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Offline Marketing: Flyer und Visitenkarten sind die perfekte offline Werbung!

In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, wie du effizient Flyer und Visitenkaren als Werbeinstrument verwenden kannst. Also lass uns keine Zeit mehr verlieren. Los gehts!

Visitenkarten

Visitenkarten gehören zur Geschäftsausstattung eines jeden Unternehmers und sind das Aushängeschild der Corporate Identity. Sie repräsentieren auf kleiner Fläche den Wert und die Stellung des Unternehmens und vermitteln die zentrale Botschaft. Neben einer meist kosten- günstigen Produktion sind Visitenkarten durch eine schnelle Verfügbarkeit, hohe Transportabilität sowie Griffbereitschaft gekennzeichnet. Der entscheidende Nachteil ist allerdings die extrem geringe Reichweite (Face to Face) was die Visitenkarte als eigentliches, effektives Werbemittel entwertet.

Dennoch kannst du im Laufe deiner Geschäftstätigkeit mit etwas Geschick die Reichweite erhöhen, indem du Kooperationen mit Empfehlungsnetzwerken eingehst. Finde dazu Geschäftspartner, welche dich weiterempfehlen und überlasse ihnen einige Visitenkarten. Gelingt es dir qualitative Partner zu akquirieren, kann über kurz oder lang der ein oder andere Mandant gewonnen werden. Speziell in der Dienstleistungsbranche können über diese Art der Herangehensweise weitere Kontakte entstehen. Alles eine Sache der Taktik.

Vergiss dabei aber auch nicht, dass der Geschäftspartner in der Regel selbiges erwartet. Für reine Websitebetreiber ist der Besitz und Tausch von Visitenkarten, wenn man nicht geschäftsmäßig auftritt, vernachlässigbar. Die Effekte der Kundengenerierung durch den Austausch von Visitenkarten gehen in den meisten Branchen gegen Null bzw. sind unerheblich für die Umsatzgenerierung (B2C). Im Bereich B2B sind sie lediglich ein Hilfsmittel zum Ausbau von Empfehlungsnetzwerken.

Flyer

Flyer werden in der Praxis von Unternehmern gern als Werbemittel genutzt, um neue Kundenkreise zu erschließen – so die Absicht. Trotz hoher Streuweiten und geringen Response-Quoten findet diese Marketing-Maßnahme generellen Anklang, meist in Form eines unüberlegten „Schnellschusses“ aufgrund mangelnder Marketing-Erfahrung. Oft hört man in Foren die Frage, ob sich denn eine Flyer-Aktion lohnen würde? Generell lohnen diese nicht, aber unter Beachtung gewisser Regeln zur Analyse und Vorgehensweise kannst du herausfinden, ob das Verteilen von Flyern für dich nicht doch eine gute Ergänzung zu anderen Werbestrategien in deinem Marketing-Mix darstellt. Hier die wichtigsten Aspekte und Fragen, welcher eine Klärung im Vorfeld erfordern:

Definiere deine Zielgruppe!

Um die Streuwirkung zu vermindern, sollte eine Eingrenzung der Zielgruppe vorgenommen werden. Die Einstellung „Jeder ist die Zielgruppe“ zeugt entweder von unbedarftem Handeln oder dem Unwillen zur Analyse. Mit dieser Haltung wirfst du dein Geld zum Fenster raus und ziehst den Unmut der Rezipienten auf dich. Beinlosen kann man nun mal keine Schuhe verkaufen, jedenfalls nicht durch einen Flyer im Briefkasten. 😉

Mach dir also Gedanken wer einen Bedarf an deinem Angebot hat! Nutze dazu die 4-Felder-Matrix zur Unterteilung potentieller Kunden. Je besser du diese Analyse durchführst, desto besser eine potentielle Kontaktaufnahme. Trauer bei dieser Eingrenzung nicht dem Umstand nach, dass dir durch die Verkleinerung des Personenkreis Kunden verloren gehen. Die Mehrheit wird deinem Werbe-Flyer so oder so kaum Beachtung schenken – sei dein Angebot noch so aufregend. Konzentriere dich lieber auf die Menschen (qualifizierte Besucher), welche ein wirkliches Interesse an deinem Angebot haben könnten. Ansonsten sind die Vertriebskosten für den Flyer höher und die Response-Quoten im Vergleich zu den Ausgaben marginal.

Lokalisiere deine Zielgruppe!

Hast du deine Zielgruppe(n) definiert, musst du prüfen wo sich diese befindet und in welcher Konzentration. Dies ist sehr wichtig, um dich gezielt der Werbekanäle zu bedienen. Untersuche dabei die Kriterien hinsichtlich des Wohn- und Aufenthaltsortes. Letzteres beinhaltet alle Verkehrsflächen und Lokalitäten an denen du das Zielpublikum antreffen kannst. Wenn du beispielsweise als Zielgruppe ein junges Publikum identifiziert hast, dann solltest du Wohnbezirke ausfindig machen in denen Jugendliche vermehrt aufwachsen und die Orte bestimmen, an denen sich dieses Publikum regelmäßig trifft bzw. welche Locations frequentiert werden.

Wie zugänglich ist meine Zielgruppe hinsichtlich dieser Form der Werbung?

Nachdem du dir über das wer und wo im Klaren bist, ist das „Wie“ der nächste Betrachtungsgegenstand, also wie erreiche ich die Zielgruppe? Spezielles Augenmerk liegt hier eindeutig in den Vertriebskanälen. Für Flyer-Aktionen eignen sich prinzipiell Postwurfsendungen, eventuelle Beilagen zu anderen Printmedien und das Auslegen in Geschäftsräumen des Kooperationspartners. Was im Einzelfall realisiert werden soll, musst du entscheiden. Wichtige Merkmale für die Beurteilung sind Reichweite, Vertriebskosten, Response-Quote, Zuspruch durch die Geschäftspartner und der Effizienzgrad zu anderen Marketing-Maßnahmen.

Wie gestalte ich den Flyer ansprechend?

Alle bisherigen Analysen und Erkenntnisse nützen dir gar nichts, wenn du an dieser Stelle halbherzig zur Tat schreitest. Die Gestaltung der Flyer ist der entscheidende Punkt, welcher über deinen Erfolg entscheidet. Schaffst du es nicht innerhalb von 1 – 3 Sekunden Aufmerksamkeit auf dich und dein Angebot zu ziehen, ist alle Mühe vergebens. Hier gibt es – wie überall – auch kein Patentrezept zur Art und Weise der Gestaltung. Dennoch möchte ich dir an dieser Stelle ein paar kleine Tipps und Ratschläge mit auf den Weg geben:

  • Überlege wie „trendy“ der Flyer gestaltet werden muss. Die Aufmachung soll der Zielgruppe und deinem Angebot entsprechen. Flippiges Design für Menschen über 70 führt wohl eher zum epileptischen Anfall als zur Beruhigung. 😀
  • Lies dich in die Farbpsychologie ein
  • Hebe dich durch andere Flyer sonstiger Postwurfsendungen ab (Gestaltung, Farben, Form, Öffnungsverhalten, Beilage, etc.)
  • Sei kreativ, aber passgenau zur Zielgruppe
  • Stell eine klare Botschaft heraus und platziere markante Faszinationspunkte
  • Vermeide viel Text. Dieser wird in den seltensten Fällen gelesen

Probeweise kannst du deinen Freunden und Bekannten ein paar Flyer in den Briefkasten werfen und testen, ob es eine Resonanz gibt. Spricht dich nach dieser Aktion keiner deiner Getreuen an, weißt du, dass deine Gestaltung einer Nachbesserung bedarf.

Was sollte der Flyer noch bieten?

Manche Geschäftsideen und Flyer lassen sich gut mit Add Ons verbinden. Hier kommen eventuell Warenproben, Rabattmarken, Gutscheincodes oder ähnliches zur Anwendung. Prüfe also dein Konzept auf Erweiterungen dieser Art.

Wie löse ich Aktionen aus?

Vergiss bei der Gestaltung auch nicht den Leser zu einer Handlung anzuregen. Einen Flyer interessenhalber zu lesen und für gut zu befinden, verleitet den Empfänger nicht gleich dazu die von dir erwünschte Aktion durchzuführen (z. B. den Besuch deiner Website). Oft ist der Vorsatz sich „später damit zu beschäftigen“ schnell vergessen und die Resonanz kommt somit nicht zustande! Aber dräng den Leser nicht gleich zu irgendetwas. Hier ist Fingerspitzengefühl und etwas Gehirnschmalz gefragt. Anheizer wie „Die ersten 50 Besucher erhalten ….. gratis“ wirken mit einer ansprechenden Gestaltung Wunder. Natürlich musst du auch hier wieder überlegen, ob sich das zu investierende Kapital amortisiert und deine Liquidität nicht gefährdet.

Zusammenfassung und Relevanz für Website-Betreiber

Bedenke immer, dass das Werben per Flyer zwiespältig zu sehen ist. Für Shop-Betreiber und Dienstleister können Flyer-Aktionen dazu beitragen den Kundenstamm zu erweitern. Dies ist aber sehr stark davon abhängig, wie gut du deine Zielgruppe identifizierst und wie gewinnbringend du diese ansprichst. Der Druck und das Verteilen der Flyer kostet Geld, welches sich in der Regel auch wieder amortisieren soll. Starte im Zweifelsfall kleinere Testläufe zur Verbesserung der Qualität deines Flyers. Zudem sollte deine Website bereits über ein vielfältiges Angebot verfügen, bevor du derartige Kampagnen startest. Flyer-Kunden erwarten oftmals ein wenig mehr, wenn sie sich schon den Aufwand für einen Besuch deiner Seite/ deines Geschäftes machen. Enttäuschungen sind der größte Kundenschreck den es gibt und diesen kannst du nur schwer wieder wettmachen.

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