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Video-SEO: So kannst du deine Videos optimieren

Eine momentan nicht ganz so häufig genutzte SEO-Chance ist das SEO für Videos bzw. im Falle von Onlineshops für Produkt-Videos. Warum das so ist, darüber kann man nur munkeln. Grund genug für dich diese Chance zu nutzen um deiner Webseite oder deinem Onlineshop einen kleinen SEO-Booster zu gönnen. Betrachten wir uns einmal das Wie und Warum und wie man das am besten umsetzt.

Das Warum von SEO-Videos

Seit Jahren versuchen Webseiten und Onlineshops immer auf andere Methoden die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Angefangen vor Urzeiten mit bunten Bildern, dann weiter mit animierten GIF’s, Flash und zuletzt tolle Effekte mit jQuery und anderen Java-Bibliotheken. Mit jeder dieser Möglichkeiten wurden Webseiten und Onlineshops aufgewertet und Besucher bzw. Kunden wurden immer aufs neue gefesselt. Zeit und Grund dafür, dass jetzt auch bewegte Bilder in hoher Qualität uns davon überzeugen einen bestimmten Artikel zu lesen oder ein tolles Produkt zu kaufen. Nachdem noch nicht viele Onlineshops und Websites Videos einsetzen hat man hier noch sehr viele Chancen und Möglichkeiten sich nach vorne an die Spitze der SERP-Listen zu kämpfen.

Das Wie von SEO-Videos

Jetzt ist es natürlich die Frage wie man mit SEO-Videos am besten anfängt und diese einbaut. Was benötigt man für Software und Hardware? Wieviele Videos sollte man einbauen? Betrachten wir uns zunächst was man alles benötigt. Hier kannst du aufatmen, um erste Gehversuche mit SEO-Videos zu machen muss man sich nicht sehr viel installieren oder kaufen. Fast jedes Betriebssystem bietet von Haus aus eine gewisse Videoschnitt-Funktionalität und ab und zu auch Software zum Aufnehmen von Videos. Mac-User haben hier ab Snow Leopard einen gewissen Vorteil, da Quicktime mittlerweile auch das Capturen von Desktop-Inhalten als Funktion bietet. Zum Nachbearbeiten bietet sich iMovie an. Mit Apples iMovie hat man alle Grundfunktionen um schnell Videos zu schneiden und zu bearbeiten. Unter Windows findet man dafür den Windows Movie Maker. Das sollte für den Anfang und für die ersten Videos reichen.

Wieviele Videos sollte man jetzt auf einer Produtkseite einbauen (wenn wir mal Onlineshops betrachten)? Anfangs sollte man den Fokus lieber darauf abzielen, dass zunächst alle trafficreichen Seiten mit einem Video versehen werden. Das ist zunächst wichtiger als Zweitvideos. Dasselbe gilt natürlich auch bei normalen Webseiten. Nicht jede Seite wird sofort gesehen, warum sollte man sich dann unter Druck setzen und mit Zwang jede Seite mit einem Video versehen? Wenn ein Shopbetreiber vorerst keine Vorstellung hat, welche Videos er aufnehmen soll, kann er freundlich beim Hersteller anfragen. Viele Hersteller bieten fertige Videos an, um die Produktreihe zu unterstreichen. Ideal sind jetzt noch ein passender Titel und Description für das Video, wie auch ergänzender Text und ein nettes Thumbnail. Das alles, weil Google und andere Suchmaschinen zwar Videos sehen, aber nicht interpretieren können. Deswegen sollte man die Seite dementsprechend anpassen.

Checkliste für ein erfolgreiches SEO-Video

Was sollte jetzt alles bei einem SEO-Video beachtet werden? Das erste und wichtigste ist ein ordentliches Webhosting Paket. Warum? Ganz einfach. Dein Ziel des SEO-Videos soll sein, dass der Traffic in erster Linie zu dir kommt. Es ist zwar eine nette Funktion bei Youtube einen Channel zu erstellen und Videos hochzuladen bzw. auf der Seite einzubetten aber der Traffic geht natürlich an Youtube. Man benötigt also den nötigen Webspace und ein dementsprechendes Traffic-Kontingent. Das ist allerdings bis jetzt nur die halbe Miete. Fangen wir mit den interessanten Geschichten an.

Die Videositemap

Wie jede andere Seite, benötigen auch Videos eine eigene Sitemap – die Videositemap. Diese ist ebenfalls im xml-Format und enthält alle wichtigen Elemente die man benötigt um Google mitzuteilen wo die Videos liegen und um was es in den SEO-Videos geht. Auf den Hilfeseiten von Google findet man eine Anleitung wie diese Datei aussehen soll. Im groben müssen folgende Angaben gemacht werden:

  • Titel des Videos
  • Beschreibung des Videos
  • URL der Wiedergabeseite
  • URL der Miniaturansicht
  • Speicherort der Videodateien und/oder Player-URL

Bei diesen Videositemaps gibt es dieselben Restriktionen wie bei klassischen Sitemaps, also 50.000 Einträge sowie maximal 10 MB für komprimierte Daten.

Ein kleines Beispiel:

Die Erklärungen zu den einzelnen Zeilen findet man sehr gut erklärt auf den Seiten von Google. Zu beachten ist noch welche Videoformate Google eigentlich crawlen kann. Laut den Webseiten sind dies MPG, MPEG, MP4, M4V, MOV, WMV, ASF, AVI, RA, RAM, RM, FLV Dateien. Es werden also alle wichtigen Videoformate unterstützt. Eine andere Möglichkeit Sitemaps zu erzeugen findet man hier.

Das passende Thumbnail

Google hat die Angewohnheit, dass wenn kein Thumbnail angegeben wurde einfach eines aus dem Video genommen wird. Der Nachteil ist natürlich dass das Bild recht unpassend sein könnte. Deswegen sollte man unbedingt ein Thumbnail übergeben.
Um die beste Qualität beim Thumbnail zu erhalten sollte man das Bild in einer optimierten Version in der Größe 80 x 60 Pixel generieren. Dies macht man am besten mit einem Screen-Capture Programm bzw. mit einem extra Grafikprogramm. Mit einem passenden Thumbnail lässt sich natürlich auch die Klickrate in den SERPS deutlich erhöhen. Hier also etwas Mühe geben 🙂

Das Video einbinden und eine eindeutige URL erzeugen

Damit das Video auch gefunden wird, musst du es natürlich auch auf der Seite einbinden. Hier hat man wie man es vom Internet erwartet auch gleich mehrere Möglichkeiten. Von komplexen Plugins die alles übernehmen bis zu seperaten Javascripts die das nötige erfüllen. Wichtig ist hier allerdings für eine gute Konversion dass der Player selber sehr spartanisch ausgestattet sein soll um nicht abzulenken. Hier langt beispielsweise schon einer mit einem Play, Pause und Vorspulbutton. Eine Empfehlung wäre das Skript von VideoJS – einem HTML5 Player der nahezu alle Broswer unterstützt.

Abschließendes

Wie ich dir gezeigt habe ist SEO mit Videos nicht allzuschwer und bietet sehr viele Chancen deinem Shop oder deiner Webseite noch einmal einen gewissen SEO-Kick zu geben. Vor allem im Bereich des eCommerce hat man hier sehr viele Möglichkeiten seine Konversionsrate zu verbessern. Shopbetreiber sollten Video-SEO mit zu einem Bestandteil ihrer SEO-Strategien machen. Die Zukunft verspricht noch wesentlich mehr.

Was meinst du zum Thema Video-SEO? Wie sind deine Erfahrungen? Schreib mir einen Kommentar.

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