Artikelformat

So wird dein Blog zur Marke

Es gibt viele Wege, neue Leser zu gewinnen. Doch ein Besucher, der nie zurückkommt, ist nicht so viel wert wie ein Stammleser. Um wiederkehrende Leser zu gewinnen, muss dein Blog zur Marke werden. Deine Leser müssen sich an dich erinnern können und ein bestimmtes Bild mit dir verbinden.

Etwa vierzig Prozent meiner monatlichen Leser besuchen meinen Blog nicht zum ersten Mal. Diese Quote ist im Verlauf der Zeit – trotz steigender Besucherzahlen – ziemlich konstant geblieben. Das heißt, jedes Mal, wenn ich neue Leser erreiche, bleibt ein Teil davon hängen und kommt regelmäßig vorbei. Mit den folgenden 12 Tipps möchte ich Dir helfen, deinen Blog zur Marke zu machen.

1. Wähle einen markenfähigen Namen

Der Name deines Blogs sollte „markenfähig“ sein, das heißt nicht zu generisch. Für Suchmaschinen bedeutet das: „Suchmachine“ ist sehr allgemein, „Bing“ taugt hingegen zur Marke. Ein ähnliches Kriterium ist Unterscheidbarkeit. Dein Name sollte sich von den 08/15-Blogs abheben.

2. Erstelle ein Logo

Nicht nur der Name muss wiedererkennbar sein, sondern auch deine Website selbst. Investiere in ein Logo! Es muss nicht das schönste Logo der Welt sein, aber ein Logo ist etwas Konstantes, das man leicht wiedererkennt.

In den ersten Monaten hatte ich nur einen Schriftzug im Kopfbereich meiner Website stehen. Doch seit ich ein Logo und eine Grafik verwende, wirkt mein Blog wesentlich professioneller. Das hat mich etwa 20 Euro gekostet, es geht aber auch günstiger. Höre dich in Deinem Bekanntenkreis nach einem Webdesigner um, der dir ein einprägsames Logo erstellen kann – oder frage andere Blogger, woher sie ihre Logos haben.

Es gibt auch Plattformen wie Designenlassen oder 99designs. Eine Alternative sind Freiberufler-Plattformen wie Freelancer oder Upwork.com, wo Grafiker aus aller Welt auf Deinen Auftrag warten. Auch mit der Billigplattform Fiverr konnte ich sehr gute Erfahrungen machen, was die Erstellung eines schönen Logos betrifft.

3. Verwende wiederkehrende Farben

Überlege dir ein Farbschema für deinen Blog. Ein oder zwei markante Farben (die zusammenpassen) helfen dem Leser, dich in Erinnerung zu behalten.

4. Verwende stets das selbe Foto

In deinem Blog muss in jedem Fall ein Foto von dir zu finden sein – und zwar auf jeder Seite! Am besten platzierst du dein Foto in der Sidebar. Wähle ein aussagekräftiges Foto, und dieses verwendest du dann überall! Auf deiner „Über mich“-Seite, in deinen eBooks, in den sozialen Netzwerken und wenn du Gastartikel schreibst: Verwende dieses Foto!

Natürlich kannst du es irgendwann auch mal austauschen, aber verwende auf allen Kanälen möglichst das gleiche Foto. Das erhöht den Wiedererkennungswert enorm. Nicht, dass du groß auf Ruhm aus sein solltest, aber das Foto bleibt im Gedächtnis.

5. Verbreite deine Marke

Verwende deine Marke überall. Trau dich, deine Marke in den Mittelpunkt zu stellen. Sie gehört in jedem Fall in deine E-Mail Signatur, in deine Social-Media-Profile und auf deine Visitenkarten natürlich auch. Verteile deine Marke, wo es nur geht (und sinnvoll ist).

6. Erstelle eine „Über mich“-Seite

Ein großer Anteil der neuen Besucher wird deine „Über mich“-Seite besuchen, um zu erfahren, wer den Blog schreibt. Diese Seite gehört bei einigen dauerhaft zu den zehn meistbesuchten Seiten. Mach dir also Gedanken darum! Schreibe auf, was du mit deinem Blog aussagen willst. Warum schreibst du diesen Blog? Und wem helfen deine Inhalte? Deine „Über mich“-Seite sollte sich mindestens so sehr um deine Leser drehen, wie um dich selbst.

Eine „Über mich“-Seite sollte mehrfach überarbeitet werden. Alle paar Monate solltest du daran sitzen und neue Ideen einbringen, wie du sie besser gestalten kannst. Das solltest du auf jeden Fall machen. Es ist immerhin eine deiner am häufigsten besuchten Seiten!

Auf folgender Seite erfährst du was eine gute „Über mich“-Seite ausmacht: Affenblog.

7. Schreibe konsistente Inhalte

Eine Marke ist nicht nur etwas Optisches. Deine Leser verbinden mit dir bestimmte Themen und einen eigenen Schreibstil. Wenn sie das nicht können, werden sie nicht so gerne wiederkommen. Finde also beim Schreiben deine eigene Stimme und dann bleibe dabei. Gib deiner Zielgruppe die Chance, dich zu finden und dann bei dir zu bleiben.

Das mag dir naheliegend erscheinen, und doch machen es viele Blogger falsch. Manchmal ist es verlockend, über dies oder jenes zu schreiben, was dich gerade bewegt. Doch nicht alles gehört in deinen Blog. Weiche nicht ständig von deiner Nische ab.

Auch deine eigene „Stimme“ gehört zu deiner Marke. Wenn du diese gefunden hast, solltest du deinen Stil nicht mehr ständig ändern, sonst fühlt sich bald niemand mehr angesprochen.

8. Sei überall

Der bekannte US-Blogger Pat Flynn schwört auf eine Strategie, die er “Be everywhere” nennt. Er möchte auf möglichst vielen Kanälen präsent sein, so dass seine Zielgruppe gar nicht die Chance erhält, ihn zu übersehen.

Schreiben ist schön und gut. Du kannst dich schriftlich vielleicht besser ausdrücken als mündlich, Du kannst dir Zeit lassen und ganz genau formulieren, was du sagst.

Und trotzdem fehlen beim Schreiben noch etliche Kommunikationsebenen. Deine Stammleser wollen dich besser kennenlernen. Sie wollen auch mal deine Stimme hören oder dich sehen. Nutze daher die Möglichkeiten, dich zu zeigen. Nimm mal an einem Podcast-Interview teil (oder mache deinen eigenen Podcast) oder nutze eine Gelegenheit, dich in einem Video zu präsentieren (oder erstelle deine eigenen Videos).

9. Sei einzigartig

Als Marke musst du dich von deinem Umfeld unterscheiden. Wenn alle gleich sind, gibt es keine Marken. Überlege dir daher, wie du dich von allen anderen abheben kannst. Die Einzigartigkeit kann alle bereits genannten Aspekte betreffen. Du kannst dich mit einem außergewöhnlichen Design unterscheiden, oder mit einem auffälligen Foto, mit einem Podcast oder mit sehr individuellen Texten. Es ist wichtig, dass du nicht in der Masse der Blogger untergehst.

10. Sei du selbst

Wenn du einfach du selbst bist, ist das schon eine Garantie für Einzigartigkeit, denn niemand ist genau wie Du. Aber die meisten Menschen neigen dazu, sich zu verstellen. Im Internet ist das besonders leicht, da wir hier die Kontrolle darüber haben, wie wir uns präsentieren. Wir können stundenlang an Texten feilen oder unsere Fotos manipulieren. Dein Blog kann jedoch nicht zur Marke werden, wenn du nicht möglichst viel von dir selbst zeigst. Er wäre nicht authentisch, und das spürt der Leser. Und spätestens wenn du andere Blogger oder gar deine Leser triffst, werden sie merken, wie weit deine Internetidentität von deiner wahren Identität abweicht.

11. Biete eine hohe Qualität

Mit einer Marke verbinden Konsumenten immer Qualität. Nicht umsonst können Markenhersteller für ihre Produkte wesentlich höhere Preise durchsetzen. Das Prinzip kannst du auf deinen Blog übertragen. Wenn deine Inhalte schlecht geschrieben, schlecht recherchiert oder einfach uninteressant sind, wirst du keine großen Erfolge feiern und schon gar kein Geld verdienen. Qualität ist also eine grundlegende Voraussetzung, um deine Leser an den Blog binden zu können.

12. Denke langfristig

Eine Marke entsteht nicht in wenigen Wochen, und je länger sie ihr Markenversprechen einhält, desto stärker wird sie. Daher musst du langfristig denken. Kompromittiere nicht deine Ansprüche an dich selbst für kurzfristige Erfolge, denn so kannst du in kürzester Zeit wieder einreißen, was du lange aufgebaut hast. Behalte deine großen Ziele im Blick, und vor allem: Halte durch!


Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.