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Corporate Blogs für die Public Relations Reputation

Corporate Blogs sind eine wunderbare Möglichkeit zur Ergänzung deiner PR Strategie. Doch es gibt eine goldene Regeln: Lass nicht die Werbetexter bloggen. Ein Blog mit sterilen an Pressemitteilungen erinnernden Texten hat in der Blogosphäre keine Chance!

Kopiere nicht deine Promotion Kampagne 1 zu 1 in den Blog, sondern erläutere die Hintergründe und liefere weiterführende Informationen. Der Schreibstil sollte persönlich und mit einem einfach Call-To-Action gespickt sein, welcher zur Interaktion führt, zum Beispiel durch Kommentare.

Welche Ziele hat ein Corporate Blog?

Das primäre Ziel eines Corporate Blogs ist natürlich das eigene Ansehen zu steigern. Doch nicht nur Reputation und Glaubwürdigkeit. Durch das direkte Feedback aus den Kommentaren der Besucher lassen sich wertvolle Rückschlüsse darauf ziehen was die Kunden interessiert und welchen Ideen für zukünftige Angebote sie aufgeschlossen gegenüber stehen. Dazu kommt noch die Möglichkeit Stellung zu aktuellen Diskussionen zu beziehen.

Fassen wir also zusammen, du kannst:

  • Deine Reputation verbessern
  • Kunden zur Interaktion bewegen
  • Feedback für aktuelle und geplante Produkte gewinnen
  • Weiterführende Informationen veröffentlichen
  • Auf Kritik reagieren und auf positive Berichte hinweisen

Ist das nicht viel zu gefährlich?

Natürlich besteht die Möglichkeit, dass einige Leser kritische Beiträge hinterlassen. Doch diese Meinungen gibt es so oder so und bevor sie in den Weiten des Webs veröffentlicht werden, wo du sie nicht kontrollieren kannst, solltest du froh sein, die negativen Kommentare im eigenen Blog bündeln zu können. Denn nur hier, auf der eigenen Website, hast du völlige Freiheit bei der Reaktion auf negatives Feedback. Der beste Weg ist den Dialog zu suchen und direkt unter jeden negativen Kommentar einen eigenen zu stellen welcher die gegen dich verwendeten Argumente entkräftet oder anders auslegt.

Eine weitere Möglichkeit, die jedoch mit Vorsicht genossen werden sollte, ist das Erstellen gefakter Kundenkommentare. Das bedeutet, dass du nicht als Herr Müller von der XYZ AG & Co KG kommentierst, sondern dich unter falscher Identität als Kunde ausgibst und aus dieser neutralen Position heraus auf den Kritiker reagierst. Bei absolut aus dem Ruder gelaufenen Kommentare besteht natürlich auch die Option sie zu löschen oder gar nicht erst freizuschalten. Dies sollte jedoch nur im Notfall getan werden.

Das wirkliche Risiko liegt nicht bei den Kommentatoren, sondern bei den Autoren. Durch langweilige Berichte könnte das Blog in der Bedeutungslosigkeit verschwinden doch wesentlich gefährlicher wäre es, wenn ein Schwindel auffliegt.

Ein Beispiel für eine solche Panne ist das Wal-Marting Across America Blog, in welchen Angeblich ein Pärchen darüber berichtet hat wie sie durch die USA gereist sind und nur auf Wal-Mart Parkplätzen kampiert haben. Jeder Wal Mart wurde dann natürlich fotografiert und es gab Interviews mit Mitarbeitern. Es stand jedoch nirgendwo, dass das Blog zu Edelman gehört, welche für die Public Relations von WM zuständig sind. Als das herauskam gab es einen Sturm der Entrüstung quer durch alle Blogs und der Ruf von WM ist in den Keller gerutscht.

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