Blog Einnahmen: Wie viel Geld kann man mit einem Blog machen?

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Ob man mit einem Blog gut Geld verdienen kann, ist eine Frage, über die ich im Netz immer wieder stolpere und die mir persönlich auch immer wieder gestellt wird. Natürlich habe ich in meiner aktiven Zeit als Blogger viele Blogs mit Monetarisierungsziel kommen und viele davon auch zügig wieder gehen sehen, als die Betreiber feststellten, dass mit einem Blog zwar Geld zu verdienen ist, das Ganze sich aber auch als nicht gerade wenig aufwendig heraus stellte. Die Frage, ob man mit einem Blog gut Geld verdienen kann, ist zwar relativ einfach mit “Ja” zu beantworten, doch spielen da so einige Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel was der einzelne unter “gut” versteht und wie der Faktor “Einsatz” aussehen soll.

Wer unter “gut Geld verdienen” versteht, seine hauptberufliche Existenz damit zu bestreiten, dem sei gesagt, dass auch dies möglich ist, dass es dazu aber auch weitaus mehr als hauptberuflichen Einsatz und vor allem auch Zeit braucht. Als zwei Beispiele von Blogs, die wirklich gut Geld damit verdienen, fallen mir Peer Wandiger von Selbständig im Netz und Martin Mißfeldt von TagSeoBlog ein.

Faktor Zeit und Einsatz

Mit einem Blog kann man gut Geld verdienen, mit etwas Glück, viel Zeit und viel Einsatz eventuell auch davon hauptberuflich leben. Das Ganze geht nun aber nicht schnell und der Einsatz ist auch alles andere als gering. So sieht man zum Beispiel bei Peer aktuell, dass in seinem Blogbestand über 2.400 Artikel vorhanden sind. Die müssen auch erst mal geschrieben werden und wer Peer kennt, der weiß, dass diese Artikel alle ziemlich hochkarätig und alles andere sind, als nur ein paar wenige Wörter hingeschmissen. Der Einsatz, der dafür notwendig ist, lässt sich definitiv nicht mit einem 40 Stunden Job im Angestelltenverhältnis vergleichen.

Einnahmen von deutschen Blogs

Es gibt sicherlich weitaus mehr Blogbetreiber als die bereits erwähnten, die mit ihren Blogs gut Geld verdienen. Nur veröffentlichen die wenigsten ihre Einnahmen, was auch ich, egal wie hoch oder niedrig die Einnahmen meiner Blogs sind, niemals tun würde. Ich kenne auch kein örtliches Ladengeschäft, das sich Schilder mit seinen Umsätzen und Gewinnen ins Schaufenster hängt.

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So verwundert es mich auch ganz und gar nicht, dass die von Peer monatlich zusammengetragenen Einnahmen deutschsprachiger Blogs teilweise in Bereichen von Kinkerlitz-Beträgen von 10 bis 50 Euro zu finden sind. Ich habe mich oft gefragt, was die Motivation hinter solchen Armutszeugnissen ist… aber scheinbar ist hier wohl der Wunsch nach einer Erwähnung mit Link bei Peer der ausschlaggebende Punkt. Alles andere ist ja außer peinlich nur noch peinlich…

Dennoch zeigt das Ganze auch sehr schön, dass es zwar möglich ist mit einem Blog Geld zu verdienen, dass die Realität aber in den meisten Fällen ganz anders aussieht als die Träume, die sich die meisten davon versprechen. Ein kleines Taschengeld ist in vielen Fällen auch relativ kurzfristig und mit geringerem Einsatz möglich, aber wirklich gut Geld verdienen mit einem Blog, dazu benötigt es wesentlich mehr als nur ein paar Artikel pro Woche.

Äußerst interessant ist die Umfrageauswertung der Blog Einnahmen Januar 2011 von Robert Basic. Robert hat nicht nur die Ergebnisse der Blogs, die sich an seiner Umfrage beteiligten, zusammen getragen, sondern geht auch detailliert auf die einzelnen Bereiche ein. So scheint es einerseits vom Traffic abhängig zu sein, wie erfolgreich der Blog sich monetarisiert, aber andererseits spielen auch die Themen eine größere Rolle, so dass es den Anschein erweckt, dass Fachblogs unterm Strich besser performen.

Fazit

Wer mit seinem Blog gut Geld verdienen will, der muss die richtigen Themen wählen, daraus einen Fulltimejob machen, der sich irgendwann vielleicht auch mit dem entsprechenden Umsatz revanchiert. Wer dazu nicht bereit ist oder auch nicht anders kann, der wird immer schön im Bereich Taschengeld sein und bleiben.

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6 Kommentare
  1. Kamilla

    Wie immer gilt: Wer sich den Arsch aufreisst wird entsprechend entlohnt. Geld verdienen mit Blogs bzw. davon leben ist nicht wirklich schwierig, man muss halt dran bleiben und immer einen Schritt mehr machen als Andere.

    Antworten
  2. Franz

    Um wirklich halbwegs vernünftig Geld mit ein Blog zu verdienen, bedarf es vor allen eines – entsprechende Einsatz an eigene Arbeitszeit. Wer meint mit vielleicht maximal 5 Stunden Arbeitszeit pro Woche viel verdienen können der irrt sich gewaltig.

    Zudem gehört auch ein gewisse Portion an Glück dazu. Wenn 2 Blogs ein ähnlichen Aufwand an Arbeit, Ideen und sonstige wichtige Faktoren bringen bedeutet diese aber nicht das beide ähnlich gut verdienen.

    Antworten
  3. Vielen Dank für deine Einschätzung. Das ist auch für einen hobbymäßigen Blogger interessant zu lesen. Ich denke die „Kinkerlitzenerträge“, die in Peers Blog angegeben werden sind von Hobbybloggern, die das nicht als Armutszeugnis sehen, sondern einfach als Information.

    Liebe Grüße
    Astrid

    Antworten
  4. Im Bereich Blogs sehe ich das dann doch anders. Wenn man sich die meisten Blogs, auch jene, die sich “wichtig nehmen” ansieht, sind sie eigentlich nicht mehr als ein Hobby.

    Professionell und darunter verstehe ich strenge Maßstäbe an Journalismus, dazu gehört auch Neutralität, eine penible Grammatik und Rechtschreibrüfung, kann ich bei deutschen Blogs wirklich nicht sehen. – Und das mache ich auch gar nicht, weil ich ansonsten kaum einen Blog wirklich ernst nehmen könnte.

    Ein Blog muss darum kein Tagebuch sein und es kann genauso gut über gezielte Themen informieren, nur kann mir keiner erzählen, dass er wirklich seinen Lebensunterhalt damit so bestreiten könnte, als dass er nicht doch noch einem regulären Job nachgehen müsste.

    Wenn ich noch einmal die 862,13 Euro von selbststaendig-machen.net nehme, dann müsste man für ein Durchschnittsgehalt eines Deutschen, der ich glaube so um ~3500 Euro pro Monat (brutto) liegt, vier solcher Blogs haben, denn von den ~860 Euro sind ja auch noch Krankenkasse, USt usw. zu zahlen.

    Da mag ein Blog für mich kaum ein Hauptverdienst sein. Gut, wenn man es nicht Hobby nennen möchte, dann ist es ein Zweitverdienst. Und dann noch einmal zu den kleinen Bloggern, die eher weniger verdienen, für die ist es reines Hobby. Man ist schon froh, wenn man die Kosten für Server bzw. Webspace, je nach Größe und eigenen Präferenzen, wieder herein bekommt und wenn nicht, ist es auch egal, es ist ein Hobby.

    Ein Hobby kostet Geld, wenn ich segeln gehe, zahlt mir niemand unsere Segelyacht, die Hafengebühren und bei Flaute den Sprit für den Motor. So gesehen ist Bloggen ein Hobby, dass die Kosten ggf. doch wieder “einspielen” kann.

    Wenn man nun seine Zahlen offen legt, dann ist es neben Ehrlichkeit, vielleicht doch ein bisschen Stolz, zu zeigen, so ganz sinnlos ist mein Hobby nicht. Aber eben nicht lächerlich von dem kleinen Blogger.Das heißt aber nicht, dass ich es gut finde, alle Zahlen zu veröffentlichen.

    Ich selbst halte Umsatzzahlen auch für mich (nicht alleine auf meine Blog bezogen, das wäre eh keiner Rede wert, sondern jene von sonstigen Beteiligungen und ähnlichem). Wie du schon schreibst, der Supermarkt um die Ecke gibt seine Zahlen auch nicht an der Tür bekannt, es sei denn der Supermarkt ist eine AG oder EG, bzw. eine öffentliche Einrichtung, dann kann ich die Zahlen in der Zeitung lesen.

    Aber so gesehen, ist die Veröffentlichung aller Umsatzahlen von Bloggern – egal, ob “Topblogger” oder “Miniblogger” – lächerlich.

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  5. Majeres

    Die Einnahmen meine(r)s Blogs hatte ich ein Weile auch veröffentlicht und es irgendwann eingestellt. Zu oft musste ich im Netz lesen, dass andere wegen ihrer Einnahmen von Neidern angepöbelt wurden. Mit ein paar wenigen BloggerfreundenInnen tausche ich mich noch darüber aus, aber im Blog selbst wird es nix mehr darüber geben.

    Gut Geld verdienen kann man sicherlich, da kann ich allen hier nur zustimmen. Es liegt einzig an der Person selbst, die hinter dem Blog steht. Fleiß und Durchhaltevermögen sollte man mitbringen, wenn man mehr als ein Taschengeld am Ende des Monats haben möchte.

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  6. Philipp

    Ich liebe dieses Thema 🙂 Anfänglich war ich ja auch so naiv, zu glauben das husch di husch die Moneten zu mir rüber fliegen würden, hihi. Auf jeden Fall hat mich dein Artikel dazu inspiriert, das Thema auf meine eigene Art und Weise zu zu verarbeiten.

    Und wer glaubt, ohne massiven Zeiteinsatz aus den Pötten zu kommen, der wird noch seinen Spaß haben 😉 Da gebe ich dir vollkommen recht. Und da ich das Thema freie Zeit auf mittlere Sicht abhaken kann, kann ich auch ganz unbefangen bloggen 😛

    Um mich zu outen, ich finde es auch nicht so peinlich, wenn einer seine -wenn auch geringen Einnahmen- veröffentlicht. Hilft alles, die zig Kriterien besser zu verstehen. Da war doch mal was mit der sich gegenseitig helfenden Bloggergemeinde? Ich glaube, ich würde es auch posten, wenn es denn mal soweit wäre.

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