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Dofollow & Nofollow – Was ist der Unterschied und wie wird es eingesetzt?

Was ist dofollow bzw. nofollow überhaupt? Wozu wird es benötigt, wie wird es eingesetzt und was für Konsequenzen ergeben sich daraus? Bei einigen sorgt der Rummel um das Linkattribut für Verwirrung, manche wissen vielleicht noch wenig oder nichts davon. Diese ausführliche Erklärung mit Hintergründen dürfte Abhilfe schaffen.

Heute möchte ich auf den Unterschied zwischen dofollow und nofollow und die diversen Einsatzmöglichkeiten eingehen, da diese Thematik in meinen Augen auch immer wieder für Verwirrung sorgt. Und natürlich wird es auch einige geben, die gar nicht wissen, was mit dofollow und nofollow überhaupt gemeint ist und wie es eingesetzt werden kann. Zu allererst sollte erwähnt sein, dass es dofollow gar nicht wirklich gibt. Der Begriff dofollow wird vor allem dazu verwendet, um auf den Verzicht von nofollow aufmerksam zu machen. Wenn also jemand von dofollow spricht, dann meint er damit schlicht und ergreifend, dass kein nofollow zum Einsatz kommt.

Was ist Nofollow?

Nofollow ist ein Attribut, das den Suchmaschinen die Anweisung geben soll Links nicht zu folgen. Wenn ein Suchmaschinenbot eine Webseite crawlt, dann sollte dieser im Idealfall Links, die mit nofollow markiert sind, nicht folgen.

So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit über den entsprechenden Meta Tag die Suchmaschinen anzuweisen gar keinen Links auf dieser Webseite zu folgen:

Das Link Attribut nofollow

Weiter gibt es die Möglichkeit mit dem entsprechenden nofollow Attribut die Suchmaschinen zu bitten, einzelnen Links nicht zu folgen. Ich habe hier absichtlich “zu bitten” geschrieben, denn in meiner Erfahrung folgen Suchmaschinen solchen Links durchaus. Ein Link, der diese Bitte enthalten soll, sieht in HTML wie folgt aus:

Der entsprechende dofollow Link dagegen würde so aussehen:

Wie du siehst, ist dofollow nichts anderes als die Beschreibung für einen Link, bei dem das nofollow Attribut fehlt. Ein entsprechendes Attribut für dofollow gibt es nicht.

Google und nofollow

Google gibt in seinen Webmaster-Tools Hilfethemen ausführliche Informationen zu den Richtlinien zur Kennzeichnung von Links mit nofollow. So sollen nicht vertrauenswürdige und vor allem auch bezahlte Links mit nofollow gekennzeichnet werden. Auch kann nofollow zum Einsatz kommen, um das Crawlen zu priorisieren, also dem Suchmaschinenbot mitzuteilen, dass er den nicht mit nofollow gekennzeichneten Links mit höherer Priorität folgen soll.

Gerade letzteres zeigt auch schön, dass die Suchmaschinen mit nofollow gekennzeichneten Links durchaus folgen. Meiner Erfahrung nach zählen diese Links auch für die Backlinkstruktur und Bewertung der verlinkten Seiten. Im Vergleich zu dofollow Links gibt es aber ein paar Ausnahmen in der Behandlung der Links:

  • Nofollow Links vererben keinen Pagerank
  • Der Linktext eines nofollow Links wird nicht zur Rankingberechnung der verlinkten Seite herangezogen.

Der PageRank und nofollow

Pagerank wird “vererbt”. Ist auf einer Seite mit Pagerank (z. B. PR3) ein Link zu mir vorhanden, so wird dies Auswirkungen auf den Pagerank meiner Seite haben. Ist dieser Link zu mir mit nofollow gekennzeichnet hat dies keine Auswirkung auf den Pagerank meiner Seite.

Der Linktext und nofollow

Der Linktext ist der Text, der als Link zu sehen ist. In HTML sieht der Linktext z. B. so aus:

Der Linktext der verlinkten Seite wird zur Berechnung des Rankings dieser Seite bei den im Linktext verwendeten Wörtern (Keywords) verwendet. Ist der Link mit nofollow gekennzeichnet, so wird der Linktext nicht zur Berechnung des Rankings der verlinkten Seite mit einbezogen.

Gerade in Bezug auf bezahlte Links stellen diese zwei Punkte, PageRank und Linktext, ein wichtiges Kriterium zur Kennzeichnung mit nofollow dar. Es soll damit verhindert werden, dass PageRank sowie auch gute Ranking-Positionen gekauft werden können. Siehe z. B. auch: Blog Artikel kaufen: der Handel mit bezahlten Artikeln. Wer gekaufte Links nicht mit nofollow kennzeichnet hilft mit, den Pagerank sowie auch die Suchmaschinenpositionen der verlinkten Seiten zu manipulieren. Wenn dies raus kommt, erhebt Google die PR0 Strafe für Verkäufer wie auch Käufer.

Die Suchmaschinenoptimierung und nofollow

Für die Suchmaschinenoptimierung ist die Kennzeichnung von Links mit nofollow gelinde gesagt ein Alptraum (zumindest für die meisten SEOs). SEO hat in der Regel die Beeinflussung von Suchmaschinenpositionen zum Ziel und dafür wird der Linktext verwendet. Dieser zählt bei nofollow Links aber nicht.

Trotzdem zählen nach meiner Erfahrung nach auch mit nofollow gekennzeichnete Links für die Suchmaschinenoptimierung. Und zwar über die Backlinkstruktur. Ein Link ist immer noch ein Link und stärkt die Backlinkstruktur der verlinkten Seite und macht diese Seite damit im Gesamten stärker. Auch wird heute in SEO Kreisen davon gesprochen, dass eine gute und gesunde Backlinkstruktur auch mit nofollow gekennzeichnete Links benötigt.

Wer also meint einen Kommentar SEO Spammer mit nofollow zu bestrafen, der irrt. Könnte durchaus sein, dass dieser sich ins Fäustchen lacht und sich über diesen nofollow Link freut. Denn ein Link ist immer noch ein Link und die einzige wirklich Strafe für einen Kommentar Spammer ist kein Link.

WordPress und nofollow

Last but not least möchte ich noch kurz auf nofollow in Bezug auf WordPress eingehen. Im Standard verwendet der gesamte Kommentarbereich von WordPress die Kennzeichnung aller Links mit nofollow. Wer dies nicht möchte, der setzt Plugins oder manuelle Programmierungen ein, um die nofollow Kennzeichnung zu entfernen.

Schlusswort

Die Kennzeichnung von Links mit nofollow ist grundsätzlich nichts Schlechtes. Sie ist aber auch nicht wirklich förderlich, so dass die Entscheidung dofollow oder nofollow in einem Blog jedem selbst zu überlassen ist. Dofollow hat genauso seine Vor- und Nachteile wie nofollow. Es gibt sich hier nicht viel, denn auch Suchmaschinen sind nicht dumm und entwerten nicht grundsätzlich alle Links eines WordPress-Standard Blogs. Sie bemerken, dass hier alles grundsätzlich gekennzeichnet ist und ziehen ihre eigenen Schlüsse und Vorgehensweisen daraus.

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