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Lainkbait Anleitung: So erstellt du den perfekten Likebait

“Likebaits sind die neuen Linkbaits” – ein Satz, den man dieser Tage häufiger zu hören (lesen) bekommt. Gemeint ist analog zum Generieren von Links für das verbesserte Ranking bei Google das Erzeugen von Likes via Facebook. Sei es für eine einzelne Unterseite oder gleich eine ganze Website oder ein Produkt. Dabei ist beim Likebait Kreativität gefragt – fast noch mehr als beim Linkbait. Grundsätzlich gibt es Überschneidungen. Dinge, mit denen man einen Linkbait initiieren kann, können auch bei einem Likebait funktionieren. Da man mit Likes aber deutliche direkter und auch schneller Traffic auf eine Seite innerhalb und außerhalb von Facebook holen kann, macht es Sinn, an einigen Stellen noch ein bisschen weiter zu denken, als das bisher der Fall war. Nachfolgend also eine aus meiner Sicht sinnvolle Anleitung zum optimalen Likebait:

Guten Köder finden

Ganz am Anfang steht die Auswahl des passenden Köders. Ähnlich wie beim Linkbait gibt es hier sehr viele Möglichkeiten, angefangen beim klassischen Gewinnspiel über interessante Videos, lustige Bilder, Produkttests, etc. Je mehr Aufsehen der Köder erzeugen kann, desto besser ist er geeignet. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Erlaubt ist, was gefällt. Ob es gefällt, das zeigt sich spätestens dann, wenn der Köder ausgeworfen wurde. Beißt niemand an, dann hat man etwas falsch gemacht. Brainstorming ist angesagt – ruhig mal ein paar Tage im Team nachdenken, was man machen kann, wie man Leute maximal anspricht, wie man sie belohnen kann oder welchen einzigartigen Mehrwert man bieten kann. Es ist immer hilfreich, sich selbst die Frage zu stellen: “Warum sollte ich diese Seite oder dieses Produkt liken? Was hab ich davon, was bringt es mir?” Bei der Auswahl des Köders kann man auch auf die emotionale Schiene gehen. Was Menschen berührt, das wird auch gern an andere weitergegeben.

Transportmittel wählen

Sinn und Zwecks des Likebaits ist es, ein bestimmtes Produkt (Seite, Video, Bild, etc.) bei Facebook zu pushen und die Reichweite zu erhöhen. Außerdem sollen viele positive soziale Signale an Suchmaschinen gesendet werden. Das Wort “Likebait” ist an Facebook angelehnt – das Prinzip funktioniert aber natürlich ähnlich auch bei anderen sozialen Plattformen wie YouTube oder Twitter. Um einen Likebait ins Rollen zu bringen, ist die Auswahl des Transportmittels notwendig. Anders ausgedrückt: Wie bekommt man zu Beginn (und später während der Laufzeit) des Likebaits möglichst viel Aufmerksamkeit? Welche Mittel setzt man ein, um überhaupt dafür zu sorgen, dass sich der Likebait viral verbreitet? Das Transportmittel könnte man auch klassisch als “Seeding” bezeichnen. Für das Seeding ist es gem. Punkt 1 noch entscheidender, dass man einen guten Köder hat. Nützlich ist danach mit Sicherheit ein bereits gut ausgebautes Netzwerk bei Twitter, YouTube oder Facebook, mit dem man die ganze Aktion anstoßen kann. Um der Sache nachzuhelfen kann man sich überlegen, ob man diejenigen Personen in seinem Netzwerk, die besonders viel zur Verbreitung beitragen können, vielleicht zusätzlich einzeln belohnt. Dafür kann man diesen Leuten etwas bieten, dass man sonst zum Beispiel nur gegen Bezahlung abgeben würde. Schafft man es also, das eigene Netzwerk als Transportmittel nachhaltig zu aktivieren, dann ist das schon die halbe Miete. Generell sollte man natürlich alle Möglichkeiten für das Seeding ausschöpfen (Pressearbeit, Werbung, Newsletter, etc.). Jeder Kanal, der einen potenziellen Multiplikator erreicht, ist sinnvoll. Die Devise lautet: Aus allen Rohren feuern!

Einbindung des Likebaits

Dritter Punkt bei der Anleitung zum optimalen Likebait: Hat man sich für einen Köder entschieden und möglichst viele Varianten für erfolgreiches Seeding (also das Transportmittel) gefunden, dann geht es an die eigentliche Erstellung des Likebaits. Hier muss unterschieden werden, ob man Likes für eine einzelne Seite haben will, die sich innerhalb eines Blogs oder einer Website außerhalb von Facebook befindet, oder ob es darum geht, eine Facebook-Seite direkt vor Ort (also innerhalb von Facebook, zum Ausbau der Fanbase) zu liken. Facebook selbst bietet bei der Kreativität nicht ganz so viel Spielraum wie die eigene Website. Mit Facebook-Apps oder einzelnen Seiten innerhalb der Facebook-Seite kann man jedoch auch eine Menge anstellen. Kritisch ist hier die “Facebook Landing Page”. Dabei handelt es sich im Prinzip um eine einzelne Seite, die entsprechend aufbereitet werden muss. Wie auch für eine externe Seite gilt hier, dass möglichst perfekte “likeability” extrem wichtig ist. Im Klartext: Die Person, die eine Seite liken soll, muss das schnell und einfach erledigen können, ohne lange zu suchen. Versteckte Like-Buttons auf Blogs oder fehlende Hinweise auf den “Gefällt mir”-Button oben auf einer Facebook-Präsenz sind Todsünden! So erstickt man die Aktion meist schon im Keim und verschenkt wertvolle Potenziale. Es macht generell mehr Sinn, die Dinge einfach zu gestalten und nicht zu komplex zu werden. Alles, was nicht unbedingt notwendig ist, sollte entsprechend weggelassen werden.

Kontinuierliche Betreuung des Likebaits

Wie bei vielen anderen Aktionen, die man im Internet findet, könnte man auch bei einem Linkbait darauf kommen, dass die virale Verbreitung allein ausreicht. Das mag bei extrem guten Aktionen (die meist auch mit einem entsprechenden Budget ausgestattet sind) stimmen. Die meisten Urheber eines Likebaits werden aber darauf angewiesen sein, die Aktion nachhaltig zu betreuen und dafür zu sorgen, dass der virale Prozess andauert. Und genau das sollte man auch tun! Es zahlt sich selten aus, aus allen Rohren zu feuern und danach nicht weiter aktiv zu werden. Hat man seine Offensive gestartet, dann muss man auch dafür sorgen, dass die schon erreichten Erfolge gesichert und ausgebaut werden. Die Konkurrenz schläft nicht und möglicherweise wird der Mitbewerber die eigene Linkbait-Kampagne schon bald übertrumpfen und blass aussehen lassen. Dranbleiben ist dementsprechend wichtig.

Likebait offen und gewissenhaft durchführen

Ein guter Likebait setzt schonungslose Offenheit voraus! Das gilt insbesondere dann, wenn man mit Belohnungen arbeitet, wie das z. B. bei Gewinnspielen der Fall ist. Macht man hier Fehler, dann kann sich der virale Effekt umkehren und die Facebook-Gemeinde dreht den Spieß um. Mit falschen Versprechungen kommt man im Bereich Social Media nicht weiter. Agiert man also mit einem Gewinnspiel, dann ist es wichtig, dass der Gewinn auf jeden Fall existiert und auch ausgelost wird. Der Gewinn muss den Gewinner erreichen und man sollte versuchen, nach Ablauf des Likebaits ein Testimonial von dem Gewinner zu bekommen, damit auch alle anderen Teilnehmer sehen können, dass es mit rechten Dingen zuging. Tut man das nicht, leidet die Glaubwürdigkeit. Spätestens bei der nächsten Aktion kann sich das als Boomerang erweisen. Schließlich vergisst das Internet nichts. Ebenso wichtig ist es, auf zwischendurch aufkommende Fragen zu reagieren.

Alle hier aufgeführten Punkte sind erweiterbar. Wie oben schon beschrieben – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Auch ist es durchaus legitim, Likebaits vehement zu erwähnen und so oft wie möglich die Werbetrommel zu rühren. Je eindrucksvoller der Köder ist, desto größer wird aber die virale Wirkung sein und desto weniger muss man selbst für das Seeding sorgen. Allerdings sollte man auch daran denken, es mit dem “Trommeln” nicht zu übertreiben. Viral heißt nicht, dass ich etwas durch das eigene Zutun maximal verbreitet. Es bedeutet, dass eine Sache von selbst andere “Wirte” findet, die “infiziert” werden können!

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