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Warum Keywords in der URL wichtig sind

Ein Rankingfaktor von vielen, das ist klar. Sicherlich aber immer noch einer der meistgewichtetsten. Aber warum ist das so? Um dies zu ergründen, muss man sich in die Anfangszeit des zivilen Internets zurückbegeben. Dort stößt man unweigerlich auf die Revolution in Sachen Dateinamensgebung durch Windows 95. Unter vorherigen Versionen von Windows und auch von DOS war es nur möglich, eine sehr kurze Anzahl von Zeichen (es waren acht) für die Benennung eines Dateinamens zu benutzen.

Dank Windows 95 änderte sich das. Dateinamen konnten jetzt bis zu 255 Zeichen lang sein. Folge: Die Leute fingen an, die Dateien nicht mehr mit Abkürzungen oder kryptisch zu benennen, sondern mit Schlagworten (heute gern “Tags” genannt). Eine Datei mit Namen “konzertbericht-unheilig” ist deutlich leichter auf der eigenen Festplatte wiederzufinden als “ujkb1195″. Man sah fortan schon am Namen, worum es bei der Datei eigentlich ging. So bekam man Ordnung in die heimische Festplatte.

Bei Google ist es nicht anders. Auch hier will man Ordnung ins Datenchaos bringen. Als die Gründer ihre Diplomarbeit vorlegten, war das Erkennen des Inhalts anhand von Schlagworten im Dateinamen weit verbreitet, eben dank der neuen Möglichkeiten in Sachen Software. Das Prinzip wurde bei Google übernommen und bis heute eigentlich unverändert beibehalten. Natürlich spielen auch andere Faktoren eine Rolle, dennoch ist auch heute in meinen Augen noch unverzichtbar, zumindest aber vorteilhaft, “sprechende URIs” zu nutzen, in denen Keywords vorkommen und sichtbar sind. Nicht nur für Google – auch für den Nutzer!


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