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Domainbewertung: Wie stelle ich die Stärke und den Wert einer Domain fest?

Nachdem gestern ein etwas langatmiger Artikel darüber erschienen ist, woher man PBN-taugliche Domains beziehen kann, möchte ich heute darauf eingehen, wie du ein akkurates Urteil über die Stärke jener Domains fällen kannst.

Nur die Quellen zu kennen, reicht natürlich nicht aus! Du musst dennoch filtern und die richtigen Domains ausfindig machen. Ansonsten endest du mit schwachen und untauglichen Domains.

Zu betrachtende Faktoren

Folgende Faktoren sind von Relevanz:

Metriken wie TF / CF (von Majestic) oder DA / PA (von Moz) habe ich hier bewusst nicht in die Liste aufgenommen, da diese letztendlich nicht verlässlich darüber Aufschluss geben, wie stark eine Domain wirklich ist, sondern lediglich zur groben Orientierung verwendet werden dürfen.

Jegliche Metriken und Versuche, Googles PageRank nachzustellen bzw. einzuschätzen, sind meist weit von der Wahrheit entfernt (da sie nur wenige oberflächliche Faktoren miteinbeziehen) und leicht zu manipulieren sind. Also verlass dich nicht darauf, dass eine Domain mit bloßen TF / CF-Werten von 30 / 25 (was zunächst super ausschaut) auch wirklich ihr Geld wert ist.

Was wirklich zählt

Die totale Backlinkanzahl sollte so hoch sein, dass durch den Wegfall von ein paar Backlinks (was im Laufe der Monate / Jahre natürlich vorkommen wird) beispielsweise nicht direkt das gesamte Linkprofil halbieren wird. Also solltest du hier definitiv 50+ Backlinks anvisieren.

Verweisende Domains sind vor allem in Kombination mit der Backlinkanzahl zu betrachten. Sie sollten sich gewissermaßen die Waage halten. Ergo es sollten nicht alle Backlinks von bloß einer Domain stammen, sonst gehst du das gleiche Risiko wie mit einer geringen Anzahl an Backlinks ein. Weist die Domain also 50 Backlinks auf, sollten es mindestens 15 verweisende Domains (RD) sein. Besser über 20.

Der oft vergessene aber fast wichtigste Faktor: Das Vorhandensein von „Authority Backlinks“ (Links von Seiten wie Wikipedia, Bild.de, Zeit.de, Spiegel Online, etc.). Denn das sind die Links, die auf die eigene Seite zeigen sollten, falls du dich ebenfalls als Autorität in den SERPs etablieren möchtest. Bild & Co. haben das nämlich schon geschafft – in den Augen von Google zählen sie zu den Seiten, die pauschal vorne in den SERPs platziert werden, auch wenn eine individuelle Unterseite mal minderwertigen Content oder keine Backlinks aufweisen sollte. Über mindestens einen, besser mehr als drei, solcher Links (nicht unbedingt vom Bild-Kaliber) sollte eine gute PBN-Domain bestenfalls verfügen.

Und letztendlich ist auch die Vergangenheit, und vor allem was während dieser Vergangenheit auf der Domain vorhanden war, relevant. Zum einen sollte die Domain über fünf Jahre alt sein (nicht zwingend notwendig) und zum andern sollten jegliche Checks mithilfe eines Wayback-Checkers wie der von Archive.org keinen Spam ans Licht bringen. Weder für SEO-Zwecke noch für generell minderwertige Inhalte sollte die Domain in der Vergangenheit verwendet worden sein.

Faustregel zum Abschluss

Zu guter Letzt eine hilfreiche Regel: Je wahrscheinlicher es ist, dass die Seite als gewöhnliche Seite gedient hat, das heißt ohne SEO-Involvierung, desto wertiger ist sie auch. Vorausgesetzt die obigen Faktoren werden dennoch in die Analyse miteinbezogen.

Weitere Faktoren:

  • Anchor Text (Ratio) – Sollte nicht für SEO-Zwecke missbraucht worden sein
  • Domainname – Je mehr er eine legitime Seite (wie z. B. hansmaier.de) andeutet, desto besser (da SEO-Spam bei solchen Seiten unwahrscheinlicher ist)

Du kannst aber auch gerne deine Vorgehensweise in den Kommentaren beschreiben und vor allem, was du anders machst / bewertest.

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