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Domain-Ranking: Ist der Domainname ein wichtiger Rankingfaktor?

Beim Thema Suchmaschinenoptimierung gibt es jede Menge Dinge zu beachten. Onpage- und Offpagefaktoren ergänzen sich und sind beidermaßen wichtig, obwohl die Skala natürlich gelegentlich stärker nach unten oder oben ausschlägt. Ein Fall, bei dem das deutlich passiert, ist der Rankingfaktor Domainname.

Ist der Domainname nun wichtig oder nicht?

Domainnamen sind wichtig. In vielen Fällen beschreiben sie ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Firma. Allerdings ist die “Beschreibung” nicht immer glücklich gewählt. Vor allem Firmen haben sinnigerweise oft ihren Namen als Domain – logisch, kannte man viele Firmen schon vor dem Internetzeitalter. Man sollte aber stets daran denken: Allein ein gutes Branding reicht nicht immer. Der Rankingfaktor Domainname ist recht stark – speziell bei neuen Gründungen macht es Sinn, die eigentliche Tätigkeit einer Firma (oder den Nutzen eines Projekts) im Domainnamen zu beschreiben.

Beispiel Facebook, Google oder Twitter. Genau wie eBay sind diese Internetseiten meilenweit davon entfernt, auch nur ansatzweise irgendwas über ihren eigentlichen Inhalte im Domainnamen zu verraten. Bei 1,3 Milliarden Backlinks kann man den Rankingfaktor Domainname allerdings auch getrost vernachlässigen. All die anderen Projekte da draußen, die auf eine solche Verlinkung eher nicht hoffen können, sollten zu anderen Maßnahmen greifen.

Keywords gehören daher in den Domainnamen. Das hat spätestens dann Vorteile, wenn man wieder an die schon genannte Verlinkung denkt. Will man eine Internetseite, die das Keyword im Domainnamen trägt, verlinken, dann erfolgt die Verlinkung natürlich in vielen Fällen gleich mit dem Keyword. Warum? Viele Menschen sind bequem und handeln nach dem Prinzip “Copy & Paste”: Meist wird die gesamte URL in der Adresszeile des Browsers per Maus markiert, kopiert und (sofern sie nicht zu lang ist) 1 zu 1 als Link (und somit auch als Ankertext) genutzt. Der Rankingfaktor Domainname ist also nicht zu unterschätzen. Besonders bei Nischenprojekten ist er so gut wie unverzichtbar.

Verhelfen Domainnamen zu besseren Suchmaschinen-Rankings?

Im Kampf um die vorderen Plätze in den Suchmaschinen-Rankings glauben viele Webmaster daran, dass Domains, die relevante Suchbegriffe beinhalten (also z. B. www.spanien-reise.info), einen Einfluss auf die Rankings haben. In der Realität ist dieser Einfluss aber relativ gering.

Um zu verstehen, warum dieser Glaube fortbesteht, muss man einen Blick auf die Ranking-Mechanismen von Google & Co werfen. Es ist bekannt, dass diese die Links zu einer Website analysieren: Verweisen viele andere Website auf Website X, muss diese insgesamt relevanter sein, als eine Website mit nur wenigen Links.

Zusätzlich analysieren Suchmaschinen aber auch die jeweiligen Link-Texte. Wenn die Website X also für den Suchbegriff „Steuerberater Köln“ gut ranken möchte, ist es hilfreich, wenn andere Website mit diesen Suchbegriffen auf sie verlinken, also z. B. so:

Wenn du nun über eine Domain verfügst, die die Suchbegriffe beinhaltet (z.B. www.steuerberater-koeln.info), ist es wahrscheinlich, dass man mit den richtigen Suchbegriffen auf dich verlinkt. Der Effekt ist also weniger der Domain, als der Verlinkung zuzuschreiben.

Schlusswort

Zu überdenken ist auch die Strategie vieler Webmaster, mehrere Domains zu schalten, um bessere Rankings für spezifische Suchbegriffe zu erhalten. In der Praxis funktioniert das nämlich nur, wenn unter den jeweiligen Domains auch verschiedene Inhalte abzurufen sind und die einzelnen Domains gut verlinkt sind. Falls unter mehreren Domains nämlich identische Inhalte abgelegt sind, werden die meisten Suchmaschinen diese als „Mirror Site“ einstufen und schlichtweg ignorieren.

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