Xing: So kannst du dich auf der Plattform optimal selbst darstellen!

XOVI Banner

Xing.com, vormalig OpenBC (OpenBusinessClub) ist ein deutschsprachiges Portal, um ein Onlineprofil anzulegen, Neukunden zu finden, sich zu präsentieren und in Gruppen aktiv zu werden.

Im Gegensatz zu Portalen wie Facebook und LinkedIn, die ich hier hauptsächlich zu Marketingzwecken vorstelle, möchte ich dir dringend anraten, Xing in anderer Weise zu nutzen.

Darum solltest du Xing nutzen

Ein Profil auf Xing rankt hoch in den Suchmaschinen, wenn jemand nach deinem Namen sucht. Gib deinen Namen aus Spaß doch einmal als Exact Match in Google ein (exact match = dein Name in “, also z. B. “Max Mustermann”). Schau einmal, was dabei herauskommt.

Wenn du ein Profil auf Xing eröffnest, ist die Chance hoch, dass es als erstes Ergebnis angezeigt wird, wenn jemand nach deinem Namen sucht. Und du willst doch sicher, dass das erste, was man von dir liest, positiv ist?! Deshalb solltest du auf Xing.com ein Profil eröffnen und es gewissenhaft ausfüllen.

Caroline Preuss Banner
Caroline Preuss mobile Banner

So nutzt du Xing für dich

Bei Xing gibt es eine Gratis- und eine Premiumversion. Gratis reicht für deine Zwecke vollkommen aus. Wenn du dich angemeldet hast, füll einfach deine beruflichen Stationen aus. Wenn du von der Uni oder Schule kommst, dann schreib einfach “Freiberuflich tätig im Internet Marketing seit XX/XX” oder so etwas und ein paar Stichwörter zu deiner Tätigkeit. Präsentier dich jedenfalls von deiner besten Seite.

Als nächstes schaust du mal, wer alles auf XING ist, den du kennst. Wichtig ist bei Xing, dass die ersten Sätze, die du bei “Ich biete” angibst auch in der Beschreibung bei Google angezeigt werden, also sind diese Sätze die wichtigsten, die du eingeben wirst. Denk daran: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance.

Füll alles gewissenhaft aus und wenn du willst, suchst du Gruppen, die dich interessieren. Trag dich ruhig ein, beteilige dich ein paar Mal an der Konversation. Am meisten macht man sich beliebt und gewinnt neue Freunde, wenn man zur Diskussion beiträgt, ohne irgendetwas anzubieten.

Wenn jemand ein Problem hat, hilf, es zu lösen. Mach das einige Male in einer Gruppe. Irgendwann wirst du automatisch in den Augen der anderen Gruppenmitgliedern als Experte angesehen, wenn du wertvolle Beiträge leistest. Neue Freundesanfragen folgen auf dem Fuße.

Natürlich bietet Xing viele Möglichkeiten üblicher Web 2.0 Seiten, aber derzeit keine Status Updates. Du siehst aber, wenn jemand aus deinem Netzwerk neue Freunde hat und du kannst bis zu 7 Generationen tief die Kontakte verfolgen und so bereits auf interessante neue Leute stoßen.

Ich möchte dir also raten, Xing als eine Möglichkeit anzusehen, dich bestmöglich zu präsentieren, auch für mögliche Kunden in der Zukunft. Warum du als Internet-Marketer noch einen Plan B, also “Arbeit” für externe Kunden ins Auge fassen solltest, werde ich dir später noch erklären.

To-Do List:

  • Geh auf www.xing.com und eröffne ein Profil
  • Füll das Profil gewissenhaft aus
  • Suche oder lade Freunde ein
  • Finde Gruppen, die dich interessieren und schreib interessante und hilfreiche Beiträge

Es ist natürlich einige Arbeit, besonders, wenn man in mehreren Netzwerken aktiv ist. Aber die gesamte Kontaktpflege sollte kein Hauptbestandteil deiner Arbeit sein, sondern als unterstützender Prozess in Leerlaufzeiten verstanden sein. Verwende zirka 30 Minuten am Tag auf diese Tätigkeiten, aber nur wenn es nichts anderes, Wichtigeres gibt.

Ranking-Check Banner
Ranking-Check mobile Banner

8 Dinge, die du auf Xing vermeiden solltest

Jedes soziale Netzwerk hat seine Verhaltensregeln. So auch das Business-Netzwerk Xing. Wer hier erfolgreich netzwerken und sich austauschen will, sollte auf eine bestimmte Etikette achten – und dabei Tabus vermeiden.

Deswegen habe ich hier 8 Dinge zusammengestellt, mit denen du dir auf Xing keinen guten Namen machst und die deiner Reputation eher schaden als nutzen.

1. Möglichst schnell viele Erfolge feiern wollen

Wer neu bei Xing ist – auch wer schon lange dabei ist – darf nicht erwarten, dass er von heute auf morgen gleich sehr viele „brauchbare“ Geschäftskontakte knüpft und sein Unternehmen sofort messbare Erfolge feiern kann.

Der Aufbau und die Pflege von Kontakten sowie der Austausch mit potentiellen Geschäftspartnern sind bei Xing eine langfristig angelegte Sache. Wer hier also ein schnelles Geschäft wittert, ist fehl am Platz.

2. Wahllos Kontaktanfragen versenden

Viele Kontakte vorweisen zu können, mag bedeuten, dass du auf Xing tatsächlich die richtige Networking-Strategie fährst. Es kann aber auch bedeuten, dass du bei der Auswahl deiner Kontakte wahllos nach dem Hamster-Prinzip vorgehst.

Befinden sich in deiner Kontaktliste hauptsächlich branchenfremde Personen, dann wird dir ein Großteil deiner Kontakte im Geschäftsalltag nicht sehr viel bringen. Suche dir daher potentielle Kontakte lieber gezielt aus. Denn nicht immer bedeutet viel auch tatsächlich viel!

3. Mit der Tür ins Haus fallen

Was auf Facebook gang und gäbe ist, ist bei Xing ein absolutes No-Go: Das Duzen bei der Kontaktaufnahme. In der Geschäftswelt ist das „Sie“ immer noch die richtige Form der Ansprache, und die sollte auch bei Xing beibehalten werden. Es sei denn, man hat sich bereits einmal auf einer Veranstaltung oder ähnlichem kennengelernt und auf das „Du“ geeinigt.

Was sich außerdem von selbst versteht: Mit Unhöflichkeit und Aufdringlichkeit kommst du bei Xing nicht weit! Wahre also stets die Form, sei höflich und zuvorkommend, zeige dich seriös und mach deutlich, welche Vorteile dein neuer Kontakt durch dich hat.

4. Privates integrieren

Xing ist ein Business-Netzwerk, dessen Fokus ein anderer ist als bei Facebook oder Twitter. Man knüpft hier also keine privaten Kontakte, sondern solche, die man beruflich gesehen interessant findet, und die einem im Job oder im Geschäftsbereich zuträglich sein könnten. Ein Profil-Bild, bei dem du im privatem Umfeld zu sehen bist, ist daher Tabu. Schließlich möchtest du Kompetenz vermitteln und nicht zeigen, wie viel Spaß du auf der letzten Party hattest.

Das Gleiche gilt für die Themen, über die man sich auf Xing austauscht: Privates hat hier eigentlich nichts zu suchen. Schließlich tauscht man sich ja auch in der Realität nicht mit seinen Geschäftspartnern über private Angelegenheiten aus!

5. Sich mit der Beantwortung von Anfragen Zeit lassen

Wer Kontaktanfragen und Nachrichten erst einmal eine Weile ruhen lässt, bevor er sie bearbeitet, beweist keinen guten Stil. Sei deshalb zügig unterwegs und beantworten eingegangene Anfragen so zeitnah wie möglich.

So merken deine Business-Kontakte, dass du zuverlässig und schnell arbeitest und dir der Austausch mit potentiellen Geschäftspartnern am Herzen liegt.

6. In jedem einen Konkurrenten sehen

Triffst du bei Xing auf Kontakte, die das Gleiche machen wie du oder aus derselben Branche stammen, dann solltest du diese nicht als Konkurrenten sehen, die dir die Aufträge vor der Nase wegschnappen.

Wenn du das tust, verbaust du dir eine Menge Chancen auf einen regen und interessanten Erfahrungsaustausch. Besser ist es, sie als Branchen-Kollegen oder -Partner zu sehen, mit denen es Spaß macht zu diskutieren und sich gemeinsam weiterzuentwickeln.

7. Kritik freien Lauf lassen

Diskussionen in Xing-Gruppen sind gut – sofern sie der Sache und dem Thema zuträglich sind. Unhöfliche Kritik, die andere Xing-Mitglieder persönlich angreift, ist dies jedenfalls nicht.

Bedenke immer, wenn du deinen Standpunkt vertrittst, dass das Web nie vergisst, was du einmal gesagt bzw. niedergeschrieben hast. Und die anderen Gruppen-Mitglieder tun dies auch nicht!

8. Falsche Angaben im Profil machen

Wer sein Xing-Profil gestaltet, sollte relevante Stationen in der eigenen Biografie öffentlich machen. Wer nun aber denkt, dass das, was er in der Vergangenheit geleistet hat, noch nicht reicht und zu diesem Zweck sein Profil ein wenig „ausschmückt“, durch Unwahrheiten ergänzt oder gar Angaben von anderen Mitgliedern einfach kopiert, der begeht einen großen Fehler.

Nicht nur, dass sich derartige „Vergehen“ heutzutage leicht feststellen lassen. Kommt es zu einer persönlichen Kontaktaufnahme gerade aufgrund dieses einen erlogenen Details, dann wird es schwierig sich zu rechtfertigen.

Bewerte diesen Artikel
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

25 Bewertung(en), durchschnittlich: 5,00 von 5

Loading...
1 Kommentar
  1. Michael

    Social Media ist natürlich kein Alleingang – einmal aufgesetzt, wird schon alles viral werden … das ist Arbeit und zwar kontinuierliche. Deshalb stimme ich der Aussage unter Punkt 1 natürlich voll zu. Genauso verhält es sich mit den Punkten 3 und 5, denn ich muss das einfach nur aus Sicht des Gegenüber sehen und mich selbst mal fragen, wie es mir ginge, welche Gedanken mir kämen, wenn man mich auf diese Art und Weise kontaktieren und ansprechen würde.

    Das Giesskannen-Prinzip von Punkt 2 hat noch nie werberischen Erfolg gebracht und jeder Unternehmer ist daran interessiert, eben die Streuverluste zu mindern. Da bietet gerade Social Media immer mehr Targetierungsmöglichkeiten an, die zukünftig zu nutzen sind.

    Ein Fehler, den gerade viele Startups oder Neu-Selbständige machen, findet man in den Punkten 6 und 8. Schnell fallen diese Kartenhäuser dann beim ersten Kennenlernen zusammen, denn oft ist – gerade bei lokal agierenden Unternehmungen – bereits ein Kontakt aus dem Umfeld vorhanden und legen unbelegte „Optimierungen“ an den eigenen Profilen und Daten schnell offen.

    Wer gleich in Konkurrenz mit dem Markt tritt, der muss mit enormer Gegenwehr rechnen. Diesen Kampf gleich zu Anfang austragen zu wollen, rate ich kaum einem Starter, denn eingesessene Dienstleister behalten so die Nase vorn.

    Vertrauen muss erst aufgebaut werden, die Konkurrenz hat dieses bereits gewonnen. Viele Starter können sich einen Konkurrenzkampf finanziell und auch von der Dauer her gar nicht leisten – besser ist es, erst einmal sachte den Markt von unten her „unter dem Radar“ zu erobern.

    Punkt 4 sehe ich mit Einschränkungen, denn ich habe solche Elemente mit eingebaut und seit dem genau deshalb viele Kontakte hinzu gewonnen. Eben, weil es heute darum geht, sich als Marke zu etablieren. Personal Branding funktioniert schneller und deshalb kostengünstiger als Brand Marketing. Nicht zuletzt zeigt sich dies in der enormen Zahl an neu aufgesetzten Blogs und Webseiten, welche nach Personen benannt wurden.

    Danke für den guten Artikel, die kleine Checkliste dürfte vielen eine Orientierung sein.

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.