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Ist das Internet für dich ein Geschäft oder ein Hobby?

Diese Frage hört sich zwar banal an, aber sie ist entscheidend, wenn es darum geht, was du überhaupt in diesem riesigen Internet suchst. Da du meinen Blog liest, ist es möglich, dass du jeden Tag online bist, vielleicht mehrere Stunden lang. Aber die Frage lautet: Warum bist du hier? Es gibt wirklich unglaublich viele Blogger und Webmaster, die unprofessionell sind – ich spreche hier lediglich vom Standpunkt des Geldverdienens.

Ihre Themen, Texte und das Design lassen jedenfalls darauf schließen, dass sie kein Geld mit ihren Webseiten verdienen wollen. Oder sie haben falsche Vorstellungen von der Internetwelt und sind in einer Goldgräberstimmung in dieses Geschäft gelangt. Sie glauben, es reicht einige simple Webseiten mit Reseller-Ebooks oder Adsense zu erstellen, um davon leben zu können. Ganz zu schweigen von den “Domain-Parking-Leuten”…

Der Großteil scheint einfach nur gern zu bloggen!

Dann gibt es diejenigen, die einfach nur bloggen, um zu bloggen. Natürlich gibt es auch dafür verschiedene Gründe (Selbstwertgefühl steigern, Anerkennung, Freunde finden, usw.). Die Gründe sind in diesem Fall nicht entscheidend und sie zu untersuchen, würde zu weit in die Psychologie gehen. Diese Gruppe ist meiner Meinung nach die Größte. Es gibt viele Blogs, die versuchen einige Euros nebenbei zu verdienen, aber sich nicht besonders darum kümmern und ihr “Meinung nicht für Klicks verkaufen wollen”.

Alle diese Motive sind in Ordnung und dieser Artikel soll sie in keiner Weise verurteilen. Es ist ok, wenn Menschen nur als Hobby bloggen, SEO betreiben und Blogs lesen, denn es wäre ein ziemlich harter Markt, wenn wirklich jeder versuchen würde von einer professionellen Seite so viel Geld wie möglich zu machen. Die meisten dieser begeisterten Internetnutzer sind unter 30, männlich, mehrere Stunden am Tag ununterbrochen online und nutzen die Web 2.0-Angebote viel. Sie gehören zur zweiten Computer bzw. Internetgeneration. Die erste war die von Bill Gates, Paul Allen, Steve Jobs usw.

Der Punkt, um den es mir in diesem Artikel geht, ist die Frage: Zu welcher Kategorie gehörst du? Bist du ein begeisterter Internetnutzer und siehst dich selbst als technologieaffin an? Fällst du eher in diese Kategorie der Internetnutzer, die sich im Netz schnell ablenken lassen, weil sie so viel Interessantes darin finden? Daran ist wirklich nichts auszusetzen und es ist ein großer Vorteil, wenn du das Internet magst und damit Geld verdienen willst

Auf welcher Seite stehst du?

Du solltest dich klar für eine Seite entscheiden. Entweder bist du ein Geschäftsmann oder ein Internetgeek. Falls du im Internet viel Geld verdienen willst, dann schlage ich vor, dass du dich auf die Seite der Geschäftsleute schlägst und dich damit identifizierst. Es ist etwas völlig anderes, ob man sich als Blogger oder als ein Unternehmer versteht. Blogger sind im Grunde Journalisten. Und Jouranlisten machen nicht viel Geld. Falls du also vor hast im Internet reich zu werden und ein richtiges Geschäft aufzubauen, musst du lernen so zu denken wie ein erfolgreicher Geschäftsmann. Studiere die Biografien von gerühmten Unternehmern aus anderen Branchen, wie Richard Branson, Paul Getty, John D. Rockefeller, Michale Bloomberg, Henry Ford, Siemens. Setzt dir nicht Darren Rowse zum Vorbild, sondern John Reese, usw.

Das wird dir dabei helfen, das Internet als einen großen Markt zu sehen mit viel Potential, anstatt als eine Spielwiese mit viele tollen Programmen und Informationen. Einerseits hat man bei dieser Revolution, in der wir uns gerade befinden, das Gefühl wie die Ausländer, die zum ersten Mal Öl in der Wüste von Saudi Arabien fanden. Man steht vor unglaublichen Möglichkeiten und viele andere scheinen sie nicht zu erkennen. Andererseits hat man jedoch auch das Gefühl, dass sich die Welt täglich verändert und zusammenwächst. Jeden Tag entstehen neue Webseiten mit tollen Funktionen und Inhalten. Bei dieser Sichtweise ist man erstaunt über diese Entwicklung und möchte am liebsten alles ausprobieren. Man meldet sich bei verschiedenen Social Bookmarking Diensten an, schreibt auf seinen Lieblingsblogs regelmäßig Kommentare, liest Nachrichtenseiten, schaut regelmäßig in seinen Feedreader, Chattet, schaut Videos bei Youtube, empfiehlt sie Freunden, fügt sie auf seinem Blog hinzu und setzt ein Lesezeichen bei Stumbleupon, usw…

Die Liste ist beinahe endlos. Doch alle diese Dinge haben eines gemeinsam. Sie machen kein Geld. Du kannst nicht mit Chatten Geld verdienen (außer vielleicht als Fake Call-Dame einer Erotikwebsite 😀 ) oder mit Social Bookmarking. Falls du das Internetgeschäft ernst nimmst – und das solltest du, falls viel Geldverdienen zu deinen Zielen gehört – solltest du dich vor allem als Unternehmer sehen, der sich auf sein Geschäft konzentriert. Stell dir vor, du hättest eine Dönerbude oder ein Nagelstudio. Würdest du dort jede Stunde deine Emails checken, ständig auf witzigen Webseiten surfen und viele Dinge tun, die dich nicht weiterbringen? Vermutlich nicht, denn du hast ein Geschäft zu führen. Als Selbstständiger im Internet, besonders wenn man eine Ein-Mann-Firma ist, wird man oft abgelenkt oder hat keine Lust auf die Arbeit. Falls man das Internetgeschäft wählt, muss man auch bereit sein daran zu arbeiten.

Von nichts kommt nichts!

Klar, es ist vielleicht nicht so aufregend ein Ebook zu schreiben oder ein Programm zu erstellen, das man verkaufen kann, aber es ist notwendig. Wer Geld verdienen will, muss anfangen die Dinge zu tun, die Geld einbringen. Dabei muss man keineswegs auf Spaß verzichten und es wäre schlecht, wenn dir das Geldverdienen im Internet überhaupt keine Freude bereitet. Dann solltest du dich vielleicht nach etwas anderem umsehen. Doch es ist wie bei jedem anderen Geschäft: Es gibt Phasen, die weniger angenehm sind und wo man hart arbeiten muss.

Ich spreche hier nicht von Menschen, die einen oder vielleicht zwei Blogs haben und nebenbei einen richtigen Job oder etwas ähnliches. Es geht hier um Leute, die sich das Ziel gesetzt haben im Internet viel Geld zu verdienen und bereit sind etwas dafür zu tun. Es geht, um Leute, die in 3 oder 5 Jahren in der Lage sein wollen, für einige Wochen Urlaub zu nehmen, ohne dass sich ihre Einnahmen verändern. Er geht um Leute, die das Internet vom Standpunkt eines Unternehmers angehen und wissen, dass sie nur hier die Möglichkeit haben automatische Verkaufsprozesse zu erstellen, die Geld einbringen, während sie schlafen oder am Strand liegen. Hier geht es nicht um irgendwelche 100€-pro-Monat-Mickey-Maus-Blogs (ja, ich bin mir bewusst, dass meine Blogs zur Zeit auch dazu gehören…), sondern um Leute die 10.000 € und mehr pro Monat online verdienen wollen. Für mich ist das ein klares Ziel und ich bin überzeugt, dass es möglich ist.

Aller Anfang ist schwer und auch im Internetgeschäft muss man viel lernen, wenn man Erfolg haben will. Doch man darf nicht schnell aufgeben, denn die ersten Monate sind die schwierigsten. Es sind die Monate, in denen man kein Geld hat, um für Webdesigner, Programmierer und Werbung bezahlen kann, sondern alles selbst machen muss. Hat man diese erste Hürde überwunden und macht jeden Tag etwas Geld, geht alles viel leichter. Dann kann man viele Arbeitsschritte auslagern und sich vor allem auf die Dinge konzentrieren, die Geld machen. Dann ist man wirklich ein Unternehmer. Es ist jedoch sehr wichtig diese geistige Einstellung schon vorher zu haben.

Was macht einen Unternehmer aus?

Ein Unternehmer ist nicht jemand, der schlauer und gebildeter ist als alle anderen, sondern derjenige, der eine Vision hat, eine Chance entdeckt und mutig genug ist, um sie wahrzunehmen. Unternehmer sind Organisatoren und Macher, die das Wissen, das Geld, die Erfahrungen und Ideen der anderen nutzen, um ihren Traum zu verwirklichen. Sie können nicht alles selbst machen und das wissen sie. Deshalb sind sie ständig auf der Suche nach Wegen, wie sie gute Mitarbeiter einstellen können. Sie sind fast nie begeisterte Technikfreaks, sondern vor allem Geschäftsleute.

Es gibt natürlich auch Ausnahmen, wie Google und Microsoft, wo die Visionäre / Unternehmensgründer zugleich auch Technikfreaks sind. In den meisten Fällen ist die Auswahl der Branche für die Unternehmer nicht entscheidend. Ein Rockefeller oder Carnegie wäre in anderen Branchen genauso erfolgreich und zufrieden gewesen. Es geht vor allem darum gute Chancen zu erkennen und sie zu ergreifen.

Schlusswort

Der Zweck dieses Artikel ist vor allem dich dazu zu bewegen dich zu entscheiden zu welcher Gruppe du gehören willst, den Amateuren oder den Professionellen und denen, die wirklich online Geld verdienen. Ich denke es ist eine fundamentale Entscheidung und sie ist wichtig, wenn es um deine finanzielle Zukunft geht. Machst du das Internet zu einem reinen Hobby, wird es immer ein Hobby bleiben. Machst du es zu einem Geschäft wirst du irgendwann zu einem Profi werden, der versteht wie man in einigen Wochen mehr verdient als andere Menschen im Jahr und es auch tut. Falls du im Internetgeschäft bist und dich vor allem als Unternehmer siehst und gleichzeitig Spaß an der ganzen Sache hast, dann ist das die perfekte Situation für zukünftigen Erfolg.

Die wichtigste Aussage dieses Artikels kann man auch so ausdrücken: Wenn du im Internet viel Geld verdienen willst, dann nutze den größten Teil deiner (Online-)Zeit für Dinge, die Geld einbringen oder es in Zukunft tun werden. Es ist selbstverständlich, dass du bei einer solchen Betrachtung auf bestimmte Dinge verzichten musst und dass die Produktentwicklung wichtiger ist als die neuesten Prominews oder interessante Funktionen eines Instant Messengers, aber jedes Ziel erfordert einen Preis, den man zu zahlen bereit sein muss.

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