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Nofollow für interne Links? – Quatsch mit Soße!

Gibt es interne Links, die man auf Nofollow setzen sollte? Ganz unberechtigt ist die Frage nicht und es gab auch Zeiten wo man diese Frage mit ja beantworten konnte und SEOs fleißig getestet haben, in welchem Fall es günstiger ist einen internen Link auf nofollow zu setzen. Die einschlägige Meinung lautet heute eher “Nein”, auch nicht für Seiten wie dem Impressum.

Woher stammt der Gedanke interne Links auf Nofollow zu setzen?

Vor einigen Jahren verhielt es sich mit Follow und Nofollow Links wie folgt: Der Linkjuice wurde früher auf die Follow Links, die auf einer Seite vorhanden waren, verteilt. Die Nofollow Links hingegen bekamen nichts ab. Webmaster nutzten diese Tatsache, um den Linkjuice besser zu verteilen, was man als Pagerank Skulpting bezeichnet. Seiten wie Impressum, Disclaimer wurden auf Nofollow gesetzt, den sie sollen ja in der Suche nicht weit oben erscheinen. Die Power sollen ja die wichtigen trafficbringenden Seiten bekommen. Aber auch Links, die doppelt auf der Seite waren, wie Menüpunkte, die mehrfach vorhanden waren, z. B. einmal in der Hauptnavigation und einmal im Footer wurden ebenfalls von manchen teilweise mit Nofollow versehen.

Pfiffige SEOs probierten verschiedene Szenarien aus und kamen zur Einsicht, dass es tatsächlich einen großen Unterschied machen kann, ob ein bestimmter Link mit Follow oder Nofollow versehen wird.

Schon vor einiger Zeit hat Google hier aber eine entscheidende Änderung vorgenommen. Der Linkjuice verteilt sich auf alle Links gleichmäßig. Das heißt wenn auf einer Seite 5 Links vorhanden sind, davon ein Nofollow, so bekommt jeder Follow-Link 1/5 des Linkjuices ab. Als das Pagerank Sculpting noch möglich war, ging in diesem Fall je 1/4 Juice auf die Follow-Links, also ein gutes Stück mehr. So die Theorie und aus diesem Grunde wurde mit Follow/Nofollow für interne Links experimentiert.

Interne Links nicht auf Nofollow setzen

Die Meinung der meisten SEOs ist derzeit, dass es keinen Sinn macht, interne Links mit Nofollow zu versehen, so der Toolanbieter Sistrix in einem Artikel zum Thema Nofollow.

Und Matt Cutts hat sich auch schon im Jahre 2010 in einem Video geäußert. Es könnte sogar nachteilig sein, denn die Links würden aus dem Linkgraphen herausfallen und es ginge Pagerank verloren. Es sei sinnvoller, sich mit dem Bereitstellen neuer Inhalte zu beschäftigen als die Zeit mit der Pagerank-Verteilung auf der Seite zu verschwenden.

In Fällen wo bestimmte Seiten zu weit oben in den Suchergebnissen erscheinen und andere wichtige verdrängen nutzt man lieber das noindex Tag zusammen mit follow. Im oben genannten Video schließt Matt Cutts mit: “Ich würde “nofollow” nicht verwenden, da ich glaube, dass es mehr Nachteile als Vorteile hat.” Ich hoffe, er weiß es auch 🙂


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