Content Recycling: So bringst du deine Inhalte auf das nächste Level!

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Das heutzutage allgegenwärtige Prinzip der Nachhaltigkeit gibt es auch im Bereich des Content Marketings. Die Idee hinter dem sogenannten Content Recycling ist bereits veröffentlichte Inhalte wie Beiträge und Videos zur längerfristigen Nutzung zu überarbeiten und neu verpackt auf bisher ungenutzten Kanälen zu veröffentlichen.

Auf diese Weise kannst du verhindern, dass dein Content im Archiv verstaubt und das maximale Potenzial ausschöpfen. Wieso diese Strategie sinnvoll ist und was es dabei zu beachten gibt, möchte ich dir in diesem Artikel erklären.

Es ist grundsätzlich so, dass neben dem Interesse der Seitenbesucher auch das Ranking in der Suchmaschine stark von der Relevanz, dem Mehrwert und der Aktualität deines Contents abhängt. Möchtest du also mit Content Marketing ordentlich Traffic und Performance einfahren, musst du immerwährend in Content Assets investieren, die exakt auf die Bedürfnisse deiner Zielgruppe ausgerichtet sind.

Die ständige Erstellung neuer Inhalte geht allerdings mit einem enormen zeitlichen und finanziellen Aufwand einher. Weiterhin altert dein bereits erstellter Content gezwungenermaßen und verliert mit der Zeit an Wert, weil er von deiner Leserschaft nicht mehr wahrgenommen wird. An dieser Stelle kommt das Content Recycling ins Spiel.

Was sind die Vorteile von Content Recycling & die gängigsten Praktiken?

Mithilfe von Content Recycling ist es möglich, mühevoll erstellten Inhalten einen zweiten Lebenszyklus zu schenken und sie nach einer gezielten Verwandlung erneut auszuspielen. Dies bringt einige entscheidende Vorteile mit sich. Ein sehr wichtiger Vorteil ist, dass die erneute Verbreitung von gut recycelten Inhalten die Reichweite erhöht.

Weiterhin sorgt die konsistente Kommunikation einer bestimmten Botschaft für die Sensibilisierung der Leser und stärkt auf diese Weise die Markenpositionierung. Zudem eröffnet dir die Nutzung neuer Formate den Zugang zu Zielgruppen, welche nicht auf den bislang von dir genutzten Kanälen unterwegs sind.

Indem du deine alten Inhalte neu aufsetzt, vermittelst du frisches Wissen, steigerst die Erfolgsaussichten auf ein besseres Ranking in den Suchmaschinen und schöpfst gleichzeitig effizient das maximale Potenzial deines Top-Contents aus. Ebenso lohnt sich die Maßnahme finanziell, da das Recycling im Vergleich zur Erstellung neuer Inhalte kostensparender ist.

Im Content Marketing gibt es für die Aufbereitung alter Inhalte verschiedene Praktiken, die sich ähnlich sind. Beim Content Recycling geht es vor allem darum, den Content in neue Formate zu transformieren und somit neue Kombinationen der Content Assets zu ermöglichen. Beim Content Remastering werden lediglich kleine Änderungen und Aktualisierungen wie eine WDF*IDF-Optimierung vorgenommen. Das Content Republishing bezeichnet die erneute Veröffentlichung wieder relevant gewordener Inhalte, ohne diese groß zu ändern.

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Wann ist Content Recycling sinnvoll und wie erkenne ich das Potenzial?

Bevor du deinen Content recycelst, solltest du natürlich wissen, bei welchen Inhalten es sich wirklich lohnt. Pauschal kann man nicht sagen, wann die Umwandlung bestehender Inhalte eine gute Idee ist.

Zunächst ist es empfehlenswert, die Inhalte einer gründlichen Analyse zu unterziehen und in Anbetracht ihres Return of Investment (ROI) zu bewerten. Hierbei solltest du insbesondere Kennzahlen wie den Traffic, die Rankings, Backlinks, Shares, Leads sowie den Umsatz heranziehen.

Grundsätzlich eignen sich lediglich nahezu zeitlose Inhalte von hoher Qualität für eine Wiederverwertung. Dazu zählen z. B. holistische Ratgeber, informative Artikel und lange Leitfäden. Auf der Suche nach Inhalten, die sich zur Aufbereitung eignen, kannst du das Pareto-Prinzip, die sogenannte 80/20-Regel nutzen. Diese besagt, dass 20 % deiner eingesetzten Mittel (Content) für 80 % des Erfolgs (Traffic) auf deiner Seite verantwortlich sind.

Hierbei handelt es sich um deine besten Inhalte, die bei den Nutzern besonders beliebt sind. Deinen 20 % Anteil kannst du mit einem Tool wie Google Analytics ausfindig machen. Ideal für das Recycling sind Inhalte geeignet, welche hohe Impressionen, eine hohe Verweildauer und eine niedrige Bounce Rate aufweisen.

Weiterhin eignen sich auch sogenannte „Low hanging fruits“ für das Content Recycling. Dies sind solche Inhalte, welche auf den Plätzen 10 bis 20 ranken. Bei diesem Content ist im Ranking also noch Luft nach oben.

Wie den Content clever in neues Licht rücken?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie du deine Inhalte geschickt wiederverwerten kannst. Beispielsweise kannst du einen Blogbeitrag in kleinere und leichter verständlichere Teile aufspalten, welche du dann als Content-Snack für deine Leser aufbereitest (Verkleinerung). Ebenso ist es möglich, einzelne thematisch passende Inhalte zu einem umfangreichen Content Asset zusammenzufügen und daraus beispielsweise ein E-Book zu machen (Erweiterung).

Auch hast du die Option, deine Inhalte zu transformieren und für neue Kanäle umzufunktionieren. Das ist der Fall, wenn du einen veröffentlichten Beitrag in ein Video umwandelst (Transformation). Beim Content Recycling kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Erstelle Infografiken und Bilder, um den Mehrwert deiner Beiträge zu steigern. Aktualisiere deine Evergreens und füge aktuelle Zahlen und Fakten hinzu, um die Lebenszeit zu verlängern.

Du kannst Serien aus deinen erfolgreichsten Themen erstellen und dabei je einen Schwerpunkt vertiefen. Veröffentliche deine Medien sowie Inhalte mit aussagekräftigen Headlines auf allen Social-Media-Kanälen, wobei du auf den ursprünglichen Content verweist.

Achte weiterhin darauf, ein möglichst abwechslungsreiches Content Portfolio zu kreieren, indem du die wichtigsten Tipps, Zahlen und Fakten als Whitepaper, Präsentationen, Podcast oder Checklisten aufbereitest.

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Was muss ich bei der Aktualisierung beachten & ist das Entfernen alter Inhalte sinnvoll?

Wenn du ältere Blogartikel überarbeitest, solltest du dabei niemals die URL verändern,  ohne einen 301er Redirect zu setzen. Ansonsten läuft der Beitrag ins Leere.

Weiterhin ist es empfehlenswert, transparent zu sein und deinen Lesern mitzuteilen, welche Änderungen du vorgenommen hast.

Auf die Frage, ob man alte Inhalte auch löschen kann, gibt es keine „richtige“ Antwort. Es kommt immer darauf an, wie gut die Seite auffindbar ist und ob es Verlinkungen gibt. Sicherlich ist es sinnvoll, Seiten ohne Traffic und Backlinks zu löschen.

Den Content zu reduzieren, kann durchaus Vorteile mit sich bringen. Wenige, aber sehr gut rankende Seiten wirken sich nämlich positiv auf deine Domain Authority aus. Wähle jedoch mit Bedacht deine schlechtesten Seiten aus und entferne nicht gleich den Großteil deiner Inhalte.

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