Social Media Tipps: Welche generelle Vorgehensweisen sollte ich wählen?

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SEO handelt in seiner Grundausrichtung von der idealen technischen Bereitstellung von Inhalten für das Web, um die Sichtbarkeit so zu verbessern, dass potentielle Besucher den Inhalt im Web leicht auffinden können.

Social Media hingegen sind Orte, wo sich immer größere Teile der potentiellen Zielgruppe aufhalten. Im Social Media Marketing sollte es sich um die Beantwortung der Frage drehen, wie das Unternehmen kundenorientiert kommunizieren kann. Social Media sind Informationsquellen für den potenziellen Kunden.

Häufigste Fragen (potenzieller Anwender) rund ums Thema Social Media?

  • Was kostet das?
  • Was ist ein Follower / Fan wert?
  • Kann man Social Media fremdvergeben (outsourcen)?

Social Media soll sofort Mehrwert für das Unternehmen bringen. Social Media auf Verbraucherseite. Marketing auf der Unternehmensseite.

Und zack: Da haben wir die ideale Kombination: Social Media Marketing. Früher wurde hinter jeden Begriff Management gesetzt, heute eben Marketing. Wenn es nur so einfach wäre.

Das Vertrauen muss langsam und kontinuierlich aufgebaut werden. Das braucht Zeit. Und Zeit ist bekanntlich auch Geld. Und du musst es ernst meinen. Social Media bedeutet Transparenz. Wenn du keine Lust verspürst, direkt mit deinen Kunden auf Augenhöhe zu kommunizieren, solltest du es lassen.

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Häufigste Fehleinschätzungen bzw. hartnäckigste Social Media-Mythen?

  • Es ist ein weiterer Marketing Kanal
  • Es ist neu
  • Es ist leicht

Social Media gibt es seit einer kleinen Ewigkeit. Es wird nur zunehmend einfacher, eine Bühne zu bekommen. Früher haben sich einzelne Probanden in Foren ausgetauscht. Heute wird Vieles deutlich sichtbarer ausgebreitet. War das Internet fast unendlich, konzentriert sich heute der Traffic auf wenige Plätze. Machtzentren entstehen.

Bereits 1999 wurde das Cluetrain-Mainfest aufgesetzt: „95 Thesen für die neue Unternehmenskultur im digitalen Zeitalter“. Social Media wurde als Begriff bereits 2004 eingeführt. Die Kunst für Unternehmen besteht darin, sich auf diesen Plätzen zu tummeln, ohne die Gemeinschaft durch plumpe Marketing Aktivitäten zu stören. Kunden merken immer deutlicher, welche Macht sie entfalten können.

Häufigste bzw. schwerwiegendste Fehler im Bereich „Social Media“?

  • Blind mitmachen
  • Falsche Erwartungen
  • Ohne Exit-Strategie einsteigen

Die Einarbeitungszeit in die Thematik ist nicht zu unterschätzen. Du musst dich vorbereiten, zuhören, und sinnvoll mitmachen. Das Ganze ist ein Spiel.

Kommerz wird zunehmend geduldet, muss aber einen Entertainment-Faktor haben. Langeweile geht gar nicht. Wisst du dich blamieren? Früher, in der Pubertät, war ein Korb erträglich, solange nicht zu viele Freunde davon Wind bekamen. Heute ist die Tragweite bedeutend größer.

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Wichtigste Gründe für den Einsatz von Social Media?

  • Es ist da
  • Es wird verwendet
  • Es ist „state of the art“

Neben den genannten Risiken birgt das Thema Social Media enormes Potenzial. Allein die Reichweite ist bemerkenswert. Auch für den kleinen Geldbeutel ist dieses Feld gut zu beackern. Selbstverständlich können Brands „fetter“ einsteigen.

Aber auch kleine Unternehmen haben hier die Chance auf wichtige Multiplikatoren zu treffen. Sie dürfen den Anschluss nicht verpassen. Social Media ist kein Hype.

Beste Social Media- (Anwendungs-) Tipps für größere Unternehmen?

  • Schnelle Eingreiftruppe bilden (Task force)
  • Mitarbeiter schulen
  • Kritik ernst nehmen und reagieren

Bist du vorbereitet? Was passiert, wenn deine Strategie nicht aufgeht? Die Sache nimmt einen unerwarteten Verlauf. Welche Deeskalationsstufen hast du geplant? Kennt jeder Mitarbeiter deine Guidelines? Sind involvierte Mitarbeiter fähig aus Kundensicht zu denken? Hast du dir jahrelang was vorgemacht?

Beste Social Media-Tipps für kleine Unternehmen und Selbstständige?

  • Mitmachen oder auch nicht
  • Ehrlich sein
  • Nicht zu viel erwarten

Für Selbstständige bietet Social Media viel Lesestoff. Und führt im Idealfall auch zu Aufträgen. Word of Mouth. Aber bitte: Wir brauchen keine weiteren selbsternannten Social Media Berater oder Social Media Evangelisten.

Für kleine Unternehmen sind Social Media interessant, sofern die avisierte Zielgruppe sich hier bereits tummelt. Nicht jedes Unternehmen braucht ab sofort eine Facebook-Page oder ein Twitter-Account.

Social Media-Erfolgsbeispiele aus dem Bereich Brands?

Alle Beispiele sind sicherlich den meisten bekannt. Spannend wird es nochmal für den eher konservativen Versender OTTO, wenn der Katalog mit Brigitte ausgeliefert wird. Insbesondere der nicht eingeweihten, älteren Zielgruppe muss die Aufmachung des Katalogs schonend beigebracht werden.

Bei der jüngeren Zielgruppe hat OTTO sicher Anerkennung gefunden. Fragt sich nur, ob es nicht auf Kosten der älteren Kunden ist.

Social Media-Erfolgsbeispiele aus dem Bereich KMU?

Content is King. Die kleinen Beispiele zeigen, dass der Aufwand belohnt wird. Im Gegensatz zu Brands können sich kleinere Unternehmen wesentlich freier im Bereich Social Media bewegen. Es steht hier beim Misslingen nicht so viel auf dem Spiel.

In Nischen können diese Unternehmen sehr erfolgreich sein. Diese Unternehmen haben es in der Regel auch nicht verlernt die Kunden angemessen zu bedienen.

Tipps für Social Media (Monitoring) Tools?

Das Monitoring gehört zu den schwierigsten Aufgaben im Bereich Social Media. Das Monitoring kann sehr zeitintensiv sein. Jede Quelle muss gefunden und gewichtet werden. Hier sind noch keine echten Klassiker zu nennen. Es gibt x Quellen, die für die Messung spannend sind. Internet von A bis Z.

Social Media: Was machen und was vermeiden?

Nicht nur im englischsprachigem Raum wird das Social Media Marketing immer erfolgreicher. Seit dem sich die Web 2.0 Communitys so gut in Deutschland etabliert haben, sehen auch immer mehr Online Marketer die Vorteile am Social Media Marketing. Doch Vorsicht! Es gibt absolute Todsünden in diesem Bereich.

Oftmals hart kritisiert von mir, ist eine der ersten Sünden die Eitelkeit und Hochnäsigkeit. Warum? Ganz einfach. Wer möchte mit dir kommunizieren, wenn du ihn ständig von oben herab behandelst? Versuche auf gleicher Ebene mit deinem Kontakt Tipps auszutauschen und lockere die Gespräche öfters einmal mit Sympathie etwas auf. So gewinnst du schnell “virtuelle” Freunde in den Communities.

Desweiteren solltest du auf keinen Fall Neid oder Eifersucht auf Grund des Erfolges anderer zeigen. Klar ist es ärgerlich mit Millionären und Legenden in der SEO-Szene zu quatschen, während du nicht mal deinen Blog über Handys ordentlich in den SERPS platzieren kannst. (Übertreibung) Doch statt die “Größen” in diesem Business zu ignorieren und zu verachten, solltest du von ihnen lernen. Versuche im Gespräch mit ihnen einige Tipps und Tricks zu erhaschen. So kannst auch du bald gute Erfolge feiern.

Eine nächste Todsünde bezieht sich explizit auf Twitter. Genaugenommen um die Fixiertheit auf extrem viele Follower. User die 3000 andere Twitter-Nutzer lesen haben für mich das Prinzip nicht richtig verstanden. Es geht bei Twitter und dem dazu gehörigen Social Media Marketing nicht darum viele Menschen vollzuspamen, sondern den Interessierten Tipps und Tricks zu geben.

Klar erhöht sich die Anzahl meiner Follower wenn ich einer Vielzahl von Usern folge. Doch verliert man so den Überblick über seine Tweets sehr leicht. Nimm dir am besten Zeit für deine Followliste und baue sie langsam und sicher auf. Lege das Hauptaugenmerk auf den Mehrwert für dich. Sprich: auf die Kommunikationsebene und nicht auf deine Anzahl der eigenen Follower.

Versuche dich außerdem nicht mit Erfolgen hochpuschen zu wollen. Deine Anerkennung wird nur minimal steigen, wenn du 3000 Follower verbuchen kannst. Lege dein Hauptaugenmerk lieber auf die Kommunikation und das Austauschen von Informationen. So erlangst du mehr Ruhm in kürzerer Zeit. Zusammengefasst lässt sich also sagen, dass Follower nicht gleichzustellen mit Anerkennung sind.

Wut, Hass und schlechte Laune machen dich auf der Kommunikationsebene unattraktiv. Versuche stets freundlich gegenüber den anderen zu sein und auf Beleidigungen zu verzichten. Sei es nun über die aktuelle politische Situation oder einfach nur über deinen aktuellen Tagesablauf. Private Probleme haben in der Regel nichts beim Social Media Marketing verloren und interessieren die anderen Nutzer auch nur wenig. Mit objektiven Beiträgen kommst du hier schon erheblich weiter.

Natürlich willst du versuchen mit deinem Marketingkonzept ein gewisses Ziel zu erreichen. Doch ist es vor allem wichtig, dass dein vermeintlicher Erfolgsweg nicht zu durchsichtig wird. Dies kann leicht passieren, wenn du zu gierig bist und dich zu stark auf dein begehrtes Ziel konzentrierst.

Trotzdem darfst du deine Leser auch nicht langweilen. Eine Vielzahl von Followern lesen deine Tweets nicht, weil sie wissen wollen was du als nächstes machst. Durch den Austausch von Webseiten und anderen Informationen hältst du deine Leser nebenbei bei Laune.

Die tödlichste aller Sünden für deine Social Media Kampagne ist Faulheit. Um dein Ziel zu erreichen musst du ständig am Ball bleiben und stets auf den Community-Plattformen aktiv sein. Dadurch gewinnst du Interesse und somit steigt die Chance auf erheblichen Erfolg bei deinem Social Media Marketing.

Wie werden sich Verständnis und Einsatz von Social Media entwickeln?

Nach dem Hype kommt die Ernüchterung. Dann wird sich die Erkenntnis einstellen, dass Social Media kein Wundermittel ist. Social Media wird Normalität. So wie wir heute mit der E-Mail Kommunikation umgehen.

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