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Schlechte Texte: Soll ich schlecht verfasste Beiträge veröffentlichen?

Stell dir vor du hast einen Text für deinen Blog geschrieben und bist nicht ganz zufrieden, weißt aber auch nicht was du ändern sollst um den Artikel in eine für dich zufriedenstellende Form zu bringen.

Was sollst du tun?

  • Löschen: Zunächst einmal könnte man das Posting löschen. Radikaler kann man Selbstzweifel nicht beseitigen.
  • Abspeichern und vergessen: Dem Löschen sehr ähnlich ist der Fall des Archivierens seiner zu Text gewordenen Zweifel. Der Artikel wird zwar nicht gelöscht, sondern abgespeichert, jedoch dann dem Vergessen anheimgegeben.
  • Überarbeiten: Selbstverständlich lässt sich jedes Posting auch überarbeiten. Aus so manch hässlichem Entlein ging noch ein recht passabel aussehender Schwan hervor.

Die Wahrscheinlichkeit, dass man einen solchen Artikel überarbeitet ist aber relativ gering und durch Löschen und Liegen lassen wird der Content nicht genutzt.

Daher raten viele dazu einfach alles zu veröffentlichen um die Posting-Frequenz zu erhöhen. Betrachten die Leser das Big Picture, also das große Gesamtbild, werden sie dir diese qualitativ minderwertigen Artikel verzeihen.

Doch dieser Tipp ist mit Vorsicht zu genießen, denn der Hauptgrund warum Blogs mit teilweise sehr guten Inhalten aus meinem Feedreader fliegen ist, dass sie zwischen ihren Juwelen auch viel Schrott posten. Gerade aktive Blogger die täglich schreiben neigen dazu ihren thematischen Fokus zu vergessen oder reichen belanglose News ohne eigenen Kommentar durch.

Sehr gut finde ich dabei vor allem den Vergleich mit den Printmedien. Fachzeitschriften, die man mit Nischen-Blogs vergleichen kann, erscheinen nur wöchent- oder monatlich und nicht wie die Tageszeitungen, die eine Vielzahl von Themen abdecken, jeden Tag. Dafür bieten sie gut recherchierte und qualitativ hochwertige Inhalte zum jeweiligen Thema.

Mein Weg

Wer über Gott und die Welt bloggt oder einen breitgefächerten Themenbereich hat (siehe die ganze Blogger die übers Bloggen & Web2.0 reden) kann ruhig mal Murks raushauen. Aber ein spezialisiertes Blog hat nur eine Stärke: Beiträge von hoher Qualität zum entsprechenden Thema. Dieses Gut darf man auf keinen Fall riskieren.

Was tue ich also mit schlechten Artikeln?

Ganz einfach: Ab damit in eines deine Splogs. Ich rede hier nicht von Blogs die sich ihren Content automatisch scrapen sondern davon sich eine Hand voll Accounts bei verschiedenen kostenlosen Blog-Hostern zu besorgen und hier und da mal einen lahmen Beitrag reinzuklatschen. Ziel dieser Blognetzwerke ist meist ein bisschen Linkjuice an das Hauptprojekt weiterzuleiten und was eignet sich dazu besser als ein Artikel der es fast bis ins richtige Blog geschafft hätte? So bekommt man immerhin einen themenrelevanten Backlink und geht den Stammlesern nicht auf die Nerven.

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