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Was ist die richtige Geschwindigkeit beim Linkwachstum?

Links sind das Salz in der Suppe des Internets, das A und O, das Nonplusultra – oder wie auch immer man das nennen will. Grund genug, sich dauerhaft mit allen Aspekten des Linkaufbaus zu beschäftigen. Das man Links braucht, um eine Website mittel- bis langfristig in den Suchmaschinenergebnislisten zu positionieren, steht fest (neben guten und einzigartigen Inhalten, versteht sich). Welche Links das sein sollen, sollte spätestens seit Googles Strafaktionen gegen Artikelverzeichnisse, Linkliste, Webkatalogen und anderen üblichen Verdächtigen klar sein – insofern überspringen wir diese Punkt an dieser Stelle.

Großer Dauerbrenner beim Thema Linkaufbau ist allerdings nach wie vor das Thema der Geschwindigkeit. Kaum ein anderes SEO-Thema scheidet die Geister so sehr wie dir Frage: “Wie viele Backlinks sind gesund?” Eine eindeutige Antwort darauf gibt es nicht. Fakt ist, dass jede Website anders ist und man sich daher bei jedem Projekt das Linkwachstum der Vergangenheit ansehen muss. Befasst man sich zum Beispiel mit einem Projekt, das noch relativ neu ist, dann sollte man den Linkaufbau eher moderat angehen. Warum? Google wird immer schlauer (andere Suchmaschinen natürlich auch) und merkt sich zahlreiche Fakten zu einer Website. Wenn dann also eine Website, die in der Vergangenheit hier und da mal einen Link abbekommen hat plötzlich in Sachen Geschwindigkeit beim Linkwachstum deutlich zulegt, dann kann da etwas nicht stimmen – vorausgesetzt, die Seite hat sich nicht extrem geändert.

Natürlich kann es sein, dass eine Website beim Content Fortschritte macht und plötzlich die Massen anzieht. Twitter ist ein solches Beispiel. Schaut man sich die Historie der Seite auf an, wird man feststellen, dass die Domain “twitter.com” schon seit Jahren existiert. Bis 2006 allerdings konnte man dort überwiegend nur “geparkte” Inhalte finden, weil die Domain offensichtlich nicht in aktiver Nutzung war. Das änderte sich natürlich, als dann der Microblogging-Dienst installiert wurde. Seitdem explodierten die Backlink-Zahlen. Eigentlich ein häufiger Grund für eine (vorübergehende) Penalty. Und sicherlich hat das auch stattgefunden, nur: Nachdem das Linkwachstum nicht aufhörte, merkte Google, dass es Änderungen gab. Diese Änderungen machten die Geschwindigkeit beim Linkwachstum nachvollziehbar. Aus diesem Grund gab es dann mit großer Wahrscheinlichkeit keine Abstrafungen mehr.

Doch was heißt das für andere Websites? Es gibt für die Geschwindigkeit beim Linkwachstum kein Patentrezept. Es kommt immer darauf an, was an einer Website bereits gemacht wurde. Wichtig zu beachten ist auch die Tatsache, dass es in den Augen von Google ebenfalls seltsam erscheint, wenn man Linkbuilding nur mit einem begrenzten Zeitfaktor betreibt, denn: Wenn man im ersten Jahr eine bestimmte Anzahl von Backlinks erzeugt und dann im zweiten Jahr keine mehr, kann etwas nicht stimmen. Die bereits erzeugten Backlinks schaden nicht – im Zweifel wird man aber von der Konkurrenz überholt, weil das Linkbuilding dort nicht aufhört.

Die Geschwindigkeit beim Linkwachstum ist also unter anderem von diesen Faktoren abhängig: Entwicklung der Website in der Vergangenheit, Zustand der Website (Content) in der Gegenwart und mögliche Entwicklung in der Zukunft. Bei einer ganz neuen Website fehlt der Wert aus der Vergangenheit natürlich. Hier sollte man (wie generell auch) den Fokus vor allem darauf setzen, dass der Linkaufbau kontinuierlich abläuft und keine längeren Pausen auftreten. Im Hinterkopf behalten sollte man übrigens immer diese uralte Weisheit: eine Website, die guten Content bietet, wird von ganz allen verlinkt. Auch hier ist Twitter ein Paradebeispiel.

Google lässt dich oft auch mehrere Monate ausharren, damit du meinst deine Linkbuilding-Bemühungen bringen nichts. Genau das wollen sie nämlich. Sie wollen, dass du denkst, alles was ich mache bringt nichts. Deswegen gibt es auch oft ständige Auf- und Abschwankungen und sogar Rankingverschlechterungen wenn du mit dem gezielten Linkbuilding anfängst. Wenn du nun nach einiger Zeit mit dem Linkbuilding aufhörst, weil einfach nichts passiert oder sich die Rankings deiner Website sogar verschlechtern verlierst du. Doch wieso? Ganz einfach! Durch diesen Trick schaut Google, ob dein Linkbuilding natürlich geschieht oder nicht. Hörst du auf einmal auf, da du nicht die erwarteten Ergebnisse erhältst, merkt Google sehr einfach, dass du unnatürliche Links aufgebaut hast und straft deine Website nun komplett ab. Du wirst nun für lange Zeit keine guten Rankings mehr mit dieser Website auf der Domain erzielen können. Machst du aber einfach weiter und lässt dich nicht von dem schelmischen Google Trick beirren, wird deine Website nach einigen Monaten die gewünschten Rankings erzielen.

1 Kommentar

  1. Ganz wichtig ist Ruhe bewahren, sonst fängt man an plötzlich heftig loszulinken und man gerät in Gefahr. Wir haben deshalb immer einen Linkplan für jeden Monat an den sich strikt gehalten wird. Danke für den Artikel. Lieben Gruß von Agnes

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