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Schlechte Partnerprogramme: Wieso manche einfach nicht in Frage kommen!

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Meines Wissens gibt es mittlerweile 15.000 deutsche Partnerprogramme und es kommen pro Woche zirka 15 – 20 neue Partnerprogramme dazu. Bei den 3 Partnerprogramm-Suchmaschienen / Partnerprogramm-Datenbanken (100PP, Affili.net, Partnerprogramm-Suchmaschine (Datenbank von Superclix) und Affiliate-Marketing.de) werden alle recht schön katalogisiert, sortiert und mit Infos versehen.

Man sollte also meinen, dass es nun für jedes Projekt das richtige Partnerprogramm gibt. Nun ja, an sich schon, aber mittlerweile ist das Thema Gutschein für mich ein sehr wichtiges Kriterium geworden. Partnerprogramme, die regelmäßig Gutscheine anbieten kommen meist nicht mehr in Frage. Nein, kein Schreibfehler! – Das ist mein Ernst. Und ja – ich kenne die vielen Artikel/Beiträge darüber wie der Einsatz von Gutscheinen meine Conversion-Rate steigern lassen kann und wie toll und beliebt Gutscheine doch sind, usw.

Jetzt kommt das dicke ABER. Meines Erachtens verliere ich viel mehr Käufer, als dass ich welche gewinne. Wieso? Gutschein-Affiliates machen es sicher nicht absichtlich, aber ich denke, dass viele User einfach erst durch mich aufmerksam gemacht werden und dann nach einem Gutschein bei Gutschein-Affiliates suchen.

Ein erfundenes Beispiel

Also beispielsweise sucht der User ein paar geile Koffer und gibt bei Google ganz schulbuchmäßig Samsonite Koffer kaufen ein. Sollte es nun einen fleißigen Affiliate geben, der sich durch Suchmaschinenoptimierung oder viele Backlinks nach oben gekämpft hat, wird derjenige sich freuen, dass der User, der einen Koffer kaufen möchte, sich bei ihm umsieht und er ihn vielleicht schon soweit überzeugt hat, dass der User bereit ist auf den Link zum Shop Koffer-XY zu klicken und dort auch was zu kaufen.

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Aber was passiert dann?

Der User wird über den Affiliate-Link des Netzwerks zum Server des Netzwerks geleitet, der den Klick aufzeichnet und dem User sein Cookie verpasst. Der User kriegt das nicht mit und kommt nun auf die Seite Koffer-XY.de/Samsonite und sieht sich die Seite an. “Aha, Bild kenn ich schon, ist der gleiche Samsonite-Koffer, passt also. Beschreibung wie auf der Seite davor, der Preis stimmt auch wie vorher beschrieben, also ab in den Warenkorb. Also Namen und Adressdaten eingegeben und ab zum nächsten Schritt – Doch was da? Gutscheincode eingeben?

Ja klar, wieso denn nicht? Ein paar Euro sparen ist doch geil! Also neuen Tab aufgemacht, und bei Google mal schnell eingegeben “Koffer-XY Gutschein”. Zack, die ersten 5 Seiten lauter Gutscheine, also Gutscheinseite angeklickt und man findet einen geilen Text “Hier gibt es fette Gutscheine von Koffer-XY.de, dem Kofferhändler im Internet, sparen Sie mit Gutschein von Koffer-XY, Klicken Sie hier um den Gutschein anzuzeigen. User klickt und Zack – wieder wird der User über einen Affiliate-Link umgeleitet, aber dieses mal mit anderer Affiliate-ID in einem neueren Cookie (neuer als mein Cookie). Also Tab geschlossen, Gutscheincode eingegeben und bestellt, gibt den Code ein, bestellt den Koffer und freut sich. Der User hat keine Ahnung, dass es hier um Provisionen, Cookies, usw geht. Ist auch in Ordnung, soll ihn nicht interessieren.

Und was passiert nun? Der Trackingcode des Affiliate-Netzwerks sieht nach ob sich in den Cookieinformationen etwas Interessantes finden lässt? Oh ja – Gerade eben hat der Käufer noch bei Gutschein-Affiliate nachgesehen und da wurde ein Cookie gesetzt – also war der Gutschein-Affiliate (für den Code) der entscheidende Faktor, wieso der Kauf zustande kam. Daher kommen die ungewöhnlich hohen Conversion-Rates bei Gutschein-Affiliates.

Und nochmal in Kurzform:

Ich mach mir die Arbeit guten Content zu schreiben und meine Seite bei Google auf die wertvollen vorderen Plätze zu bringen und mittendrin im Kaufprozess gibt es ein neues Cookie, meines (und meine Arbeit) ist wertlos weil ich in die Röhre schau.

Sonderfall

Sollte der Partnerprogrammbetreiber bei zwei verschiedenen Netzwerken ein Affiliate-Programm haben, so hat er im einfachen Fall zwei verschiedene Trackingcodes auf seiner Bestellabschlussseite. Und im Normalfall lösen beide Trackingcodes auch aus. Wenn nun der Gutschein-Affiliate bei Netzwerk 1 ist und ich bei Netzwerk 2 gibt es zwei verschiedene Cookies und jedes der beiden Netzwerke beansprucht den Kauf (und somit auch die Provision und die Netzwerkgebühr für sich).

Fällt es dem Programmbetreiber nicht auf ist es zwar scheiße für ihn und beide Affiliates sowie beide Netzwerke profitieren davon, aber wenn er genauer nachsieht stellt er fest, dass er den Verkauf 2x verprovisionieren soll. Darauf hat er aber keine Lust, also geht los und er fragt Netzwerk A – die sagen ihm, dass ihr Netzwerk richtig ist und dass er bei Netzwerk B stornieren soll. Netzwerk B sagt das andersherum natürlich genauso. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Netzwerke sich das vertraglich in den AGB´s festhalten, dass der Programmbetreiber zusichert, dass er dem Tracking des Netzwerks zustimmt und den Verkauf freigeben muss. Lange Rede kurzer Sinn. Wenn es blöd läuft ärgern sich mehr Leute als nur ein Affiliate.

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Schuldfrage

Wer ist jetzt Schuld daran, dass ich “meinen” Verkauf nicht zugesprochen bekomme? Der Gutschein-Affiliate? Wäre zu einfach es so zu sagen. Dass der Gutschein-Affiliate darauf hin arbeitet, dass die Leute nach seinen Gutscheinen suchen während sie im Bestellprozess sind mag sein, aber der Gutschein-Affiliate arbeitet genauso hart um in den organischen Suchergebnissen nach vorne zu kommen wie ich – und selbst wenn einer damit aufhört bleiben noch 99 andere Affiliates, die seinen Traffic, den er aufgibt, gerne aufnehmen.

Bin ich schuld weil ich keine Gutscheine anbiete? Als Content-Affiliate will ich durch Content trumpfen, nicht durch Gutscheine, ich habe kein Interesse daran jedes mal meine Gutscheine auf Aktualität zu prüfen. Das Netzwerk? Ein Verkauf ist ein Verkauf und nur von Verkäufen leben die Netzwerke, ihnen könnte es egal sein ob der Verkauf von einem Gutschein-Affiliate kommt oder einem Content-Affiliate. Da aber die (Gutschein-)Affiliates speziell danach suchen würden sie vielleicht Affiliates verlieren, wenn die Mitbewerber die Gutscheine von den Programmbetreibern bekämen aber beim eigenen Netzwerk nicht?

Liegt die Schuld beim Merchant? Meiner Meinung nach ein klares Ja. Schon seit Beginn des Internets haben sich manche Eigenarten selbst entwickelt, z. B. bei der Navigation. Alle Menschen die von links oben nach rechts unten lesen “brauchen” die Navigation oben links. Klingt komisch, ist aber so. Bei manchen haben die Shops nachgeholfen. Der Warenkorb muss oben rechts sein! Wieso? Keine Ahnung wenn ich ehrlich bin, aber ich hab mich daran gewöhnt.

Und bei der Gutscheinfunktion ist es eben auch so. Wenn ich dem Kunden zeige, dass er einen Gutschein während des Warenkorbprozesses einfügen kann und er den auch ganz leicht finden kann ist mir klar, dass immer mehr Shops das so handhaben. Wer eine Guscheinfunktion anbietet, aber keine Gutscheine, der ist schnell seinen Interessenten wieder los, weil es immer jemanden gibt, der einen Gutschein anbietet, auch wenn meist nur nach dem Motto läuft “Rabatt ist das, was der Händler vorher draufschlägt” – Mag irrsinnig sein, aber der Kunde will es so. Also lange Rede kurzer Sinn: Die Situation in der wir sind, dass der Kunde durch die Shopbetreiber dazu gebracht wird nach Gutschein-Seiten zu suchen ist kaum noch zu ändern, aber der Händler ist selbst schuld. Und wenn er mich nun als Affiliate haben will muss ich sagen “Sorry, aber die Suppe hast dir selbst eingebrockt”.

Was kann man dagegen tun?

  • Möglichkeit 1 – First Cookie serves: Wenn man das Tracking so umstellt, dass derjenige, der die Nachfrage geschaffen hat, bzw. als erster den Kunden informiert hat, die Provision erhält ändert sich vieles. Aber, dass das letzte Cookie zählt kommt nicht von ungefähr, es hat schon seine Gründe wieso es so ist. Oftmals ist es nun mal auch so, dass der letzte Touchpoint zur Kaufentscheidung führt.
  • Möglichkeit 2 – Gutschein nur über Warenkorbfunktion: Kann funktionieren, wenn der Kunde nicht sieht, dass es Möglichkeiten zum Gutschein einlösen gibt sucht er nicht danach.
  • Möglichkeit 3 – Gutschein-Eingabefeld aus-/einblenden je nach Situation: Ähnlich wie bei Möglichkeit 2 ist es auch hier so, dass der User nicht nach einem Gutschein sucht wenn er ihn nicht einlösen kann. Wie das geht? Sogenannte Trackingweiche einbauen… Kommt der User über einen Link mit gesetzten Parameter, z. b. koffer-XY.de?quelle=Geburtstagsgutschein so kann der Shopbetreiber den ursprünglichen Zweck (z. b. Gutscheine zum Kunden reaktivieren) nutzen ohne zu befürchten, dass jeder einen Gutschein sucht. Der Trick ist hierbei einfach eine Trackingweiche per Script einzubauen, die erkennt ob der User über ?quelle=Geburtstagsgutschein kommt -> in dem Fall wird das Objekt Gutschein-Funktion angezeigt. Kommt der User nur über einen Direktlink/Empfehlung/Google Adwords kriegt er das Gutscheinfenster nicht angezeigt.
  • Möglichkeit 4 – Cookie “aufteilen”: Man gibt dem Gutschein-Affiliate einen Teil der Provision und dem Content-Affiliate eine Provision. Problem: Die Netzwerke sind (soweit ich weiß) noch nicht in der Lage dazu
  • Möglichkeit 5 – Keine allgemein gültigen Codes ausgeben sondern nur Gutscheine aus verschiedenen Zahlenkombinationen:
    • Problem 1: Mittlerweile sind auch manche Affiliates in der Lage die Nummern zu ändern sobald jemand den Gutschein hat anzeigen lassen.
    • Problem 2: Das ändert auch nichts an der Problematik, dass der Affiliate will, dass das Cookie gesetzt wird (mit Button Gutschein anzeigen obwohl keiner verfügbar ist?).

Wird wohl noch eine Weile dauern bis eine ausgereifte Lösung vorhanden ist…

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