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Onpage-Optimierung – Die Top Rankingfaktoren

Unter Onpage-Optimierung versteht man alle diejenigen SEO Maßnahmen, die direkt auf der entsprechenden Webseite durchgeführt werden. Hier gibt es eine Menge an Dingen, die zu beachten sind. Die wichtigsten Faktoren, die zur Verbesserung der Webseite beitragen und damit auch zur Verbesserung der Rankings bei den Suchmaschinen, möchte ich heute im Überblick vorstellen. Im Mittelpunkt steht bei der Onpage-Optimierung der User, der die Seite besucht.

Die Webseite sollte derart gestaltet sein, dass der User eine positive Erfahrung auf der Webseite macht, sprich: die Seite ist für ihn nützlich, er findet wonach er gesucht hat und findet die Seite so ansprechend und interessant, dass er Lust bekommt, noch länger zu verweilen oder die Seite zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu besuchen.

Die wichtigsten Onpage-Faktoren

Wie generell bei der Suchmaschinenoptimierung sind sich die SEOs nicht immer einig, was die Rankingfaktoren anbelangt. Es kann also gut sein, dass der eine gerade etwas propagiert, wo ein anderer genau die gegenteilige Meinung hat. Das liegt zum Teil auch daran, dass sich die Verfahren von Google zur Berechnung der Suchergebnisse immer wieder ändern, so dass sich das Gewicht für die verschiedenen Rankingfaktoren ständig ändert.

Der Domainname

Die Onpage-Optimierung geht schon los, bevor das Projekt gelauncht wird mit der Wahl des Domainnamens. Prinzipiell sollte dieser gut einprägsam sein und leicht zu tippen. Kurz ist besser als lang und maximal ein Bindestrich. Der Domainname enthält entweder den eigenen Markennamen oder Keywords, wobei man Letzteres nicht übertreiben sollte. Wichtig ist auch, darauf zu achten, dass keine Markenrechte verletzt werden.

Das Alter der Domain

Das mag vielleicht schwer zu glauben sein, aber je länger die Domain existiert, umso vertrauenswürdiger ist sie, wenn das restliche Umfeld auch stimmt. Es ist oft so, dass neue Projekte erst einmal in der Google Sandbox schlummern mit dem Verdacht spammig zu sein und erst nach Monaten, wenn das Projekt dann immer noch existiert und sich weiterentwickelt von Google normal behandelt wird.

Das Hosting

Ein zuverlässiger Hoster mit möglichst wenigen Ausfällen ist unentbehrlich, denn können Google und Benutzer immer wieder nicht auf die Seite zugreifen, dann verlieren sie auch die Lust daran, vorbeizuschauen. Für größere Projekte empfiehlt sich auf jeden Fall ein eigener Server aus Performance Gründen aber auch um das Problem der schlechten Nachbarschaft zu vermeiden, das auftreten kann, wenn sich mehrere Webseiten eine IP-Adresse teilen und eine dieser Webseiten nicht vertrauenswürdig ist. Dann werden nämlich unter Umständen alle Webseiten mit dieser IP von Google schlechter bewertet. Zudem sollte ein Hoster aus dem Land gewählt werden für das die Seite betrieben wird.

Sprechende URLs

URLs sollten so konstruiert sein, dass sie für den Menschen lesbar sind, so dass auch aus der URL erkennbar ist, um welches Thema es sich auf der Seite handelt. Also keinesfalls beispielsweise meinedomain.de/?p=123. Auch Session-IDs sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Wer WordPress als CMS nutzt kann einstellen, nach welchem Schema die URLs automatisch generiert werden. Eine denkbare und oft verwendete Vorgehensweise ist zum Beispiel die Artikelüberschrift für die Generierung zu nutzen. Sinnvollerweise enthält diese auch die wichtigsten Keywords und ist dann auch für Google brauchbar. Eventuell macht es auch Sinn, diese URL manuell pro Seite einstellen zu können um so diese noch besser für Google optimieren zu können.

Metatags Title und Description

Normalerweise werden diese beiden Metatags von den Suchmaschinen verwendet, um daraus die Anzeige in den Suchergebnissen zu generieren. Insofern sollten diese zum einen so gestaltet sein, dass sie den Inhalt der Seite gut beschreiben und aber auch interessant genug, um geklickt zu werden. Auch hier sollten in Maßen die wichtigsten Keywords und/oder Synonyme verwendet werden. Das Metatag Title ist übrigens zweifellos eines der wichtigsten Rankingfaktoren bei Google. Der Title sollte zwischen 50 und 75 Zeichen lang sein, die Description 160 Zeichen. Was länger ist, wird abgeschnitten, was kürzer ist, ist einfach ungenütztes Potenzial.

Qualitativ hochwertiger Content

Gute Inhalte, die gelesen werden wollen sind mit das wichtigste Ranking-Kriterium. Die Zeiten wo man mit miserablen Inhalten, die mit Keywords vollgestopft waren, gute Rankings erzielen konnte, sind endgültig vorbei. Es muss nicht immer die perfekte Schreibe sein, Rechtschreibung und Grammatik sollten aber im Großen und Ganzen stimmen und der Inhalt sollte für die Zielgruppe interessant sein, was nicht heißt, dass immer nur Neues präsentiert werden muss. Auch Grundlagenartikel werten einen Blog auf und werden noch nach Jahren gelesen. Natürlich sollten auch im Text die wichtigsten Keywords verwendet werden und auch Synonyme und damit verwandte Begriffe.

Server-Antwortzeiten und Ladezeiten

Diese sind laut verschiedensten Quellen kein sehr wichtiger Ranking-Faktor, allerdings können sie schon die Besucherzahlen deutlich steigern, wie Peer Wandiger in diesem Artikel berichtet. Denn wenn der Besucher die Seite schneller zu sehen bekommt, ist dies für ihn ein positives Erlebnis. Zur Verbesserung der Serverantwortzeiten kann man ein Plugin wie WP Super Cache oder Cachify nutzen. Der Einsatz von WP Super Cache brachte auf einem meiner Blogs eine Reduzierung der Serverantwortzeit auf 450ms von zuvor 1700. Zu den Ladezeiten findet man einen guten Artikel auf blog.netprofit.de. Die Server- und Ladezeiten-Optimierung ist kein Anfänger-Thema weswegen sie oft vernachlässigt wird, aber es lohnt sich hier Zeit in die Optimierung zu investieren.

Valider HTML Code

Auch dies soll zwar kein sehr wichtiger Rankingfaktor sein, ist aber der Code fehlerfrei, so haben es die Suchmaschinen leichter, ihn zu verstehen. Browser und Suchmaschinen sind heutzutage zwar sehr tolerant aber es ist nicht verkehrt, sich an die Standards zu halten, um das Risiko gering zu halten, dass Google irgendwelche Probleme mit dem Code hat. Einfach prüfen kann man den Code mit dem W3C-Validator, genaueres in diesem Artikel.

Doppelte Inhalte

Doppelte Inhalte (duplicate content) auf der Seite können das Ranking einer ansonsten guten Webseite ordentlich vermasseln. Doppelte Inhalte entstehen beispielsweise, wenn eine Domain mit www oder ohne www erreichbar ist. Oder auch wenn ein Parameter an der URL mit dran hängt. Dann ist der gleiche Inhalt über mehrere URLs erreichbar. Solange das Problem nur auf der eigenen Seite entsteht, lässt sich dies auf verschiedene Arten beheben, beispielsweise durch die Verwendung einer 301-Umleitung oder des Canonical Tags. Mehr dazu in diesem Beitrag zum Thema Doppelte Inhalte.

Überschriften

Überschriften haben bei den Suchmaschinen einen besonderen Stellenwert und werden stärker gewichtet als der normale Text, denn wenn Text als Überschrift mit h1, h2, h3 usw. markiert wird, dann ist das ein Signal, dass dort wichtige Informationen enthalten sind. Und auch der Leser kann dadurch den Text besser und schneller erfassen. Jede Webseite sollte genau eine h1-Überschrift enthalten und weitere Überschriften. Sinnvollerweise sind darin auch Keywords enthalten, was sich aber in der Regel von sich aus ergibt, wenn man Texte für den Menschen schreibt.

Die Sitemap

Eine Sitemap gibt es in zwei verschiedenen Varianten: einmal als XML-Sitemap für die Suchmaschinen und einmal als HTML-Sitemap für die Leser. Die XML-Sitemap ist eine Liste der URLs, die von den Suchmaschinen indexiert werden sollen. Bei einer durchdachten Webseite finden die Suchmaschinen die zu indexierenden Seiten von selbst, dennoch kann eine XML-Sitemap das Crawling beschleunigen. Vor allem Seiten, die nur über viele Klicks erreichbar sind, finden dadurch dennoch Beachtung. Für das automatisierte Erstellen und Senden an die Suchmaschinen kann man beispielsweise das WordPress Plugin Google XML Sitemaps nutzen. Immer mal wieder sieht man auch eine HTML-Sitemap, was nichts anderes ist als eine Seite mit allen vorhandenen Seiten des Internetauftrittes am besten noch gegliedert nach Thema. Auch hierfür gibt es Plugins und solch eine Sitemap kann dem Leser helfen, sich auf der Website besser zurechtzufinden.

Interne Verlinkung

Dies ist einer der wichtigsten Onpage-Faktoren überhaupt. Sowohl für Google als auch für den Leser ist es hilfreich, wenn die Unterseiten eines Internetauftrittes sinnvoll miteinander verlinkt sind. Als Grundregel gilt: jede Seite sollte in mindestens vier Klicks erreichbar sein und verwaiste Seiten, die also von nirgendwo aus verlinkt sind, sind ein absolutes No-Go. Zur Stärkung der internen Verlinkung gibt es viele einfache Möglichkeiten, die man mit Plugins realisieren kann, z.B. die Anzeige von ähnlichen Artikeln, beliebten Beiträgen, letzten Kommentaren, Kategorien, Archiven oder Tags aber auch sogenannte Sneeze-Pages, worunter man Übersichtsseiten zu bestimmten Themen versteht.

Optimierte Bilder

Suchmaschinen können den Inhalt von Bildern nicht verstehen. Um ihnen dennoch sagen zu können, um was es in einem Bild geht, nutzen wir am besten die verschiedenen Bildeigenschaften, die wir in HTML zur Verfügung haben: Titel, Beschreibung, Alternativer Text. Und auch der Dateiname für das Bild sollte dieses möglichst gut beschreiben. Optimierte Bilder haben bessere Chancen auf gute Positionen in der Bildersuche aber auch der Text selbst in dem das Bild eingebettet ist, wird dadurch aufgewertet, wenn das Bild zum Inhalt passt. Mehr dazu habe ich schon einmal in diesem Artikel zur Bildoptimierung geschrieben.

Snippets

Die Anzeige von Snippets in den Suchergebnissen ist nur indirekt ein Rankingfaktor, bewirken aber dass die Klickrate für unsere Seiten in den SERPS steigt und somit ist dies wiederum ein positives Signal für Google & Co. Schon fast Pflicht ist die Anzeige des Autorenprofils in den SERPs aber auch Sternchenbewertungen oder die Breadcrumbs haben einen sehr positiven Effekt, vor allem wenn man noch zu den wenigen gehört, die die Anzeige dieser Snippets bereit stellen. Und die Realisierung wird immer einfacher, denn Google fängt jetzt schon an, die Snippets-Realisierung über einfaches Markieren in den Webmaster Tools anzubieten und wird das weiter ausbauen.

Social Media Buttons

Der letzte Punkt für heute sind die Social Media Buttons, die auch nur indirekt sich auswirken. Man sollte es dem Leser möglichst einfach machen, die Inhalte, die ihm gefallen auf Social Media zu verteilen. Dazu baut man die Teilen- und “Gefällt mir”-Buttons der verschiedenen Plattformen in die Seite ein am besten für jeden Artikel und auch global in der Sidebar. Denn mit jedem Teilen und Liken bekommt unsere Seite wertvolle Links aus den sozialen Netzwerken, die inzwischen von Google als wichtiger Rankingfaktor verwendet wird. Bei guten Artikeln hat man über Social Media auch die Chance auf einen viralen Effekt.

Fazit

Wie man sieht, gibt es eine ganze Menge an Möglichkeiten für die Onpage-Optimierung von Webseiten. Mancher wird sich fragen, welche davon die wichtigsten sind. Eine genaue Rangfolge möchte ich gar nicht aufstellen, am besten man beherzigt möglichst viele davon, denn erstens ist offiziell von Google keine bekannt und zweitens wird sich auch bei Google das Gewicht der einzelnen Faktoren immer wieder ändern.


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