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Google Quality Guidelines: Was hat es mit dem Quality Score, EAT und YMYL Seiten auf sich?

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Dass Google die Qualität jeder einzelnen Website im Netz auf Content Ebene prüft ist erst seit Juli 2014 offiziell bekannt. Das liegt daran, dass Google dann das Patent „Processing webpages based on content quality“ zugesprochen bekommen hat, welches im März 2012 eingereicht wurde. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, welche Auswirkungen dies auf Webmaster hat und wie die Qualitätsfaktoren aussehen.

Manueller vs. algorithmischer Content Quality Score

Die Qualitätsbewertung einer Website wird von den Google Quality Ratern vorgenommen, deren Guidelines komischerweise jedes Mal sofort geleakt werden, wenn Google sie updated. Ein Schelm… Version 5.0 der Google Quality Rating Guidelines „erschien“ einen Tag nach Vergabe des Patents für die breite Öffentlichkeit. In diesen Guidelines wird festgelegt, worauf die Quality Rater bei der Bewertung einer Website achten sollen und es ist davon auszugehen, dass Google diese Faktoren algorithmisch erfassen und auf andere Websiten automatisch zur Bewertung anwenden möchte oder dies bereits länger tut. Zwar wird in den Guidelines von „page“ und nicht „content“ Quality gesprochen, aber auch Quality Rater müssen den Content bewerten und zwar in den Kategorien „Main Content“, „Supplementary Content“ und „Advertisement“.

Bei dem manuellen Rating wird die Qualität auf einer Skala in 9 Schritten von „Lowest“ bis „Highest“ beleuchtet. Es erscheint wahrscheinlich, dass diese Skala auch für die algorithmische Bewertung herangezogen wird. Wie diese aussieht lässt sich anhand der Guidelines und anderer Google-Artikel der letzten Zeit ableiten. Doch bevor es ins Detail geht zunächst einmal eine Übersicht, wie Google heute Websites und deren Content einordnet.

Bewertungen von Websites anhand der Quality Rating Guidelines

Einer der wichtigsten Punkte für die Bewertung einer Website ist der Zweck einer Website. In einer idealen Google-Welt kreieren wir alle nur Websites, die einen bestimmten Zweck erfüllen.

Dadurch kann Google unsere Website auf qualitativer Ebene besser vergleichen, weil sie in Kontext zu anderen Websites mit dem gleichen Zweck gesetzt werden kann. In den Guidelines hält Google diese Konzepte recht grob und führt als Beispiele Unterhaltungsseiten, Blogs, Shops, Social Media, Filesharing Seiten u. ä. an. Konkreter wird es in dem Bereich der „Your Money or Your Life“ Seiten. Hier sind die Beispiele Online-Shops sowie Informationsseiten zu den Themen Medizin, Finanzen und Recht. Diese Seiten müssen eine besonders hohe Qualität vorweisen im Gegensatz zu zum Beispiel einer Informationsseite zur Blumenzucht oder einem Schokoriegelblog.

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Die 3 Content Bereiche

Die Qualität wird in den schon zuvor erwähnten drei Kategorien „Main Content“, „Supplementary Content“ und „Advertisement“ bemessen.

Main Content bezeichnet alles, was der Website hilft, ihren Zweck zu erfüllen. Klassischerweise sind das zunächst Texte, Bilder, Videos, Diagramme usw.; aber auch eine Reifensuche, ein Zinsrechner oder ein Flashgame können Main Content sein, wenn sie dem Zweck der Website dienen, ebenso User Generated Content, wie in beispielsweise Foren.

Main Content

Sobald der Main Content und gegebenenfalls Werbebanner außen vor sind, ist alles was übrig bleibt Supplementary Content. Dieser Content hilft indirekt den Zweck der Website zu erfüllen und hat als vorrangiges Ziel, die User Experience zu verbessern. Dazu zählen Faktoren wie die Navigation, Verlinkung verwandter Artikel, ähnliche Produkte, Bewertungen, Social Media Buttons o. ä.

Supplemental Content

Wenn von dem eigentlichen Zweck der Website damit abgelenkt wird, kann Advertisement dem Quality Ranking schaden. Ist Werbung aber so eingebunden, dass Sie dem Zweck der Website nicht entgegenläuft, hat sie keine Auswirkungen.

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Qualitätsberechnung der Website

Es gibt keine Faustformel, wie die Qualität einer Website berechnet wird, aber für eine hohes Rating muss mindestens eine der folgenden Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Die Website bietet qualitativ und quantitativ zufriedenstellenden Main Content
  • Die Website ist E-A-T (expert, authoritive, trustworthy) für das Thema
  • Die Website hat einen guten Ruf in der Branche

Sekundäre Werte für ein hohes Rating sind Faktoren wie Umfang der Website, gute User Experience, Fokus liegt auf Main Content oder eine regelmäßig gepflegte Website. Wird nur eines der genannten Kriterien als „low quality“ bewertet, kann dies zu einer Abwertung der gesamten Website führen.

Primäre Qualitätsfaktoren

Wie im vorigen Abschnitt erwähnt, gibt es drei primäre Faktoren für ein hohes Rating, die wir uns nun noch einmal im Detail anschauen.

Qualitativ und quantitativ zufriedenstellender Content

Um die Qualität der Website zu beurteilen, wird beim „Main Content“ geschaut, wie qualitativ und quantitativ zufriedenstellend der Content aussieht. Eine Informationsseite könnte zum Beispiel schon mit einem einfachen Text und einem Bild einen guten Artikel bieten.

Allerdings sind das eher die Grundvoraussetzungen und für ein Top Rating sollten zum Beispiel Listen, Diagramme, Videos oder ähnliche Elemente den Artikel weiter aufwerten. Vor allem wenn wir im Bereich „Your Money or Your Life“ angelangt sind, helfen diese Content-Elemente beispielsweise  Videos auf einer Medizinseite oder ein Kreditrechner auf einer Finanzseite. Alternativ können wir uns das Beispiel eines Shops anschauen. Benötigt werden hier eigentlich nur:

  • Produktname
  • Produktbilder
  • Produktbeschreibung
  • Preis
  • Kaufen Button

Wer aber ein wirklich gutes Rating erlangen möchte, kann dies noch weiter anreichern und dem Kunden passende Informationen wie Verfügbarkeit, Rückgabeinformationen, Testimonials, Bezahlarten usw. anbieten. Wichtig ist, dass der Content genau auf den Zweck der Website ausgerichtet ist.

Eine Möglichkeit dies für Google zu messen ist die Absprungrate. Wird ein Suchergebnis angeklickt und der Nutzer springt direkt wieder in die Suche zurück, ist dies in den meisten Fällen ein Signal, das nicht das gewünschte Ergebnis dort zu finden war.

Kriterien für qualitativ minderwertigen Content sind:

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E-A-T (kein Essen)

Die drei erwähnten Faktoren „Expertise“, „Authority“ und „Trust“ sind ebenfalls wichtige Faktoren für das Quality Rating einer Seite und auch leichter algorithmisch zu erfassen. Sie sind außerdem die Faktoren, die ich schon öfters als erste Marketing-Maßnahme im Zusammenspiel mit SEO vorgestellt habe. Als Bezugsperson in einer Nische / Branche wahrgenommen zu werden, ist also als sehr wichtig einzustufen. Und so geht Google diese Faktoren an.

Expertise

Gerade bei „Your Money or Your Life“ Seiten ist es wichtig, dass auch fachkundige Experten für die Websites verantwortlich sind. Wenn auf einer Website rechtlicher Rat angeboten wird, sollte dieser auch von einem Anwalt aus diesem Fachbereich kommen. Und generell gilt, dass eine eindeutige Identität hinter dem Autor einer Website wichtig ist, zumindest laut einer Aussage von Eric Schmidt in seinem Buch „The New Digital Age“. Das steht erst einmal im Kontrast zur Entscheidung, das Authorship Markup auf Eis zu legen, um die Identität des Autors zu erkennen. Aus diesem Grund sollte man bei Gastartikeln idealerweise immer die gleiche Bio, die gleichen (Social) Links und natürlich den gleichen Namen benutzen, wenn es mehr Schreibweisen gibt. Außerdem sollte die eigene Website weiterhin mit dem Publisher Markup ausgezeichnet werden, so lange es noch eingesetzt wird. Dadurch besteht die Möglichkeit, bei Brand Searches ein Knowledge Graph Ergebnis zu erhalten.

Authority

Content wird als glaubwürdiger eingestuft, wenn er von Autoritäten verfasst wird. Ein Artikel mit lebensrettenden Maßnahmen auf der Webseite vom Roten Kreuz wird höher eingestuft als der Artikel auf einem beliebten Blog. Letzterer erhält vielleicht mehr Traffic, was Google aber nicht zwangsläufig als Autorität, sondern als Popularität bewertet. Algorithmisch helfen Backlinks Google Autorität einer Webseite festzustellen, vor allem über non-branded Ankertexte, welche die Themen einer Webseite identifizieren. Wenn du beim Linkaufbau Hilfe brauchst, bist du mit linkbewusst.de gut beraten. Auf Youtube findest du von ihnen ein Video darüber, was Links sind. Kennst du dich besser aus, kannst du auch selbst die Links für deine Website aufbauen.

Trust

Ich habe schon öfter darüber geschrieben, dass Trust ein wichtiges Element ist, wenn man erfolgreich im Netz sein möchte. Google sieht dies für sein Content Quality Ranking ähnlich und weist im Patent auf Beispiele hin, wie nicht vertrauenswürdige Webseiten erkannt werden können. Darunter fallen:

  • Gleiche IP oder DNS wie ein Werbenetzwerk oder Content Farmen
  • Links zu oder von Websites einer Blacklist von schlechten Webseiten
  • Partial- und Exact-Match Keyword Domains
  • Falsch geschrieben brand-ähnliche Domain (adidis.de, gogle.com etc.)
  • Text, der auf geparkte oder zum Verkauf stehende Domain hinweist
  • Schlechte Content Ratio Hyperlinks / Text

Diese Kriterien werden unterschiedlich gewichtet und es gibt auch Ausnahmen, zum Beispiel wird nicht jede Exact-Match Domain abgewertet, wenn sie trotzdem guten Content und User Signals zeigt.

Die eigene Reputation

Eine der am leichtesten algorithmisch auszuwertenden Faktoren für die Reputation sind Reviews im Netz, bei der eine Bewertung auf einer definierten Skala festgelegt wird. Bei Google My Business gibt es beispielsweise schon neben den Reviews auf Google auch Reviews aus dem Rest des Netzes.

Als unabhängige Quellen für Reviews werden zum Beispiel die mit Skalen arbeitenden Yelp und Amazon empfohlen, wobei gerade erstere noch nicht so ganz mit Deutschland zusammengefunden haben. Weitere Quellen sind unter anderem:

Hier ist ebenfalls wieder zu erkennen, dass es schwieriger wird, diese Quellen algorithmisch auszuwerten. Google muss mit Spracherkennung arbeiten, allerdings zeigt das Hummingbird Update, dass mit großen Schritten die Entwicklung vorangetrieben wird.

Sekundäre Qualitätsfaktoren

Diese Faktoren werden weniger stark gewichtet, können aber den Unterschied bei der Einstufung der Website ausmachen und im schlimmsten Fall das Ranking herunterziehen.

Website Information

Hier haben wir es in Deutschland recht einfach, da die Impressumspflicht gilt. Wichtig sind neben den gesetzlich vorgeschriebenen Informationen noch weitere für den Zweck der Website zuträgliche Infos zu geben und generell die Kontaktaufnahme so leicht wie möglich zu machen. Gerade Shops sollten im Support-Bereich hier keine Mühen scheuen.

Hilfreicher „Supplemental Content“

Kleine Webseiten können ohne diesen Content die höchste Qualitätsstufe erreichen, aber große Websites sollten hier etwas mehr Zeit investieren. Beispiele für nützlichen „Supplemental Content“ sind ähnliche Artikel auf einer Shop-Seite oder das Anpassen der Personenzahl bei einer Rezeptseite. Google selber gibt als Beispiel Verwandte Artikel, Kommentarsektionen und Bewertungen aus, User Interaction.

Funktionelles Design der Website

Webdesign kann ebenfalls ein entscheidender Faktor für die Bewertung der Qualität sein. Das Grundprinzip lautet: Das Webdesign muss dem Zweck der Webseite zuträglich sein. Generell gesprochen sollte der „Main Content“ auch direkt als solcher zu erkennen sein und im Mittelpunkt des Webdesigns stehen. Eine Webseite kann ruhig schlicht aussehen, so lange sie ihren Zweck erfüllt. Wichtiger sind Faktoren wie direkt sichtbarer „Main Content“ above the fold, was auch größere Websites nicht immer hinbekommen.

Zusätzlich sollten Anzeigen sich klar vom „Main Content“ abgrenzen und nicht das bestimmende Element beim ersten Blick auf die Website sein. Google hat das Seitenlayout übrigens seit spätestens 2012 in seinen Algorithmus aufgenommen und bietet mit dem Fetch und Render Tool die Möglichkeit anzeigen zu lassen, wie die eigene Website wohl ausgespielt wird.

Wie gepflegt ist die Webseite?

Onpage Optimierung ist ein wichtiger Faktor für die Qualität einer Webseite. Die wichtigsten Punkte, wo angesetzt werden sollten sind:

Gerade der letzte Punkt kann eine hohe Bedeutung für Nischen / Branchen haben, in denen sich Informationen ständig ändern. Artikel mit Steuertipps oder veraltete Online Marketing Artikel sind hier gute Beispiele, wo regelmäßig an Artikeln geschraubt oder gar ein komplett neuer erstellt werden muss. Aus diesem Grund sollte regelmäßig mit Google Webmaster Tools und weiteren Onpage Tools die Website auf diese Fehler überprüft werden. Veralteten Content zu erkennen ist schwieriger, aber wer sich in einem Analysetool die meistbesuchten Seiten anschaut, kann regelmäßig prüfen, ob der dortige Content noch aktuell ist.

Fazit

Der Content Quality Score beinhaltet sehr viele Faktoren, die maßgeblich für das Ranking der eigenen Website verantwortlich sind. Die Patente von Google und die stetigen Anpassungen der Quality Rating Guidelines zeigen, dass dieser Faktor in Zukunft weiter an Bedeutung gewinnen wird. Wer sich um die genannten Signale kümmert, wird sowohl der manuellen als auch der algorithmischen Bewertung gelassen ins Auge blicken können.

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