SEM Tipps: Wie Suchmaschinenmarketing effektiv anwenden!

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In diesem Artikel möchte ich dir einige wertvolle und nützliche SEM Tipps geben. Dabei gehe ich auf häufige Missverständnisse, Todsünden, Tipps zur Kampagnenplanung und auf gute SEM Tools ein.

Also legen wir gleich los, damit du das meiste aus den SEM Tipps und auch aus deinen Adwords Kampagnen herausholen kannst. So wirst du weniger Geld verbrennen und zusätzlich deine Zielgruppen effektiver erreichen können.

Häufigste Missverständnisse zu SEA & SEM

„Die Anzeigenplatzierung wird nur durch den angegebenen maximalen CPC ermittelt.“: Das ist nicht richtig, da der AdRank das Ranking der Anzeigen bestimmt. Dieser AdRank ermittelt sich aus Max CPC und Qualitätsfaktor.

„Das Schalten von AdWords Anzeigen bestimmt das organische Ranking.“: Das Schalten von Adwords Anzeigen hat keinen Einfluss auf das Listing in den organischen Suchergebnissen.

„AdWords Kampagnen werden einmal aufgesetzt und damit ist die Arbeit getan.“: Das ist falsch, da mit dem Aufsetzen bzw. dem Set Up von Kampagnen die eigentliche Arbeit erst beginnt. Man kann bereits beim Set Up einige Stolperfallen vermeiden, die zu unnötigen Klickbudgetverbrauch führen. Die eigentliche Optimierung beginnt aber erst dann wenn valide Daten über die Kampagnen gesammelt worden sind, auf deren Grundlage analysiert und optimiert werden kann.

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Häufigste Fehleinschätzung zu Google AdWords

„AdWords alleine führt zum Erfolg“: Eine noch so gut optimierte AdWords Kampagne wird nicht zum Erfolg führen wenn die Website schlecht ist, das Angebot oder die Preise nicht stimmen.

Fehlt dem Leistungsangebot ein USP (Unique Selling Point) verglichen mit dem Wettbewerb, macht die Website bzw. Landingpage keinen seriösen Eindruck oder ist die Usability dieser schlecht, wird der teuer erkaufte Traffic nicht zu Conversions führen.

Häufigste Todsünden bei SEA & SEM

Alle Keywords in Broad Match eingebucht: Die Keyword Option „Broad Match“ oder „Weitgehend passend“ ist die Standard Keyword Option bei AdWords. Vielen Werbetreibenden ist nicht bewusst, dass sie bei der Buchung von „Broad Match“ keine Kontrolle über die Anzeigenauslieferung haben. Das führt zu irrelevanten Klicks und verschwendetem Klickbudget.

Display Netzwerk und Suchnetzwerk nicht in getrennten Kampagnen: Die Funktionsweise der Keywords in „Google Suche Kampagnen“ unterscheidet sich elementar von der in „Display Netzwerk Kampagnen“. In „Suche Kampagnen“ gibt man Google mit seinen gebuchten Keywords Suchanfragen vor, für die seine Anzeigen ausgeliefert werden sollen.

Bei „Display Netzwerk Kampagnen“ geben die wenigen Keywords das thematische Umfeld für Websites vor, auf denen die Werbemittel ausgeliefert werden sollen. Das hat entscheidenden Einfluss auf die Auswahl der Keywords. Deswegen immer „Suche Kampagnen“ und „Display Netzwerk Kampagnen“ voneinander trennen.

Keine Erfolgsmessung: Das Schalten von AdWords Kampagnen ohne Erfolgsmessung ist ein No Go. Deswegen sollte mindestens das AdWords Conversion Tracking oder besser noch ein professionelles Web Analytics System wie z. B. Google Analytics genutzt werden.

AdWords wird „nebenher“ betreut: Oft werden Praktikanten mit dem AdWords Management verpflichtet oder der Chef selbst macht das „nebenher“. Um erfolgsversprechende AdWords Kampagnen zu managen bedarf es einiges an Know How, Erfahrung und Überblick darüber was das äußerst komplexe AdWords System an Optimierungsmöglichkeiten bietet. Beim AdWords Management gibt es kein „nebenher“.

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Beste Tipps für Kampagnen-Planung

Kleinteilige Segmentierung der Anzeigengruppen: Die Grundlage für gute Qualitätsfaktoren und damit weniger Klickkosten ist eine möglichst kleinteilige Strukturierung der Kampagnen und Anzeigengruppen z. B. nach Thema, Produkten, Keyword Optionen, Zielregionen…

Conversion- / Zieldefinition: Bevor man AdWords Kampagnen aufsetzt, sollte man sich darüber klar werden was man mit diesen überhaupt erreichen möchte. Einfach nur Traffic auf die Website zu bekommen ist das wohl schlechteste Ziel was man sich dabei setzen kann. Dafür ist dieser Traffic zu teuer.

Ziele können das Durchführen von Transaktionen jeglicher Art sein, die man auf der Website ausführen und irgendeiner Form bewerten kann. Zum Beispiel Bestellungen, Downloads, E-Mail Kontakte, Anmeldungen zum Newsletter…

Beste Tipps für die Kontrolle

  • AdWords Conversion Tracking
  • Google Analytics (muss mit dem AdWords Konto verknüpft sein)
  • AdWords eigene Berichte

Beste Tipps für die Optimierung

Zu teure Keywords sollten runtergeboten oder gelöscht, performante Keywords hochgeboten werden.

Nutzung der Keyword Optionen: Die Kunst beim professionellem AdWords Management ist es die Kontrolle über der Anzeigenauslieferung zu bekommen ohne neue relevante Suchanfragen auszuschließen, die man nicht bedacht hat. Deswegen ist neben einer optimierten Kontostruktur der strategische Einsatz aller Keyword Optionen extrem wichtig.

Taskliste: Für die Optimierung sollte man eine Taskliste erstellen, die man je nach Task in regelmäßigen Abständen immer wieder abarbeitet.

Tipps für die Auswahl der Anzeigenart:

  • Nutzung der AdSitelinks
  • Für Display Netzwerkkampagnen Display Banner als Werbemittel nutzen
  • Online Shops sollten auf jeden Fall die Produkterweiterungen nutzen

Tipps für die Wahl der Abrechnungsart

Online Shops sollten mittel- bis langfristig auf rein erfolgsbasierte Agentur Vergütungsmodelle bestehen.

Zum Anfang keine Vertragslaufzeiten länger als 3 – 6 Monate. Dafür sind zu viele unprofessionelle Dienstleister am Markt. Konnte die AdWords Agentur mit Leistung überzeugen, können auch längere Vertragslaufzeiten eingegangen werden.

Beste AdWords Tools

Ausblick: Organisch vs. PPC, Text vs. Display, Google vs. Facebook

SEO vs. SEA: Für mich gehören AdWords Werbung und SEO zusammen. AdWords Kampagnen können sehr gut zur Keyword Recherche für SEO genutzt werden. So können Keywords vorher in der freien Wildbahn getestet werden, bevor man auf sie optimiert. Zudem ist es oft schwer alle für eine Domain relevanten Keywords zu optimieren. Zudem geht es ja bei Suchmaschinenmarketing darum so viele Links bzw. Pixel wie möglich auf der ersten Suchergebnisseite zu belegen.

Text vs. Display: Ich denke, dass das Display Netzwerk immer noch zu wenig im Fokus der Werbetreibenden liegt und in Zukunft auch durch neue Möglichkeiten wie z. B. Remarketing an Relevanz gewinnen wird und vor allem den Online Vermarktern bzw. Mediaagenturen das Leben weiterhin schwer machen wird.

Google vs. Facebook: Ich denke diese Diskussion ist derzeit überflüssig und wird auch in der nahen Zukunft nicht wichtig sein zu führen. Dazu sind Facebook und Google zu unterschiedlich was die Ausrichtung angeht. In dieser Diskussion wird zu viel die Quantität des Traffics und nicht die Qualität des Traffics betrachtet. Ein immer noch großes Problem im Online Marketing. Es geht bei Online Marketing und Werbung im Allgemeinen nicht um die Reichweite, sondern um Relevanz. 10 Klicks von relevanten Nutzern sind mir lieber als 100 Klicks von nicht relevanten Zielgruppen.

Zudem ist Google Facebook was die Monetarisierung von Traffic angeht um Meilen voraus. Ich denke dass sich mittelfristig ein Teil der informellen Suche auf Facebook verlagern wird. Die transaktionsorientierten Suchen werden immer noch über die Suchmaschinen laufen.

Bonus SEM Tipp: Je zielgerichteter, desto besser!

Da ich schon lange nichts mehr zum Thema SEM geschrieben habe, lass ich heute mal noch was raus. 😉 Gerade bei bekannten Produkten kommen üblicherweise Suchen nach diesem Muster vor:

  • “$Marke + $Herstellerproduktbezeichnung”

Das macht für den Werbenden die Anzeige teuer, weil natürlicher jeder Depp auf diese Suchphrase kommt. Dafür ist die Conversion mit Sicherheit genial, weil der Suchende schon genau weiß, was er will und solche Kunden sucht der Online-Werbende. Um bei den Anzeigen zu sparen müssen wir ja nur noch Suchphrasen verwenden, die:

  1. Ein Produkt genau spezifizieren
  2. Kaum bis keine Mitbewerber haben (ha, ha, ha, …)

Und wenn wir uns dann kaputtgesucht haben, dann fangen wir mal das Denken an….

Was spezifiziert eigentlich ein Produkt, abgesehen von der Herstellerbezeichnung, am exaktesten? Wer sich schon mal ein bisschen mit Wareneinkauf beschäftigt hat, der wird es gleich wissen:

  1. Der EAN-Code
  2. Hersteller-Artikelnummer

Und genau so, wie du schon mal ein Buch nach der ISBN gesucht hast, suchen Menschen auch nach Produkten mit dem EAN-Code oder der Herstellernummer.

Ich sehe schon wie deine Finger zucken, ein paar Infos noch:

  • EAN-Codes findet man in den meisten Datenfeeds der Netzwerke, außer der Merchant hat für seine Produkte keine.
  • Hersteller-Artikelnummern findet man meist nur händisch in den Beschreibungen der Artikel oder auf Herstellerseiten.
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1 Kommentar
  1. Peter K.

    Danke für die knackige Zusammenfassung der wichtigsten Aspekte. Habe ich mir gleich mal als Favorit abgespeichert.

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