Artikelformat

Newsletter Liste: So kannst du sie aufbauen und damit Bares machen!

Nachdem ich gerade einen Artikel entdeckt habe, wo der Autor seine “Geheimnisse” für den Aufbau einer großen Newsletterliste veröffentlicht, möchte ich selbst meine Meinung dazu sagen. Den Link zum Artikel einzufügen, würde keinem helfen und ich möchte dir diese Zeitverschwendung ersparen. In früheren Beiträgen habe ich mich bereits damit befasst, warum Newsletter eine tolle Möglichkeit sind, um im Internet Geld zu verdienen und welche Möglichkeiten es dazu gibt. Heute soll es vor allem um den Aufbau einer großen Emailliste gehen.

Grundsätzlich gilt: Je größer die Liste, umso besser ist das im Hinblick auf die Verdienstmöglichkeiten. Doch das ist eine sehr starke Verallgemeinerung. Es kommt zum einen auf das Thema an. Ein Newsletter zum Thema Druckpatronen ist sicherlich besser als einer mit den neuesten Nachrichten aus Tibet. Hinzu kommt die Beziehung, die man zu seinen Lesern hat.

Was nützt ein Newsletter mit 100.000 Abonnenten, wenn 95 % davon die Emails erst gar nicht öffnen und der Rest nichts kauft oder nicht auf die Links klickt. Eine solche Liste ist zwar gut fürs Ego, aber nicht zum Geldverdienen. Entscheidend ist die Anzahl der Menschen, die den Newsletter lesen und mit denen du eine Verbindung aufbaust. Wenn es nur um das Sammeln von Emails gehen würde, könnte man sich einige Software-Programme besorgen, die das Internet nach Emailadressen durchsuchen. Ist zwar heute illegal und Spam, aber es würde sowieso nicht funktionieren, denn diese Emaillisten wären großteils nutzlos.

Was ist ein Newsletter?

Doch zuerst sollte ich erklären, was ein Newsletter überhaupt ist. Das Wort Newsletter kommt aus dem Englischen und lässt sich mit Mitteilungsblatt, Verteilernachricht oder Infobrief übersetzen. Man könnte es auch als ein elektronisches Rundschreiben bezeichnen, bei dem man an alle Emailadressen, die man in seiner Liste hat, regelmäßig Nachrichten verschickt.

Natürlich müssen sich die Leser selbst anmelden. Du kannst also nicht einfach jemandem schreiben, ohne seine vorherige Erlaubnis/Anmeldung. Es gibt im Internet viele verschiedene Newsletter zu Themen wie Aktien, Sportwetten, Gartentipps usw. Einige sind kostenpflichtig, aber die Mehrzahl ist kostenlos.

Was benötigt man?

Das Besondere an einer Newsletterliste ist, dass man auf Knopfdruck Geld verdienen kann – indem man eine Email an die Leser schickt. Man kann beispielsweise ein eigenes Produkt mit einem Rabatt anbieten oder ein Affiliateprodukt empfehlen. Um einen Newsletter zu beginnen, braucht man entweder entsprechende Software, mit der man die Emailadressen verwalten und neue Nachrichten verschicken kann, oder einen Service wie bei Aweber oder Flatrate-Newsletter.de.

Ich empfehle die zweite Alternative, da man sich nicht um die Technik kümmern muss, sondern nur auf “Versand” klicken muss. Hinzu kommt, dass diese Variante wesentlich sicherer ist und die Emails seltener als Spam eingestuft werden. Aweber ist weltweit der Marktführer, aber der Nachteil ist, dass alles auf Englisch bedient werden muss.

Anschließend brauchst du einen HTML-Code, den du auf der eigenen Webseite einbaust und der die eingegebenen Emailadressen deiner Liste hinzufügt. Es versteht sich von selbst, dass du eine (besser mehrere) Webseiten brauchst, um eine Newsletterliste aufzubauen. Es gibt zwar auch die Möglichkeit bestehende Listen zu kaufen, aber das ist relativ kostspielig und man ist nie sicher, was für eine Liste man tatsächlich gekauft hat.

Deshalb sind Emaillisten, die man selbst aufbaut am besten und auf diese Weise lernt man den ganzen Prozess am besten. Es ist empfehlenswert den Besuchern ein kostenloses Ebook oder ein Video für die Anmeldung anzubieten. Zusätzlich kann man einige Newsletterausgaben veröffentlichen, damit die Leute wissen, was sie erwartet. Besonders geeignet für das Aufbauen einer Newsletterliste sind gut besuchte Blogs.

Wie baut man eine Liste auf?

Man sollte am besten einen Bereich auswählen, wo man sich gut auskennt und andere etwas lehren kann. Eine wichtige Sache, die man nicht vergessen sollte, ist die Besucher darüber aufzuklären, was sie im Newsletter erfahren werden und vor allem wie sie sich anmelden. Außerdem gilt es rechtliche Bestimmungen zu beachten. Ein Newsletter den du an deine Abonnenten verschickst muss jedesmal einen Abmeldelink und ein vollständiges Impressum enthalten. Es ist immer gut den Besuchern ein Geschenk für die Anmeldung anzubieten und manchmal ist das der bedeutendste Grund für ihre Anmeldung (Jeder mag Kostenloses…).

Das Wichtigste beim Aufbau einer großen Newsletterliste (als groß kann man eine Liste von mehr als 10.000 Abonnenten bezeichnen) ist der Traffic. Du musst dafür sorgen, dass genügend Besucher auf deine Webseite kommen, denn nur ein Bruchteil davon wird sich anmelden. Je mehr Menschen deine Seite besuchen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand für den Newsletter anmeldet. Es ist außerdem von Vorteil, wenn das Anmeldeformular auf allen Seiten sichtbar ist und der Besucher nicht erst klicken muss, um zu erfahren, dass es einen Newsletter gibt. Es kann sich auch lohnen Werbung für den den Newsletter zu schalten, aber am Anfang sollte man sich auf kostenlosen Traffic konzentrieren.

Wie nutzt man einen Autoresponder?

Jetzt kommen wir zu einer der besten Erfindungen des Internetzeitalters: Dem Autoresponder. Was das ist? Ein Autoresponder versendet Emails automatisch. Man schreibt die Emails für seine Liste im Voraus und speichert sie. Anschließend legt man ein bestimmtes Datum fest zu dem sie versandt werden. Man kann dabei nicht nur einen Tag, z. b. 18.07, mehrere Monate oder sogar Jahre vorher festlegen, sondern den Autoresponder so programmieren, dass die Email nach einem bestimmten Zeitraum verschickt wird.

Ein Beispiel: Du legst fest, dass jeder Abonnent deines Newsletters nach 3 Tagen ein vorgefertigte Email erhält. Anschließend musst du nichts mehr tun, sondern nur dafür sorgen, dass sich deine Besucher in die Newsletterliste eintragen. Sie erhalten dann automatisch nach 3 Tagen (vom Zeitpunkt der jeweiligen Anmeldung) deine Email zugeschickt.

Der Autoresponder ermöglicht es dir damit eine Emailsequenz zu erstellen und dich zurückzulehnen. Die Emails werden dann hintereinander an alle Emailadressen in deiner Liste geschickt. Du könntest theoretisch einen Newsletter für ein ganzen Jahr vorbereiten, indem du 52 Texte schreibst und sie über ein Jahr verteilst. Jeder Abonnent deines Newsletters erhält daraufhin in den ersten 52 Wochen deine Emails. Das ermöglicht es dir mehrere Newsletter zu erstellen und automatisch laufen zu lassen. Natürlich hast du auch weiterhin die Möglichkeit deinen Lesern neue Emails zu schicken, wenn es Neuigkeiten gibt.

Wie kann man mit einer Newsletterliste Geld verdienen?

Du kannst also jede Woche ein Email mit wichtigen Tipps zu einem Thema schreiben und verschicken und zusätzlich erhalten deine Abonnenten ein Werbeemail pro Woche. Du kannst aber auch alles automatisieren. Das ermöglicht es dir mit einer Emailliste Geld zu verdienen, obwohl du im Urlaub bist oder an einem anderen Projekt arbeitest. Alles, was du tun musst, ist Partnerprogrammen beizutreten und diese Produkte in deiner Email zu bewerben. Setze nicht einfach dutzende Links in eine Email, sondern konzentriere dich auf ein Produkt pro Nachricht und schreib etwas über das Produkt, das du verkaufen willst. Kommt ein Verkauf zustande, erhältst du eine Provision. Und das Beste: Dieser Ganze Prozess läuft von alleine. Du machst also dadurch nicht nur von Anfang an Geld mit deiner Liste, sondern vergrößerst kontinuierlich die Zahl deiner Leser. Und eines steht fest: Eine richtig genutzte Newsletterliste ist Gold wert und kann dir auf Jahrzehnte hinweg Geld auf Knopfdruck einbringen.

Um das Ganze zu verdeutlichen, hier ein Rechenbeispiel: Nehmen wir an, dass du eine Emailliste mit 1.000 Lesern hast. Anschließend verschickst du eine Email, in der du von einem Ebook erzählst, das dich überzeugt hat und das deinen Lesern gefallen könnte. Vorher hast du dich beim Verkäufer als Affiliate angemeldet. Du schreibst also deine Email und fügst einige Male einen Link zur Bestellseite ein, den du vom Verkäufer erhalten hast. Nehmen wir an, dass das Ebook 20 € kostet und deine Provision pro Verkauf 40 % (= 8 €) beträgt. Das ist ungefähr die durchschnittliche Beteiligung bei Informationsprodukten. Nehmen wir an, dass jeder 2. Leser deines Newsletters die Email liest, die du verschickst. Das ist ein Punkt, den viele Gurus nur zu gerne übersehen, wenn sie ihre Produkte bewerben. Das ist ein sehr guter Wert (50 %) – manche sind schon mit 10 % zufrieden, aber aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es möglich ist, wenn man eine gute Beziehung zu seinen Lesern hat.

Das heißt also, dass von deinen 1.000 Emails 500 tatsächlich gelesen werden. Nehmen wir an, dass jeder 100. Leser das Ebook kauft, das du empfiehlst. Das würde dir einen Verdienst von 40 € einbringen (5 x 8 €). Das ist nicht schlecht für den Versand einer Email, für die du nur 10 Minuten brauchst. Doch wir reden hier von einer Newsletterliste mit 1.000 Emailadressen. Bei einer Liste von 10.000 wäre dein Verdienst 400 €, bei einer von 100.000 wäre er 4.000 €! Und das pro Email. Doch das Besondere an dem ganzen Vorgang ist, dass du diese Emails vorher anfertigen kannst und der Versand läuft automatisch. Du kannst also 52 solcher Emails schreiben und in den Autoreponder einfügen. Das dauert nur einige Tage und wird dir in einem Jahr etwa 2.080 € beim obigen Beispiel einbringen, wenn die Zahlen konstant bleiben. Nicht schlecht für einige Tage Arbeit, oder?

Schlusswort

Da der ganze Prozess automatisch läuft, brauchst du dich nicht mehr um diese Liste zu kümmern. Du kannst solange an weiteren Liste arbeiten oder dafür sorgen, dass mehr Besucher auf deine Webseite kommen. Vermeide es deinen Lesern nur Werbung zu schicken und sende ihnen zwischendurch hilfreiche Tipps zum Thema. Außerdem solltest du nicht versuchen Eskimos Kühlschränke zu verkaufen. Wenn du einen Newsletter zum Thema Gesundheit schreibst, solltest du keine Datingportale und Flachbildschirme bewerben, sondern passende Produkte.

Hast du in diesem Artikel einen Einblick dafür bekommen, wie toll das Internet ist um Geld zu verdienen? Du kannst alle Vorgänge vom Sammeln der Emailadressen auf einer Webseite bis zum Verdienen durch Affiliatelinks automatisieren. Du bist also in der Lage nach und nach kleine Geldmaschinen zu erstellen, die selbstständig funktionieren und Geld einbringen. Das Ganze läuft auf einer ganz anderen Ebene ab, wenn du eigene Produkte entwickelst, die du verkaufen kannst, aber das ist nicht notwendig. Es gibt auch Menschen, die nur davon leben, dass sie ihrer Liste Affiliateprodukte empfehlen.

Bewerte diesen Artikel
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

18 Bewertung(en), durchschnittlich: 5,00 von 5

Loading...

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.