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Wie wird ein Linkbait erfolgreich

Ein erfolgreicher Linkbait kann sich für eine Website auf lange Sicht als wahrer Traffic Booster erweisen. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass oft versucht wird, einen entsprechenden Linkbait durchzuführen. Doch nicht immer führt der eingeschlagene Weg auch ans Ziel. Mitunter werden Linkbaits falsch verstanden. Da findet man direkte Aufforderungen zur Verlinkung, es werden mehr oder minder gute Preise bei Gewinnspielen angeboten oder ein augenscheinlich nicht geeigneter Content wird produziert.

Mit einfachen Maßnahmen kann man aber einen wirklich guten Linkbait erzeugen, der dann auch klappt und die gewünschten Ergebnisse bringt, wie zum Beispiel:

  • neue Links
  • bessere Rankings
  • nachhaltigen Traffic
  • verstärkte Aufmerksamkeit
  • optimiertes Branding

In Zeiten sozialer Netzwerke bringt ein guter Linkbait zudem auch reihenweise soziale Signale, die natürlich obige Ziele begünstigen und so dafür sorgen, dass sich die Effekte noch verstärken. Anhand eines konkreten Beispiels will ich in diesem Artikel dokumentieren, was der betreffende Linkbait gebracht hat und wie die Ausbeute ist – sowohl auf Links als auch auf soziale Signale bezogen, weil beides wichtig ist.

Der Linkbait

Vor knapp 2 Monaten hatten ich im Rahmen einer meiner Website den langen und ausführlichen Artikel über Google Plus veröffentlicht. Die Wahl des Zeitpunkts war passend, weil Google Plus zu diesem Zeitpunkt grade erst gestartet war. Das Interesse war extrem groß und es gab auch schon reichlich Material, dass man in einer Ressourcen-Liste verarbeiten konnte. Also nutzte ich die Gunst der Stunde und haben in der Tat für meinen Artikel nach vielen Google Plus Ressources recherchiert, aufgeschrieben und verlinkt.

Listen eignen sich grundsätzlich immer recht gut. Das natürlich nur dann, wenn der Content stimmt. Insofern ist es schon sinnvoll, sich vorher Gedanken zu machen und auch wirklich nur solche Dinge in die Liste mit aufzunehmen, die auch einen Mehrwert bieten. Bei “großen Listen werden Menschen aber auch schon von der reinen Zahl an sich angezogen. Sehr viele Ressourcen… das hat schon was und man wirft mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit auf jeden Fall mal einen Blick darauf. Wenn der Inhalt dann gut ist – umso besser!

Wie man den Stein ins Rollen bringt

Hochwertige Inhalte mit Mehrwert sind die notwendige Grundvoraussetzung für einen gelungenen Linkbait. Dazu kommt die Aufmachung, die Überschrift und natürlich, wie man dafür sorgt, dass gleich zu Beginn möglichst viele Personen auf den Artikel aufmerksam werden. Dafür eigenen sich soziale Netzwerke heutzutage hervorragend. Denn wenn man schon über eine entsprechende Reichweite verfügt, dann ist es natürlich leichter, den Linkbait anzustoßen.

Im zweiten Schritt kommen dann Nutzer aus der zweiten und dritten Ebene, die irgendwo auf den Artikel aufmerksam geworden sind und wiederum dafür sorgen, dass andere darauf aufmerksam werden. Das mündet zunächst dann in entsprechenden Abrufzahlen. Bei meinem Beispiel mit dem Google Plus Artikel  sind das bis dahin knapp 16.000 Abrufe des Artikels direkt auf der Website gewesen, wobei hier zum Beispiel nicht eingerechnet ist, wie viele Personen den Inhalt zum Beispiel via RSS-Feed gelesen haben (der in diesem Fall komplett ausgeliefert wird).

Verbreitung in sozialen Netzwerken

Die Verbreitung in sozialen Netzwerken sorgt zu Beginn einer solchen Aktion sicherlich auch ein Stück weit dafür, dass der Artikel in den Suchergebnissen bereits (je nach Keyword/s) entsprechend angezeigt wird. Auch auf diesem Weg findet also eine weitere Verbreitung statt. Nützlich ist auch eine eigene Community, zum Beispiel bei Facebook (denn auch dort tummeln sich viele Leute, die sich – ja man glaubt es kaum – für Google Plus interessieren).

Soziale Signale als Inititator

Das soziale Netzwerke für einen Linkbait von Vorteil sein können, sieht man an der Ausbeute meines Beispiels. So kam der Artikel auf 46 +1 Auszeichnungen direkt auf der Website, 122 direkte Tweets und 86 Likes. Hier nicht erwähnt sind die innerhalb von Facebook geteilten Inhalte zu dem Artikel (gleiches gilt für ReTweets und ebenfalls geteilte oder geplusste Signale direkt aus Google Plus).

Soziale Netzwerke machen also Sinn, um einen Linkbait anzustoßen und den Stein ins Rollen zu bringen.

Schön und gut – aber gab’s auch Links?

Um zu überprüfen, ob die Aktion auch neue Links abgeworfen hat, lohnt ein Blick in den Open Site Explorer. Spätestens hier wird dann deutlich, ob man sich die Mühe umsonst gemacht hat oder nicht.

Bei meinem Beispiel ist die Ausbeute bis zum heutigen Tag wie folgt:

Linkbait Auswertung

  • 383 Links insgesamt
  • 38 Links von unterschiedlichen Domains

Schaut man sich im Detail an, welche Domains da auf den Beitrag verlinken, dann ergibt sich ein schönes Bild, denn es finden sich einige gute Websites, die das Thema aufgenommen haben.

Von wo kommen die Links

Und auch die Verteilung stimmt, denn 61% der neuen Links stammen von .de-Domains. Mit Rücksicht auf die geografische Herkunft nicht eindeutig aussagekräftig, weil natürlich auch andere Domains wie .com aus deutschen Landen stammen können. Dennoch zeigt es, dass das Thema scheinbar interessiert aufgenommen wurde (was sich in allen Zahlen, sei es nun Links, direkte Abrufe oder soziale Signale, spiegelt).

Fazit

Bei diesem speziellen Linkbait hat mit Sicherheit das zum Erscheinungstermin extrem große Interesse an Google Plus einen entsprechenden Beitrag geleistet. Im Sinne einer optimalen Verbeitung nützlich und natürlich kalkuliert. Schließlich soll je ein möglichst großer “Buzz” erzeugt werden. Das ist gelungen. Die reine Ausbeute an Links und die dazukommenden sozialen Signale haben die Verbreitung in zweiter und dritter Ebene weiter abgeschoben und zuden dafür gesorgt, dass immerhin auch 20 Reaktion direkt auf der Website zum Beispiel als Kommentar stattgefunden haben.

Zu einigen Phrasen in denen die Keywords Google Plus vorkommen, rankt die Seite ganz oben bei Google, wobei es bei anderen Linkbaits je nach Competition natürlich schwieriger sein kann, dieses Ziel zu erreichen.

Grundsätzlich ist dieser Linkbait also als Erfolg einzustufen und hat im Endeffekt genau das erreicht, was erreicht werden sollte. Notiz am Rande: Das zeigt sich übrigens auch an einem erreichten PageRank mit dem Faktor 4 (sicherlich eher Kosmetik, aber es passt zu den sonstigen Ergebnisfaktoren).

Was muss man also tun für einen erfolgreichen Linkbait?

Zutaten, Aufmachung und Konzept müssen stimmen, wie z. B.:

  • ausschließlich Inhalte mit Mehrwert bieten
  • nach Möglichkeit emotionale Faktoren bedienen
  • möglichst gute Aufmachung
  • Artikel von überflüssigen Elementen befreien (Stichwort: “Landing Page”)
  • wenn mögliche reinen Informationscharakter wahren
  • Möglichkeiten zum Teilen/Verbreiten anbieten
  • soziale Netzwerke aktivieren
  • potenzielle Multiplikatoren finden und um Hilfe bitten
  • Interaktion fördern und/oder provozieren
  • direkte Verlinkungsaufforderungen vermeiden
  • Überschriften anbieten, die Aufmerksamkeit erregen

Viele Wege führen nach Rom?

Ganz klar, mein Beispiel ist eines von vielen möglichen Beispielen. Es kann natürlich auch passieren, dass ein Linkbait in die Hose geht, auch wenn man (fast) alles richtig macht. Ein möglicher Grund ist z. B. ein nicht stimmiger saisonaler Zusammenhang. So dürfte es schwierig sein, im Hochsommer einen Linkbait für Weihnachtsartikel erfolgreich zu platzieren (es sei denn, man kommt auf wahnwitzige Ideen, die das ausgleichen).

Generell gilt jedoch, dass ein Linkbait, der sich lohnen soll, sorgfältig geplant sein will und mit Bedacht ausgeführt werden muss. Hält man sich an einige Regeln und schafft man es, wirklich gute Inhalte zu liefern, die dem Nutzer einen echten Mehrwert bieten, dann ist das schon die halbe Miete…

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