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Linkbait, Likebait oder doch lieber Plusbait?

Social Media, Facebook, Google Plus – und kein Ende in Sicht. Vermutlich gibt es bereits jetzt, vornehmlich aus der SEO-Szene, zahlreiche Leute, die das “Gedöns” über “soziale Signale”, Netzwerke und Co. nicht mehr hören können. Verständlich. Allerdings gibt es spätestens seit Google Plus einen extrem triftigen Grund, sich mit dem Thema Social Media eben doch verstärkt zu befassen.

Und auch, wenn man sich selbst das Thema “SEO” in fetten Lettern auf dei Fahnen geschrieben hat, muss man jetzt bei Google Plus und Co. am Start sein. Denn die Tage der “klassischen” Suchmaschinenoptimierung könnte in Bälde tatsächlich gezählt sein.

SEO ist tot, schon wieder? Gähn… Keine Angst – in diese Richtung geht dieser Artikel nicht. Allerdings entwickelt sich SEO in rasendem Tempo. Da kann es schwer werden, mitzuhalten. Martin Mißfeldt hat in den vergangenen Tagen ein bisschen getestet und seine Ergebnisse heute in einem neuen und lesenswerten Artikel im tagseoblog dokumentiert. Wie üblich recht ausführlich und auch das Fazit passt in die aktuelle Situation:

“Außer Google wird niemand mehr die Zusammenhänge erkennen können – die personalisierten Suchergebnisse sind mit Tools nicht mehr messbar.”

Martins Fazit trifft den Nagel auf den Kopf. Und warum sollte es auch anders sein? Google hat nun endlich die langersehnten zusätzlichen Hebel, um:

  1. Die Suchergebnisse in der Tat fast unberechenbar zu machen
  2. Jedem Suchenden wirklich personalisierte Ergebnisse zu präsentieren
  3. Die Auswirkungen klassischer SEO zum Beispiel zur Linkmanipulation abzufedern

All das ist im Sinne von Google, denn nur so kann man aktuelle und künftige Trends erkennen und bedienen – was auf Dauer für Google heißen wird, sich halten zu können. Alles andere wäre nicht der richtige Schritt in die richtige Richtung.

Wie aber soll man nun als Betreiber einer Website reagieren, um von Google auch in Zukunft als relevant eingestuft zu werden?

Grundsätzlich gilt, dass klassische Suchmaschinenoptimierung nach wie vor einer der Grundpfeiler ist. Ohne passende externe Verlinkung wird es auch in Zukunft nicht leicht sein, gute Rankings zu bekommen. Gleiches gilt für alle Fakten, die man aus dem Bereich OnPage-Optimierung kennt. Solide Arbeit wird sich auch hier weiter positiv auszahlen.

Extrem wichtig – also NOCH wichtiger als schon jetzt – wird aber in der Tat der Content werden. Und man kann es nicht oft genug sagen: “Content is King!” Heute mehr denn je.

Warum?

Ohne guten Content wird man in Zukunft einfach keine echten sozialen Signale bekommen. Keine Likes, keine Shares, keine Tweets… Okay, dass könnte Google ja egal sein, schließlich legt man auf Facebook und Twitter schon von der grundsätzlichen Einstellung keinen größeren Wert. Doch es gibt Google Plus und den +1-Button. Und da liegt der Hund begraben, denn ohne guten Content gibt es eben auch keine +1-Auszeichnungen und die eigenen Inhalte werden auch nicht bei Google Plus geteilt. Und wenn das nicht passiert… Tja, dann gibt es auch keine sozialen Signale, die man bei Google ernsthaft auswerten können. Denn seien wir ehrlich: Neben einigen anderen Gründen ist DAS der Hauptgrund, warum es Google Plus überhaupt gibt:

Die Schaffung eines sozialen Gegengewichts zu Facebook mit dem Ziel, echte soziale Signale zu bekommen, die zur Verbesserung der Suchergebnisse von Google herangezogen werden.

So sieht es aus. Natürlich (und das schreibt auch Martin) steht das “Projekt Google Plus” erst am Anfang. Und derzeit sieht es noch so aus, als würde die Sache ein nachhaltiger Erfolg werden. Ob das so bleibt, darüber kann man streiten und selbstverständlich funktioniert ein exzellenter Link auch heute noch ganz hervorragend. Die Bedeutung von Links wird aber abnehmen. Auch bei Google wird (nach langen Jahren) der Marketing-Mix mehr und mehr in den Vordergrund treten.

Um also Links, Likes, Shares, Tweets oder +1-Auszeichnungen zu bekommen, bedarf es guter Inhalte, die dem Leser einen Mehrwert bieten. Ganz wie im echten Leben. Und das wird sich auch im Internet immer mehr abbilden. Es wird ähnlichen Regeln wie im echten Leben folgen und das bedeutet, dass man die Leute schon ordentliche anteasern muss, damit sie bei einem Inhalte hellhörig werden. Und dieser Inhalt muss dann selbstverständlich auch noch dazu anstiften, dass er weiterverbreitet wird.

Linkability, Likeability, Plusability! Ermögliche deinen Lesern, die Botschaft zu verbreiten. “Spread the Word!” heißt es dazu gern auch im angloamerikanischen Sprachbereich.

Ich habe bereits eine “Anleitung zum optimalen Linkbait” vorgestellt. Das gilt im Prinzip auch für Links, Tweets und +1-Auszeichnungen. Will man jede Menge soziale Signale generieren, dann muss der Bait eben entsprechend gut sein. Und wenn man sich schon so verhält (also dermaßen gute Inhalte liefern, dass alle Welt darauf abfährt) – warum dann nicht gleich soziale Signale UND die für SEO wichtigen Links in einem Abwasch abhandeln?


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