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Die Zukunft des Linktausches

Wer versucht sein Geld mit SEO zu verdienen kommt früher oder später an einen Punkt, an dem er mehr als nur 4 – 5 Seiten in seiner Domainportfolio haben möchte. Natürlich sollen trotzdem alle Seiten stark in den SERPS vertreten sein. Also muss für jede Webseite ein ordentliches Linkbuilding erfolgen. Die Entwicklung dazu geht eindeutig in Richtung von Begleitseiten, welche man nahezu mit Linkfarmen vergleichen kann.

Was ist eine Linkfarm?

Als Linkfarm kann man Unterseiten von Homepages bezeichnen, welche keinen eigentlichen Inhalt bieten sondern vielmehr darauf ausgelegt sind eine Basis für den Linktausch zu bieten. Dort werden dann alle Links zu anderen Webseiten abgelegt. Häufig werden solche Unterseiten mit Bezeichnungen wie Links oder Partner geschmückt um diese vorerst vor den Usern zu tarnen. Für den normalen Besucher hat eine solche Seite kaum Mehrwert und erreicht höchstens das Klicken des Zurück-Buttons.

Was will man mit Linkfarmen erreichen?

Spätestens seit dem Marku den Satz “Fuck Inspiration – Get Links!” getätigt hat, ist auch den letzten Suchmaschinenoptimierern klar geworden, dass eine perfekte OnPage-Optimierung nur die halbe Miete ist. Backlinks sind das A und O jeder Top10-Platzierung. Also solltest du als Webmaster alles auf der Welt versuchen um deine eigene Seite mit guten Links zu stärken. Da in Deutschland die freiwillige Verlinkung auf Grund des guten Inhalts wohl eher weniger getätigt wird, basieren die meisten Backlinks auch auf dem Linktauschprinzip. Also muss der Webmaster für jeden Link, den er haben will auch einen Link zurück geben. Da man bei den meisten wertvollen Keywörtern jedoch mit 10 Links nicht auf Platz 1 kommt, reicht die eigene Seite als Tauschbasis nicht mehr aus. Was nun? Es werden Linkfarmen erstellt um mehr Links tauschen zu können!

Linkfarmen sind die Zukunft des Linktausches

Doch meine ich hiermit keine Unterseite wie Partner oder Links. Ich rede hier von komplett erstellten Webseiten mit Content und gutem Inhalt jedoch dem gleichen Ziel. Diese Seiten werden nur erstellt um eine Basis für den Linktausch zu bieten. Ich nenne diese Homepages dann meistens “Begleitseiten”, weil diese mein eigentliches Projekt auf den Weg in die Google Top10 begleiten und hier und da gerne einmal ein paar Backlinks herausgeben. Im großen Stil, habe ich es noch nie umgesetzt. Eine Überlegung wäre es aber auf Grund des aktuellen Backlinkansturm Wert.

Der Nachteil solcher Begleitseiten

Im Grunde muss ich hier nicht viel zu sagen. Wer sich eine reine Linktauschfamseite angesehen hat, sieht schnell wie unattraktiv eine solche Homepage für Linktauschpartner ist. Teilweise sind es einfach simple Listen mit 100 DoFollow Backlinks. Welcher Webmaster möchte denn für den 101. Link noch wirklich einen Link von seiner Seite geben? Die Anzahl derjenigen kann man sich an einer Hand abzählen. Nur noch Unwissende würde einem solchen Linktausch zustimmen. Für alle anderen wäre das Wertigkeitsverhältnis nicht gleichermaßen verteilt. Also würde kein Linktausch zu Stande kommen. Es sei denn beide Webmaster haben eine solche Begleitseite. Nun können sie bequem ihre Hauptprojekte von den Trashdomains verlinken und beide sind, wenn auch nicht wirklich erfolgreich, einigermaßen glücklich.

Ich hoffe natürlich, dass ich hiermit nicht unbedingt Recht behalte und sich die Zukunft etwas anders entwickelt. Aber nach den letzten 20 Tauschanfragen, steigt die Tendenz zu Begleitseiten erheblich an.

2 Kommentare

  1. Ich nutze auch solche Begleitseiten. Ansonsten kann man ja die 50 Links, die man für eine Top10-Platzierung braucht nirgends unterbringen.

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  2. Es gibt noch massenhaft – ich meine das wirklich so – massenhaft Webmaster die sich über einen PR 3 Link freuen, auch wenn dort schon 72 andere Links rausfeuern zu den wildesten Zielen. Jeder kann sich immer wieder entscheiden, ob er das für seine Projekte ausnutzen möchte solange es noch geht, oder ob man den weißen Ritter spielt und im Blog darüber informiert. Links = Geld darf man nicht vergessen und Links bekommt man aus vielen Gründen immer schwerer.

    Ich persönlich setzte in meiner letzten Arbeit auf Domain-Linkfarmen (Stichwort Siloing) aber habe nicht mehr als 20 bis 30 Links ausgehen lassen. Man verliert ja sonst selbst auch viel zu schnell power, was ebenfalls berücksichtigt werden MUSS. 😉

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