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Google-Algorithmus: Was kann er und wie clever ist er wirklich?

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Es war einmal vor langer Zeit, damals als Yahoo noch mehr Webkatalog als Suchmaschine war, da funktionierten Suchmaschinen noch sehr einfach. Die Suchmaschine zählte nämlich einfach wie oft ein bestimmtes Wort im Seiteninhalt vorkam und platzierte die Seite dementsprechend. Wollte man also für einen Suchbegriff besonders gute Platzierungen erreichen, musste man dieses Wort nur oft genug im Seitentext erwähnen. Nun kann man sich vorstellen, dass dies zu besonders “originellen” mit Suchbegriffen überfrachteten Texten führte, die kein Mensch lesen wollte.

Da begab es sich, dass einige Suchmaschinenoptimierer eine tollkühne Idee hatten. Wie wäre es denn, wenn man weißen Text auf weißem Hintergrund schreiben würde? Eine tolle Idee, doch bald wurden auch die Suchmaschinen cleverer und erkannten diesen und ähnliche Tricks sehr schnell. Den größten Durchbruch in Puncto Cleverness erzielte eine damals noch völlig unbekannte Suchmaschine, ihr Name: Google.

Das Ziel: Natürlichkeit

Das Geheimnis lag in der Art und Weise wie Google den Rang einer Webseite für bestimmte Suchbegriffe ermittelte und auch heute noch ermittelt. Der zugrundeliegende Algorithmus versuchte erstmals durch eine Art natürliches Empfehlungssystem die am besten passende Website für eine Suchanfrage zu finden. Diese Natürlichkeit sollte dabei Empfehlungen im wahren Leben nachempfinden. Dieser Algorithmus wurde von Google kontinuierlich weiterentwickelt und erlebte mit Panda und Pinguin seine aktuellsten Updates. Heute mehr denn je ist es bei der Suchmaschinenoptimierung wichtig, sein Handeln mit einer einfachen Frage zu kontrollieren: Sieht das was ich mache bzw. vorhabe zu machen in den Augen einer Suchmaschine natürlich aus? Im Folgenden will ich dir einige Analogien aufzeigen, die dir beim Beantworten dieser Frage behilflich sein können.

Stell dir vor, du bist in eine neue Stadt gezogen und benötigst einen neuen Hausarzt. Wie gehst du vor, um wirklich den Besten zu finden? Du kannst dich auf die Empfehlungen anderer Menschen verlassen und z. B. 100 Leute nach ihrer Meinung fragen. Dies entspricht quasi der Anfrage an die Suchmaschine. Jede Antwort der 100 Menschen wird gleichwertig als eine Stimme, also eine Empfehlung, für einen bestimmten Arzt gewertet. Der Arzt mit den meisten Stimmen “gewinnt”. Bei Google funktioniert das Suchen nach einer Antwort auf deine Suchanfrage ganz ähnlich. Es werden jedoch keine Menschen gefragt, sondern “Empfehlungen” von Webseiten eingeholt. Bei diesen Empfehlungen handelt es sich um Backlinks. Wenn also eine Webseite auf eine andere verlinkt, wertet Google dies als eine Empfehlung. Für was diese Empfehlung genau ausgesprochen wird hängt dabei vom Linktext ab, also z. B. “bester Hausarzt”.

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Wir wollen das Ergebnis etwas verfeinern und fragen die 100 befragten Personen zusätzlich nach ihrem Beruf. Warum? Ganz einfach: Wenn jemand beruflich mit der gesuchten Thematik zu tun hat, zählt sein Urteil etwas mehr. Wenn also eine befragte Person selber Arzt oder vielleicht Arzthelfer ist, zählt seine Stimme doppelt. Ganz ähnlich funktioniert das bei Google, zum einen wird berücksichtigt, ob die Empfehlung von einer thematisch passenden Seite kommt und zum anderen haben auch hier manche Seiten eine höhere Gewichtung als andere. Die Gewichtung von Webseiten wird u. a. durch den Page Rank und Trust Rank ausgedrückt aber auch die Autorität einer Seite beeinflusst dessen Bewertung.

Gehen wir davon aus, dass du einen der befragten Menschen persönlich kennst und ihm deshalb mehr Vertrauen schenkst als einem Fremden. Auch dies wird deine Entscheidung maßgeblich beeinflussen. Google kennt ebenfalls das Bewertungskriterium Vertrauen und lässt dieses in seinen Algorithmus einfließen. Vertrauen gewinnen Webseiten zum Beispiel, wenn veröffentlichte Inhalte redaktionell geprüft werden und somit einen bestimmten Qualitätsstandard erfüllen.

Variantenreichtum ist das A & O

Kommen wir zurück zum eigentlichen Thema, der Natürlichkeit. Wir sehen uns die Antworten der Befragten etwas genauer an und stellen fest, dass wir von 30 Personen eine Empfehlung für einen Arzt bekommen haben. Sie taten dies jedoch alle mit dem selben Wortlaut. Alle sagten Sie wortwörtlich “Wir empfehlen dir Dr. Mustermann, weil er ein sehr erfahrener Arzt ist, der sehr gut auf seine Patienten eingeht.” Es ist schon sehr ungewöhnlich, ja schon unnatürlich, wenn dir so etwas begegnen würde. Wenn Google die Empfehlungen (Backlinks) von Webseiten analysiert und feststellt, dass dies auffällig oft mit demselben Linktext erfolgt, ist dies ein deutliches Warnsignal und wird seit dem Panda-/Pinguin-Update entsprechend bestraft. Wenn du also Verlinkungen zu deinen Webseiten aufbaust, variiere den Verlinkungstext deutlich.

Bleiben wir beim Beispiel der Arztpraxis und gehen davon aus, dass es sich um eine heute eröffnete Praxis handelt, die am Eröffnungstag 30 Patienten behandelt hat. Wenn sich von unseren 100 Befragten 50 für diesen Arzt bzw. diese Praxis aussprechen würden, würde auch dies sehr verdächtig sein, denn wie können mehr Menschen eine Empfehlung aussprechen als überhaupt in der Praxis waren? Überträgt man diese Analogie auf die Suchmaschinenoptimierung so ergibt sich die Erkenntnis, dass insbesondere neue Webseiten aber auch Seiten die bisher sehr wenige Backlinks haben nicht von heute auf morgen künstlich mit sehr vielen Backlinks “optimiert” werden dürfen. Bei solchen Voraussetzungen empfiehlt sich ein behutsamer Aufbau von Backlinks. Je länger die Praxis besteht desto mehr Empfehlungen wird sie nach und nach erhalten, dies entspricht dem natürlichen Anwachsen von Backlinks. Publiziert der Arzt in Fachzeitschriften oder verfasst vielleicht selbst verschiedene Fachbücher, wird er sich den Status eines Spezialisten, einer Autorität auf seinem Fachgebiet erarbeiten und in der Konsequenz mehr Patienten erhalten. Selbige Taktik ist auch für Webseiten sehr empfehlenswert, versuche für dein Themengebiet eine Autorität zu werden – schreibe viel guten Content, schreibe gute Beiträge als Gastblogger – und auch Google wird dies durch deutlich bessere Rankings belohnen.

Google hat mit seinen Updates Panda und Pinguin ein deutliches Zeichen gesetzt und achtet mehr denn je auf Warnsignale die auf unnatürliches SEO hinweisen. Plane daher dein Vorgehen bei der Optimierung deiner Seiten gründlich und stell dir immer die Frage, ob deine SEO-Maßnahmen aus Sicht einer Suchmaschine natürlich aussehen. Versuche – wie im Artikel verdeutlicht – Analogien aus dem Alltag zu finden, um dir diese Frage zu beantworten.

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