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Gzip Komprimierung aktivieren / Möglichkeiten und Ressourchen

Die Gzip Komprimierung ist ein Kompressionsprogramm mit dem fast alle Dateien auf dem Webhost komprimiert an den Browser senden kann. Um seine Webseiten schneller zu bekommen sollte es auch immer eingesetzt werden. Im Internet gibt es hierzu viele Anleitungen und Beschreibungen die zum Teil verwirrend sind. Daher möchte ich euch an dieser Stelle eine Übersicht geben, welche Wege es gibt um die Gzip Komprimierung zu aktivieren und welche Ressourcen man sich hierzu merken sollte.

Grundsätzlich sollte man wissen: Gzip komprimiert alle Dateien einzeln und “packt” diese mittels dem Archivierungsprogramm tar in einen sogenannten Tarball. Daher gibt es am Ende zwei Endungen: Zum einen .gz für eine einzeln komprimierte Datei und zum anderen tar.gz oder einfach nur .tgz für eine Sammlung an Dateien.

Es gibt 2 Wege um Gzip zu nutzen. Serverseitig – also man benutzt das Programm, dass auf dem Webserver liegt, oder man bereitet alles selbst vor und stellt es auf dem Webhost zur Verfügung.

Leider ist nicht auf jedem Hostserver Gzip von Anfang an installiert bzw. zur Nutzung freigegeben, denn die Nutzung von Gzip auf einem Webhost führt zur einer erhöhten Last des Webservers. Zwar macht die Mehrbelastung (CPU | Prozessor) des Servers nur ca. ein Zehntel aus, aber wenn sich 1000 oder mehr Kunden einen Server teilen, dann kann ein Zehntel einige Kunden kosten. Daher sollte man zuerst überprüfen ob Gzip auf dem Webhost verfügbar ist. Am besten bei eurem Service-Provider nachfragen, in den Vertrag nachschauen oder ggf. im Netz suchen. Wenn Gzip nicht auf eurem Webhost verfügbar ist dann bleibt euch nur der zweite Weg offen: Alles selbst machen und zur Verfügung stellen.

Wenn bei euch Gzip verfügbar ist, dann gibt es wiederum mehrere Wege: Zum einen über die Konfigurationsdatei “.htaccess”, mit Hilfe von PlugIns oder mittels Skripts bzw. Skriptsprachen (PHP). Am besten finde ich, man nutzt die Konfigurationsdatei “.htaccess”. Leider setzt aber die einfachste Art auch gewisse Dinge voraus. Mehr dazu in der entsprechenden Anleitung:

Gzip Komprimierung mittels der Konfigurationsdatei .htaccess installieren

Mittels der Konfigurationsdatei .htaccess kann man, wie angedeutet, am einfachsten die Gzip Kompression auf dem Webserver nutzen. Voraussetzung ist jedoch, dass das Modul “mod_deflate” auf dem Webserver aktiviert ist. Wenn dieser Weg erstmal nicht funktioniert, müsst Ihr klären ob bei euch das Server-Modul aktiviert ist, bzw. ob man es noch aktivieren kann. Ist die Sache geklärt und das Modul aktiviert, dann müsst Ihr diesen Abschnitt in eure “.htaccess” Datei einfügen. Erst dann werden alle Dateien, welche Ihr mittels Dateiendungen in der Zeile “<FilesMatch ”\.(js|css|html|xml)$”>” angibt, komprimiert. Wollt Ihr mehr Dateiendungen komprimieren oder müsst Ihr es, dann einfach wie folgt einfügen:

Wichtig ist das nach der letzen Endung kein vertikaler Strich mehr kommt. Also das “|”. Manchmal macht es auch kein Sinn schon komprimierte Formate weiter zu komprimieren. Zum Beispiel PDF, JPG, GIF oder PNG. Das merkt Ihr wenn die Ersparnis zwischen der erstellten Gzip Datei und der Originaldatei kaum ein Unterschied ergibt.

Hier die Code Zeilen für eure .htaccess:

Gzip Komprimierung mittels der Skriptsprache PHP

Mit der Skriptsprache PHP kann man durch ein paar Zeilen Code ebenfalls eine Gzip Komprimierung durchführen. Man muss hierzu in jeder einzelnen PHP Datei folgenden Code in die erste Zeile schreiben:

Der Haken ist nur, dass dies nur mit PHP Dateien funktioniert.

Gzip Komprimierung mittels manueller Arbeit

Eine weitere Variante ist die manuelle Vorbereitung verbunden mit der Eingabe von ein paar Zeilen Code in die “.htaccess” Datei. Hierzu ladet Ihr euch zuerst das Programm 7-Zip runter und geht dann folgende Schritte durch:

  1. Jede einzelne Datei in eine Gzip packen.
    Wichtig: Heißt eine Datei z.B.: impressum.html so muss die Gzip Datei impressum.html.gz heißen.
  2. Alle Gzip Dateien in .jgz umbennenen
    Also: Aus impressum.html.gz wird impressum.html.jgz
  3. Alle Dateien hochladen
  4. Folgenden Code in die .htaccess einfügen:

Nun sollte die Gzip Komprimierung bei euch funktionieren.

Gzip Komprimierung mittels Plugins

Je nach dem was Ihr für ein System einsetzt um Webseiten, Blogs oder Shop zu kreieren bzw. zu pflegen, wird es bestimmt viele Plugins geben, die diese Aufgabe für euch übernehmen. Meistens basieren aber alle auf PHP und fügen, wie oben beschrieben, die PHP Zeile ein.

Bei WordPress kann ich euch das Gzip Komprimierung WordPress Plugin: Gzip Ninja Speed Compression empfehlen. Bei anderen Systemen müsst Ihr einfach mal Googeln. Aber ich rate euch so oder so entweder zur ersten Variante oder zur manuellen Vorbereitung. Ist minimal schneller als wie die PHP Variante.

Gzip Komprimierung testen und weitere Infos

  • Ob die Gzip Komprimierung bei euch funktioniert, könnt Ihr auf diesen beiden Seiten Gidnetwork.com oder Whatsmyip.org testen. Einfach eure URL (Webseite) eingeben und schon bekommt Ihr eine Antwort.
  • Die Website von Gzip findet Ihr hier.
  • Tiefgehendere Erklärungen findet Ihr unter Wikipedia.
  • Nicht zu verachten ist der Artikel über die Einrichtung mittels Apache oder MS Dienste. Findet Ihr hier.

Fazit

Auch wenn immer mehr Leute DSL haben und schnelle Rechner, so bleibt die Ladezeit ein signifikanter Bestandteil einer Seite. Zumal mobile Internetzugänge noch nicht sehr schnell sind und die Datenmengen immer größer werden. Außerdem beachtet bekanntlich Google den Aspekt der Ladezeit als ein gewichtigen Faktor. Aber der wichtigste Grund ist die Zufriedenheit der Nutzer, die nachweislich bei schnelleren Seiten steigt. Ein bis Zwei Sekunden können gefühlt sehr langsam wirken und somit altbacken. Und schließlich macht im Idealfall die Aktivierung kaum Arbeit.

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