogs damit besser, indem du Menschen den Link schickst, die ihn benötigen können. Und wenn du noch nicht gestartet bist: Füge den Link zu deinen Lesezeichen hinzu.

Der Seitenaufbau oder: Sei langweilig!

Besucher haben eine Idee im Kopf, wie eine Website auszusehen hat. Wenn du diese Idee erfüllst, hast du die halbe Miete. Wie? Nach dem ersten Besuch eines Menschen hast du nur wenige Sekunden, um ihn zu überzeugen. Um ihm zu zeigen, dass die Website ehrlich, persönlich und korrekt ist. Die meisten Websites haben diese Grundelemente und wir sind es gewohnt, sie immer und immer wieder zu finden. Wenn wir sie nicht finden, finden wir es komisch und finden wieder raus. Finde ich nicht gut.

Also, die Basics:

  • Das Logo oder der Seitenname steht links oben
  • Die Navigation ist neben dem Logo, rechts oben oder in einer ganzen Zeile unter dem Logo
    In der Navigation findet man mindestens einen “Über uns” oder “Starte hier” Bereich. Insgesamt sind in der Navi nicht mehr als 5 Elemente. Keine weiteren Elemente, wenn man mit der Maus über einen Eintrag fährt. Wirklich! Vielleicht kennst du ja den Spruch: Gib Menschen zuviel Auswahl, und sie werden sich für keine entscheiden.
  • Die Fußzeile ist zum Austoben da. Links die du nicht in der oberen Navigation unterbringst, kannst du hier ablegen. Rechtliche Sachen gehören hier hin. Ein Link zum Impressum. Zu den AGB. Zum Datenschutz. (Und zum Webdesigner deines Vertrauens, wenn du die Seite nicht selber hingestellt hast).

Die Schrift Gottes

Die Thematik “Schrift” wirkt auf den ersten Blick recht simpel. Trotzdem. Ist sie es nicht. Es gibt heutzutage (zu)viele Schriften, auf die man zurückgreifen kann (Google Fonts, DaFont, Typekit, …) Wenn du Anfänger bist verwende die gleiche Schrift für Überschrift und Text und bleib dabei. Mische sie nicht mit anderen. Das wäre sonst wie 10.000 Euro aufs Spiel zu setzen, um 1.000 Euro gewinnen zu können. Aber im Gegenzug alles in einer 50:50 % Chance zu verlieren. So simpel es auch aussieht, ist es nicht.

Eine Farbe ist genug, die Hippie-Zeiten sind vorbei!

Menschen reagieren. Sie reagieren auf Reize. Sie reagieren auf irgendwann mal geschehene Programmierungen im Kopf. Menschen wie ich programmieren Leute im Web. Ich verrate dir, was in ihren Köpfen steht: „Schwarzer Text normaler Text, nicht klicken. Farben wow, bunt, klicken“. Das heißt entschlüsselt: Verwende genau zwei Farben auf deiner Seite. Eigentlich eine. Schwarz für den Fließtext (in hohem Kontrast zum Hintergrund) und normale Überschriften. EINE bunte Farbe als Signalfarbe für Links, Buttons und Dinge, wo deine Besucher drauf klicken sollen.

Kiss, Baby, Kiss

Das KISS-Prinzip: Keep It Simple Stupid. Halte die Lösung so einfach wie möglich. Was? Alles! Ich verwende eine Schrift. Ich verwende eine Farbe. Ich überlade meine Besucher nicht mit Dingen, die sie nicht benötigen. Ich fokussiere. Alles was du schreibst und was du auf deinem Blog hast, sollte einen Sinn haben. Und wenn nicht:

Weniger ist wirklich mehr

Das hat etwas von ZEN oder Buddha. Oder (wieder) modern gewordenes östliches Denken. Aber wirklich: Menschen leiden an einer akuten Reizüberflutung, die sie täglich beschäftigt und Unruhe in ihren Kopf bringt. Sie nicht ruhen lässt. Und dann kommst du. Dein Blog. Die 7694. Website am Tag. Aber du bist anders. Der Besucher kann sich wohlfühlen. Seine Augen entspannen. Seinen Geist entspannt. Eben weil du ihn nicht mit unnützen Dingen belastest.

Nur wer das Ziel kennt…

… der kann auch den Weg gehen. Welches Ziel hat deine Seite? Jede, wirklich JEDE Website im Internet sollte genau ein Ziel haben. Das deckt sich genau mit den Punkten von oben. Single-Tasking, kein Multi-Tasking – gleiches System dahinter. Beim Bloggen ist das meistens E-Mail-Adressen sammeln (natürlich erst nachdem der Mehrwert für den Leser gegeben ist). Keine Social Media Fans. Kein Leser wo anders hinschaufeln. Alles deins 😉

Die Startseite

Die gute alte Startseite. Als mein Großvater früher auf die Weide ging, hat er über… Ach quatsch, ich drifte immer ab. Die Startseite hat ein Ziel: Neue Leser informieren. NUR neue Leser. Wiederkehrende Besucher werden nicht mehr auf die Startseite gehen, wenn du einen neuen Artikel veröffentlichst.

Frag dich diese eine Frage: Was interessiert dich als erstes, wenn du auf eine neue Seite kommst? Was brauchst du, um zu bleiben? Was muss erfüllt sein? Bei mir ist es das:

  • Worum gehts hier?
  • Sieht die Seite vertrauensvoll aus?
  • Ist der Inhalt aktuell?
  • Entspannt mich die Seite oder strengt sie mich an?
  • Wer schreibt hier eigentlich?

Die Sidebar

Die gute alte Sidebar. Als mein… Irgendwas komisches hab ich heute mit Geschichten 😉 Sidebar heißt auf deutsch auch “Seitenleiste” und ist der schmale Bereich neben dem Inhalt einer Seite. Darin sollten ein paar wichtige Elemente vorkommen, in dieser Reihenfolge:

  1. Anmeldung zum Newsletter (das Opt-In). Wie du schon weißt, hat eine Seite genau ein Ziel. Bei Blogs ist es meistens die E-Mail-Adresse sammeln, um danach die Leser zu binden.
  2. 2 – 3 Buttons, die auf ausgewählte Seiten von dir führen. Besonders eignen sich dafür wirklich gute Artikel oder andere wichtige Seiten. In einigen Fällen sind das die “Starte hier” und die “Kurs”- oder „Ebook“-Seite. Diese Seiten werden darauf optimiert, Besucher in den Newsletter zu holen. Da hilft dir aber großartiges Design nicht weiter, sondern hier muss der Inhalt stimmen.
  3. Die besten Artikel in Form einer normalen Aufzählung. Das Element wird zum Beginn eines Blogs noch fehlen, da einfach die Texte nicht da sind. Später macht es aber durchaus Sinn, noch einmal eine Auswahl der beliebtesten Artikel aufzulisten. Denn: Ansonsten gehen sie irgendwann zeitlich bedingt ganz natürlich unter (was schade ist).

Die Fußzeile

Oben schon erwähnt, hier wird die Party gefeiert. Viel falsch machen kannst du hier nichts mehr, da der Besucher beim Erreichen dieses Bereiches meistens schon den Inhalt konsumiert hat und der erste Eindruck im Kopf ist. Gib alles rein, was oben in der Navigation oder sonst wo keinen Platz hat. Und, was auf jeder Seite auch sein sollte. Katzenfotos haben auch hier nichts verloren (außer du bloggst über Katzenfotos). Also: Links, Beschreibung zum Blog, Anmeldung zum Newsletter, Bild von dir, …

Sei der Star!

Jetzt mal ehrlich: Wer würde nicht gerne mal ein Star sein? Nur ein wenig. Ein wenig mehr Aufmerksamkeit. Ein wenig mehr Ansehen. Ein wenig mehr Fans. Ja dann sei einfach der Star. Dein Blog, du spielst die Hauptrolle. Also ganz ganz wichtig: Ein Bild von dir MUSS rein. Am Besten auf der Startseite schon. Unbedingt auf der “Über Seite”. Und am Allerbesten auch in die Sidebar. Ein Bild von dir schenkt Vertrauen, zeigt deinen Besuchern wer du ungefähr bist und verbindet.

Die Essenz in 10 Sekunden

  • Der Seitenaufbau muss konservativ sein, die Menschen sind darauf “gedrillt”. Logo links oben, Navigation rechts oben. Die Navigation mit weniger als 5 Punkten. Eine “Über” Seite muss dabei sein.
  • Eine Schrift reicht. Als Farbe solltest du schwarz für den Text und EINE Signalfarbe für Links, Buttons, Call-To-Actions (also Elemente, wo Leute klicken sollen) verwenden. Darauf programmierst du deine Besucher.
  • Halte die Website minimalistisch und simpel. Reize werden überall überflutet, nicht bei dir.
  • Deine ganze Seite hat genau ein Ziel: z. B. E-Mail-Adressen sammeln. Die Startseite hat ein Ziel: Neue Besucher abzuholen und zu informieren.
  • Die Sidebar hat diese Elemente (in genau dieser Reihenfolge): Opt-In, 2 – 3 Buttons zu wichtigen Seiten, beliebteste Beiträge. Die Fußzeile ist Sammelsorium für alle Links und Inhalte, die auf jeder Seite benötigt werden und sonst wo keinen Platz haben.
  • Du bist der Star. Und deswegen hat die Seite auch ein Foto von dir. Schaffe Vertrauen. Schaffe eine Bindung.

Schlusswort

Die Basis ist geschaffen. Du kennst jetzt die Dinge, die sonst nur Webdesigner kennen. Den inneren Kreis. Ich riskiere mein Leben dafür. Meinen Ruf. Oder verliere mich einfach wieder im Schreiben. Wie es auch sei, schön dass du dabei bist. Und: Ich möchte auch Danke sagen, dass du diese langen Texte nicht nur scannst, sondern auch wirklich liest. Denn, scannen würde das keiner.

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6 Kommentare

  1. Sarah

    Vielen Dank für den tollen Beitrag. Ich freue mich immer über deine Artikel, vor allem, da sie wirklich Mehrwert bieten. Ich habe ohne die geringsten Vorkenntnisse vor kurzem mein Blog gestartet und probiere jetzt, diesen mit deinen Tipps zu optimieren. Das nächste Projekt wird ein Newsletter sein!

    Weiter so, du machst das toll!
    Sarah

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  2. Anna

    Sehr schöner Artikel, wenn auch fast ein bisschen reißerisch. 😉 Ich gebe zu, dass ich mit einem Bild von mir im Blog lange Zeit Probleme hatte, weil ich mich eben nicht für einen “Star” halte.
    Letztendlich habe ich mich dann doch dazu hinreißen lassen, denke aber, dass der Focus primär auf den Text gelenkt werden sollte.

    Wenn dann jemanden interessiert, wer sich hinter dem Blogautor verbirgt, kann ja immer noch bei “Über mich” schauen. Einen Footer besaß ich auch einmal. Allerdings war darin so viel Unwichtiges enthalten, dass ich ihn irgendwann komplett entfernt habe. Weniger ist eben mehr. 🙂

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  3. Peter

    Hey, sehr hilfreifcher Artikel! Merke schon hier werde ich gut an die Hand genommen und mit Infos gefüttert. Besonders gut hat mir der Tipp mit dem: “Es gibt nur einen einzigen Grund für die Existenz deiner Webseite” gefallen. Sobald ich weis was ich mit meiner Seite genau will, werde ich wissen wie ich sie dann optimiere. Bin gespannt auf die nächsten Beiträge hier!

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  4. Otto

    Wirklich schöner Artikel und vor allem die etwas andere Schreibweise gefällt mir sehr gut. Das mit den höchstens 5 Menüpunkten hat mir dann doch zu denken gegeben, da ich mir darüber noch nie richtig Gedanken gemacht habe. Könnte doch eng werden wenn ich das richtig verstanden habe, dass eine Über mich und Start bei den 5 Punkten sein sollen. Was soll man den deiner Meinung nach am besten machen, wenn man Ideen für mehrere Seiten als 5 hat?

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    • Auf der “Starte hier” Seite kannst du kurz umreißen, was du bei deinem Blog vorhast und um welche Themen es sich dreht – dann verlinkst du zu diesen. Oder: du erstellst eine Ressourcen-Seite und machst das Gleiche. “Starte hier” und “Ressourcen” sind meistens sehr hochfrequentierte Seiten. Mach es den Leuten leicht in der Navigation und nimm ihnen die Qual der Wahl – ansonsten kann es eben passieren dass sie keine Wahl treffen.

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  5. Petra

    Das ich das Impressum usw am besten einfach in der Fußzeile ablegen sollte war mir neu, da danke ich dir für den Tipp, ansonsten versuche ich ohnehinschon eine übersichtliche und strukturierte Seite aufzubauen, denn ich merke an mir selbst, das ich auf unüberschaubaren Blogs schnell wieder verschwunden bin.

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