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So begrüßt du deine Blogleser richtig

So ein Blog ist ja eine gute Sache. Man kann seine Meinung sagen, ohne dass jemand fragt. Man kann zu Wort kommen lassen, wen man will, man kann über sein Lieblingsthema endlos philosophieren etc. Großartige Sache eigentlich. Aber ohne Leser bringt das Ganze nicht sehr viel. Blogleser bekommen und Leser binden ist bei mir ja immer wieder Thema, heute widme ich mich aber dem Erstleser (quasi der Defloration) und wie du am besten mit ihr oder ihm umgehst.

Vor einiger Zeit hatte ich den Artikel „12 Fragen, die du dir für deinen Blog stellen musst“ zum Thema geschrieben. Dabei ging es auch um den Erstleser und die Metapher mit der Party. Kurzer Flashback: Stelle dir vor, du bist auf einer Party eingeladen. Du kommst hin. Die Wohnungstür steht einfach offen, niemand empfängt dich, niemand erklärt dir das Motto, zeigt dir, wo die Getränke sind und wo das Klo. Niemand kümmert sich um dich, niemand freut sich, dass du da bist. Lange wirst du vermutlich nicht bleiben.

Genau darum geht es heute, also den Weg, wie du von „Hey, der Blog ist ganz cool, den mag ich öfter lesen“ bis zu „Großartig, ich habe schon wieder eine E-Mail von diesem Blog bekommen, freu mich immer darauf, da ist immer etwas Interessantes drin kommt.“

1. Die Eintragung

Über das Opt-in (der coole Begriff für das Formular, wo deine Leser die E-Mail-Adresse eintragen) ist schon viel geschrieben worden. Eigentlich sind darüber Bibliotheken vollgeschrieben worden. Hier eine kleine Zusammenfassung.

2. Opt-In-Erklärungsseite

Nachdem sich der Leser eingetragen hat, schickt dein Newsletter-Anbieter (Aweber, Mailchimp, Klick-Tipp & Co) ihn zu einer Seite, die du dafür nutzen kannst, dem Leser das Leben einfach zu machen.

3. Bestätigungsmail

Parallel dazu bekommt der Leser eine Mail mit einem Link, der bestätigt werden MUSS. Aus rechtlichen Gründen ist das notwendig, sonst könnte ja jeder irgendwelche Mail-Adressen in den Newsletter eintragen. Sei also nett zu deinem Leser und erkläre kurz noch einmal, warum das sein muss und weise auf den Bestätigungslink hin.

Mach das nett, kreativ, lustig, originell, aber bestimmt. Ohne Bestätigung kein E-Mail-Eintrag und der Leser ist weg. Ciao. Wiedersehen. Ende Gelände.

4. Jetzt ist es geschafft

Nach der Bestätigungsmail werden die Leser wieder zu einer Seite weitergeleitet, die der coole Online Marketer „Success Page“ nennt. Hier ist es Zeit, Danke zu sagen und dem Leser auf die Sprünge zu helfen. Das kannst du über mehrere Wege tun.

  • Ein Goodie zum Download
  • Eine Übersicht der beliebtesten Artikel
  • Ein Willkommens-Video, wo du mit dem Leser direkt sprichst etc.

Du kannst das Ganze aber auch auch so lösen:

A) Social & Co.

Die Success Page ist auch eine gute Möglichkeit, um auf deine Social-Media-Kanäle hinzuweisen und somit den Leser noch mehr zu binden. Vergiss nicht: Erstes Ziel ist die E-Mail-Adresse, erst danach die Social-Media-Präsenzen.

5. Größte Hürde

Nun beginnt die Magie deines Newsletter-Systems so richtig zu greifen. Denn nach ein paar Tagen solltest du einen sogenannten Auto-Responder oder Follow-up eingerichtet haben, also eine automatisierte Nachricht, die nach einer bestimmten Zeitspanne nach dem Eintrag an den Leser gesendet wird.

Da kannst du alles Mögliche erfragen, noch ein Goodie schenken oder ganz neugierig sein und den Leser nach seiner größten Hürde oder seinem größten Problem in Bezug auf dein Blogthema oder deine Nische fragen. Ganz ideal, um deine Leser noch besser kennenzulernen.

6. Weitere Follow-Ups

In weiterer Folge kannst du Follow-ups auch nutzen, um exklusive Inhalte und Goodies an deine Newsletter-Abonnenten zu schicken oder ihnen auch Produkte oder Dienstleistungen nahezubringen. Übertreib es nur nicht.

7. Best-of-Artikel

Eine weitere Möglichkeit ist, wenn dein Blog schon ein wenig älter ist, dass du neuen Lesern die besten Artikel per Follow-up zusendest. Eines ist klar, es gibt kaum Leser, die alles von dir gelesen haben, und beliebte und zeitlose Artikel werden damit immer und immer wieder gelesen.

Eines ist insgesamt wichtig: Denk immer an das Interesse deiner Leser und nicht daran, was du mit dieser Strategie erreichen willst. Der erste Eindruck ist wichtig, aber du musst die Qualität halten. Dann fühlen sich alle wohl!

Schlusswort

Ein Blog ist wie eine Party. Heiße deine Leser willkommen, führe sie herum, zeige ihnen alles, mache ihnen alles so leicht wie möglich. Dann haben sie eine schöne Zeit, erzählen über dich und kommen wieder!

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2 Kommentare

  1. Dave

    Oh Mann, nach jedem Deiner Artikel habe ich wieder viel auf meinem Blog zu verbessern. Du legst den Finger in die Wunde.

    Bislang bin ich noch mehr oder weniger mit den Standard-Texten meines Mail-Anbieters unterwegs. Aber diese Texte werden als nächstes durch “Ansprechendes” ersetzt.

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  2. Bernd

    Danke für diese super Zusammenfassung. Ich habe das Thema Newsletter-Versand bisher noch nicht wirklich in Angriff genommen. Man kann sich auf meiner Seite zwar anmelden, aber die Leser bekommen bisher einfach eine Standard-Nachricht. Ich glaube, ich sollte mir jetzt mal ein wenig Zeit nehmen, um das alles richtig einzurichten. Super Tipps!

    Antworten

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