Artikelformat

Über Hüte und: Die meisten SEOs sind Jungfrauen

SEOs werden normalerweise in zwei Gruppen unterteilt: Die Guten, die sich an alle Regeln halten, und die Bösen, die spammen, jeden schmutzigen Trick benutzen, nur um ein paar Euros mehr zu verdienen. Der Einfachheit halber hat man festgelegt, dass die guten weiße Hüte (wie die guten Hexen oder Zauberer) tragen und die bösen einen schwarzen Hut.

White Hat SEO und Black Hat SEO sind aber zwei Extrema. Deshalb wurde die Bezeichnung Grey Hat SEO erfunden. Das sind die, die zwar böse Sachen machen, dies jedoch immer möglichst im Rahmen der Regeln von Google und Co. Die lustigen Kerlchen, die am Rande des Erlaubten balancieren. Solange sie aber Google genug Profit (durch Adsense) bringen, lässt Google sie in der Regel in Ruhe.

Dann gibt’s noch die besonders kreativen SEOs. Sie experimentieren und lieben es mit Google zu spielen. Sie versuchen auf möglichst elegante und leichte Weise gute Platzierungen und Verdienste zu erzielen.

Kleines Beispiel: Um eine Seite mit Links zu pushen würde der Blackhatter tausende Blogs, Gästebücher und Foren automatisch mit ebensovielen Links zuspammen lassen. Der Greyhatter würde das nicht ganz so aggressiv machen. Statt in Foren automatisch Spambeiträge reinzustellen, lässt er sich per Bot einfach in eben diesen Foren anmelden und bekommt so zwar nur Links aus dem Profil des Users, aber immerhin.

Der kreativer SEO würde sich einfach die stärksten Blogs und Foren, vorzugsweise von .edu und .gov Domains und natürlich ohne rel=”nofollow” aussuchen und dort manuell einige Beiträge oder Comments erstellen. Qualität statt Masse.

Und der Whitehat SEO schüttelt nur den Kopf bringt die Extra-Energie lieber in die Verbesserung seiner Seite ein. Da kommen die Links irgendwann von alleine. Und wenn es jeder richtig macht, wird auch jeder Erfolg haben. Beim Whitehat SEO dauert es nur was länger, dafür aber hat er mehr Freude mit der Seite, auch in ein paar Jahren.

Wenn man selbst SEO Black Hat oder White Hat betreibt impliziert nicht gleich, dass man ein guter oder schlechter Mensch ist. Es gibt einen Unterschied zwischen Black-Hat-Techniken und krimineller Aktivitäten. Für mich bedeutet ein schwarzer Hut das Konkurrieren mit den Suchmaschinen, während ein weißer Hut für mich das Konkurrieren mit anderen Webmastern darstellt.

Und auch als Whitehatter: Um seinen Feind verstehen und schlagen zu können, muss man der Feind werden. So, oder wenigstens so ähnlich, hat es Sun Tzu in seinem Buch „Die Kunst des Krieges“ geschrieben. Und zum Jungfrauen-Aspekt auf den meisten warten: Eine jungfräulicher SEO ist jemand, der noch nie eine Website von einer Suchmaschine ungewollt deindexiert bekommen hat. Und es ist wie im wirklichen Leben. Wenn du eine Jungfrau bist, weißt du nicht, was dir fehlt.


Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.