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Die Problematik überoptimierter Webseiten

Das Google es nicht gerne sieht, wenn Webseiten überoptimiert sind, ist an und für sich nichts neues. Allerdings hat der Suchmaschinenprimus jedoch angekündigt, noch strenger gegen überoptimierte Internetseiten vorzugehen (Quelle). Ein guter Grund für mich, mich etwas intensiver mit dieser Materie auseinander zu setzen und dir in diesem Artikel ein paar Tipps zu geben, wie du eine Bestrafung wegen übertriebener SEO-Maßnahmen vermeiden kannst.

Wer sich mit dem Thema Suchmaschinenoptimierung beschäftigt, weil er seine eigene(n) Seite(n) besser in den SERPs platzieren möchte, beginnt meistens bei der Optimierung seiner Webseite und den Seiteninhalten, sprich der Onsite-Optimierung. Nach getaner Arbeit wird sich der Traffic der Seite verbessern und die Früchte der SEO-Arbeit sind schnell erkennbar.

Angetrieben von diesem Erfolgserlebnis ist man schnell bestrebt, seine Seite mehr und mehr zu optimieren und tappt dabei rasant in die Falle der Überoptimierung. Es ist manchem übereifrigen Suchmaschinenoptimierer gar nicht bewusst, dass er eine “alte” SEO Sünde begangen hat: Das Keywordstuffing.

Keywordstuffing 2.0

Beim Keywordstuffing versucht man, seinen zu optimierenden Suchbegriff so oft wie möglich im Text der Webseite unterzubringen, aber nicht nur im sichtbaren Bereich, sondern z. B. auch in den Metainformationen. Man stopft seine Webseite also mit dem Keyword voll, daher auch der Name. Diese Methode ist eigentlich ein alter Hut und kein vernünftiger SEOler würde heute noch auf diese Taktik setzen, zumal die Suchmaschinen clever genug sind, diese Schummelei zu erkennen. Warum stellt Keywordstuffing dann heute noch ein Problem dar?

Ganz einfach, weil vielen Optimierern gar nicht bewusst ist, dass sie ihre Seite mit Keywords vollstopfen und weil der Begriff heutzutage von den Suchmaschinen weiter gefasst wird. Problematisch wird es beispielsweise dann, wenn dein Title Tag, deine URL und ein Großteil (> 60%) deiner Inbound Links exakt das selbe Keyword enthalten. An diesem Beispiel erkennst du, warum der Begriff neuerdings weiter gefasst wird als früher.

Aktuell bezieht insbesondere Google auch die Linktexte deiner eingehenden Links mit in die Bewertung ein. Ein übertriebender Anteil des Keywords in immer der selben Schreibweise ist unnatürlich und wird von Google entsprechend behandelt. Ein weiteres Beispiel für Keywordstuffing sind die alt-Tags von Bildern. Wenn du 40 Bilder auf deiner Seite hast und alle tragen in ihrer alt-Beschreibung exakt das gleiche Keyword, machst du dich verdächtig.

Eine weitere Problematik sind sogenannte administrative Links. Du besitzt ein Netzwerk von verschiedenen Webseiten und verlinkst alle Seiten untereinander? Dann solltest du vorsichtig sein und diese Verlinkungen aufheben, denn Google ist dabei diese Art von “Gefälligkeiten” ebenfalls als Überoptimierung einzustufen. Auch Low Quality Links, also Verlinkungen von schlechter Qualität, sind ein Problem. Ein Link von einem Blog, bei dem die Kommentare nicht moderiert werden und dieser dementsprechend zugespammt wird, ist ein gutes Beispiel für eine minderwertige Linkquelle. Verzichte auf Backlinks bei denen du dir Links mit Casino-, Erotik- und/oder Viagraseiten teilen musst. Ebenfalls ins Fadenkreuz sind einseitige Linkprofile gerückt. Stammen deine Backlinks nur aus einer oder wenig differenzierten Quellen, wie beispielsweise nur Links aus Blogkommentaren und Foren, dann könntest du in naher Zukunft ein Problem haben. Baue immer gut differenzierte Linkprofile auf. Denk dabei einfach an ein Aktiendepot. Investiere dein Geld nicht nur in eine Aktie / eine Branche, sondern streue dein Investment.

Damals wie heute: Content is King

Der wichtigste Tipp den ich dir geben kann (Du kannst es dir wahrscheinlich schon denken): Schreibe regelmäßig neuen Content für deine Seite. Am besten planst du neue Inhalte regelmäßig für deine Seite ein, ob täglich, wöchentlich oder monatlich. Wichtig ist nur, dass du dich daran hältst, denn so signalisierst du den Suchmaschinen, dass deine Seite stets aktuell ist und das es sich für die Suchmaschinen-Bots lohnt vorbei zu schauen.

Aus neuen Inhalten ergeben sich zudem eine Vielzahl von weiteren Vorteilen. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass Besucher über Longtail-Keywords auf deine Seite finden und es besteht die Möglichkeit durch neue Inhalte neue Links zu erhalten, wenn deine Inhalte für andere interessant genug sind. Denk auch daran, Backlinks zu deinen alten Inhalten aufzubauen, um den Suchmaschinen zu signalisieren, dass diese Inhalte immer noch wichtig und aktuell sind, auch wenn sie mitunter schon etwas älter sind.


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