Website Fehler: Darum reißt deine Website bei Suchmaschinen nichts!

OnPage SEO Buch

Das Suchmaschinenoptimierung ein sehr großes und vielfältiges Betätigungsfeld darstellt, sollte hinlänglich bekannt sein. Die einzelnen Arbeitsbereiche erstrecken sich hierbei von der Onpage- bis zur Offpage-Optimierung der Inhalte eines Projektes. Das sich hierbei oftmals auch leicht zu vermeidende Fehler einschleichen (können), ist sicherlich nicht überraschend. Diese Website-Fehler im Sinne eines erfolgreichen Projektes zu verhindern oder ausschließen zu können, sollte oberste Priorität sein.

Der nachfolgende Text geht dabei ein wenig mehr ins Detail der Suchmaschinenoptimierung und zeigt einige Fehler auf, die viele Webseitenbetreiber manchmal unbewusst oder aber auch aus Unwissenheit, machen. Zuerst erfährst du Website-Fehler bei der Onpage-Optimierung, die schon  bei der Webseiten-Erstellung vermieden werden sollten.

Danach gehe ich auch noch auf Fehler ein, die nicht die Website an sich betreffen, sondern das Marketing für die Website an sich. Denn auch Offpage-Faktoren sind sehr wichtig, damit deine Website was reißt. Denn Suchmaschinen achten auch auf Faktoren wie Markenbekanntheit, Erwähnungen und Klickraten innerhalb der Suchergebnisse. Doch lass uns nun loslegen.

Falsche Keyword in den URLs

Eine zum Keyword passende URL wird von Webseitenbetreibern häufig unterschätzt. Denn in den meisten Fällen sollte eine Unterseite für ein bestimmtes Keyword optimiert werden. Diese Optimierung fängt mit der richtigen Wahl der Webadresse/URL-Zeile an.

Das entsprechende Keyword sollte in dieser Adresse auftauchen, damit die Suchmaschine schon bei der Analyse der URL erkennt für welches Wort die Seite optimiert ist. Zum Beispiel Landingpage für das Stellengesuch eines Java Programmierers, könnte folgende URL haben, wobei nur eine davon wirklich zu empfehlen ist:

  • https://www.rankwatcher.de/category/2/new (schlecht)
  • https://www.rankwatcher.de/expert/programmierer/jobs (gut)
  • https://www.rankwatcher.de/expert/programmierer/java-programmierer (besser)

Man kann sofort erkennen, für welches Keyword diese Seite optimiert ist. Es gibt viele Beispiele für eine schlechte Wahl der URL. Allerdings ist es auch nicht sonderlich schwer eine gut optimierte URL zu wählen. Lasse dich hier auch nicht von irgendwelcher Literatur täuschen, die sagt du sollst sehr lange URLs haben, um auf Longtail Keywords zu ranken. Kurz, knapp, präzise und auf das Hauptkeyword optimiert ist hier die Devise.

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Keine Meta-Description angelegt

Die Meta-Description ist der nächste Schritt bei der Onpage-Optimierung. Einige Webseitenbetreiber, listen dort einfach eine Reihe von Keywords auf und denken, dass es eine gute Optimierung ist. Eben nicht. Google (wenn man über Suchmaschinen redet, meint man meistens diese Suchmaschine) klassifiziert Webseiten mit solcher Meta-Description als Keyword-Spam. Dadurch erreichst du höchstens den gegenteiligen Effekt als erwartet.

Damit die Meta-Description vollständig in den Suchergebnissen angezeigt wird, sollte sie nicht länger als 132 Zeichen sein. Eine längere Beschreibung ist natürlich auch möglich und wird keinen schlechten Einfluss auf das Gesamte haben, aber aus der Sicht des Nutzers sollte die Beschreibung nach 132 Zeichen einen logischen Schluss ergeben.

Die Meta-Description hat zwar keine direkte Auswirkung (mehr) auf das Ranking, besitzt aber hohen Einfluss auf die Klickrate. Diese Klickrate wiederum hat einen Einfluss auf das Ranking. Falls keine passenden Inhalte zur Meta-Description auf einer Seite gefunden werden, ist das auch schlecht, denn dies erhöht die Bounce Rate, welche ebenfalls Einfluss auf das Ranking hat.

Zudem kann das Vorhandensein eines Keywords, welches idealerweise bereits im Title-Element enthalten ist, einen Einfluss auf die Anzeige des Textes in der Meta-Description im Snippet haben. Wenn ein solches Keyword in den Meta-Descriptions nicht definiert wurde, ist die Wahrscheinlichkeit groß das die Suchmaschinen für das Snippet einfach irgendeinen Ausschnitt aus dem Webseiteninhalt dafür heranziehen.

Uninteressante Inhalte

Inhalt der Webseite ist aus dem Sichtpunkt der Bounce Rate (Absprungrate) sehr wichtig. Nicht nur deswegen solltest du dem Nutzer interessante Inhalte anbieten, damit er auf der Webseite bleibt und im Idealfall noch weitere Unterseiten besucht.

Doch viele Seiten sehen schon auf den ersten Blick unattraktiv aus und die Nutzer verlassen sie schon nach einigen Sekunden (das kann zum Beispiel mit Google Analytics überprüft werden). Ein gut optimierter Content sollte das Hauptkeyword in etwa drei bis fünf Prozent beinhalten (Stichwort: Keyword-Density). Außer es besteht aus mehr als zwei Wörtern oder einer Wortkombination, die eher selten vorkommt. Dann reichen auch 0,5 bis 2 Prozent.

Der Text sollte zudem kein Copy-Paste-Inhalt sein, der bereits anderenorts verwendet wird, da Suchmaschinen solche Seite als Duplicated-Content-Webseite (DC) klassifiziert. Unabhängig von DC solltest du bei der unter Umständen künstlich erzeugten Keyword-Density immer vorsichtig sein und die jeweiligen Keywords nicht unverhältnismäßig oft verwenden, da dies ansonsten von den Suchmaschinenbetreibern als Keyword-Spamming gewertet werden könnte.

Das eigentlich Ziel, nämlich das Ranking hiermit zu beeinflussen, kann einem Webseitenbetreiber somit auf die Füße fallen, weil dies u. a. eine Abstrafung der Webseiten zur Folge haben könnte. Ein Ansatz der hier Abhilfe schafft, ist die Verwendung von Abwandlungen der relevanten Keywords. Das heißt, verwende Synonyme für die Keywords und bilde Longtail-Keywords, wodurch die Inhalte eine durchaus bessere Lesbarkeit erhalten können, da sich bspw. das entsprechende Keyword nicht andauernd wiederholt.

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Interne Verlinkung vergessen

Was viele Webseitenbetreiber vergessen oder für nicht wichtig erachten, ist die interne Verlinkung mit anderen Unterseiten der eigenen Domain. Dadurch können die stärkeren Seiten die schwächeren unterstützen und den Link-Juice teilen. Zu diesem Schritt kann auch gehören, bestehende alte Blogbeiträge zu optimieren, um somit die entstandene Popularität einer unter Umständen bereits sehr gut verlinkten und bewerteten Unterseite, zielgerichtet auf andere Seiten der eigenen Domain weiterzuleiten.

Der Vorteil an diesem Aspekt liegt daran, dass du zu jeder Zeit volle Kontrolle über diese Art der Verlinkung hast und durch entsprechende Anpassungen der Inhalte oder dem ein oder anderen Plug-In direkt Einfluss auf den internen Link-Juice nehmen kannst. Insbesondere bei Bloggern gilt unbewusst immer noch das Motto – aus den Augen, aus den Sinn. Das muss bzw. sollte nicht sein, insbesondere dann nicht, wenn du über durchaus wertvolle Inhalte verfügst!

Natürlich musst du bei der internen Verlinkung auch noch einige wichtige Aspekte beachten, wie z. B. dass du nicht ein und das selbe Keyword verwendest (Ausnahme: generische Wörter wie z. B. hier), um auf unterschiedliche URLs deiner eigenen Website zu verlinken. Dies verwirrt Suchmaschinen nämlich nur.

Auch sollten die Ankertexte primär mit dem Titel/der H1-Überschrift, der Seite auf die gelinkt wird übereinstimmen. Ebenso sollten pro Seite natürlich auch nicht zu viele Links gesetzt werden oder zigmal von der gleichen URL immer wieder unter anderen oder gleichen Keywords auf die selbe andere URL verlinkt werden. Falls du also sichergehen willst, dass du auch immer alle Feinheiten richtig machst, solltest du eine fähige SEO Agentur zurate ziehen.

Benutzerführung mit Füßen getreten

Details, wie Navigationen (Haupt-, Breadcrumb- oder Meta-Navigation) sind genauso wie der Verzicht auf Pop-ups oder auch die Reduzierung von Werbung, Bestandteil einer benutzerfreundlichen Anwendung. Diese müsste im besten Falle intuitiv anwendbar und für den User selbsterklärend sein. Denn suchende Interessenten möchten unabhängig von der Zielgruppe immer eines – schnell und unkompliziert zu dem gewünschten (gesuchten) Ergebnis gelangen.

Das heißt, findet eine Besucher innerhalb kürzester Zeit mit einer geringen Anzahl an Klicks nicht das, was er bzw. sie sucht, verlässt er bzw. sie die Webseite. Und glaube bitte nicht, dass die Suchmaschinenbetreiber nicht merken, wenn Menschen nach einer Suche „ABC“ nach kurzer Zeit wieder zurückkommen und auf das nächste Ergebnis klicken oder mit „ABC + Zusatz“, direkt die nächste Suche starten.

Neben der visuellen Gestaltung und Gliederung der Inhalte und der darauf aufbauenden semantischen Auszeichnung mittels HTML, für Anwender die beispielsweise auf assistive Technologien angewiesen sind, gehört unter anderem auch eine gute Performance zu einer guten Benutzerführung.

Pagerank-Scultping exzessiv nutzen

Der Grundgedanke der ursprünglich hinter diesem Ansatz steckte war der, dass man den PageRank von einer Webseite mit hohen „Wert“ (meistens die Homepage), auf die wichtigen Webseiten (Landingpages) einer Domain lenkt und Unterseiten wie beispielsweise Kontakt, Impressum oder AGBs von dieser Verteilung ausnimmt.

Ein solcher Link-Juice-Fluss von der Startseite wurde somit auf die relevanten Seiten geführt. Da dies seit geraumer Zeit nicht mehr funktioniert und die nicht mit nofollow gekennzeichneten Verlinkungen den so „ausgeschlossenen Link-Juice“ nicht in die übrigen Linkziele ohne nofollow weiterleiten, geht dieser Wert somit verloren. Fazit – nofollow nicht inflationär, sondern wohlüberlegt einsetzen!

Kooperationspartner kontrollieren

Bevor du mit einem Kooperationspartner Links tauschst, solltest du die Webseite des Partners gut überprüft werden. Denn dahinter könnten sich Contentfarmen verstecken oder aber auch Webseiten mit „schlechter Nachbarschaft“ (Bad Neighborhood) – und diese könnten negative Auswirkungen auf die eigene Domain haben. Um diese verfizieren zu können, kannst du auf eines der etlichen SEO-Tools (Xovi, Sistrix usw.) zurückgreifen, mit denen man verschiedensten dieser Faktoren analysieren kann.

Was viele Webmaster nicht überprüfen sind nämlich die externen Verlinkungen des Kooperationpartners und die Keywords für die diese Webseite in den SERPs rankt. Du solltest auf jeden Fall keinen Linktausch mit Seiten machen, die zu Erotikseiten und Erotik-Online-Chats linken (Es sei denn, du hast selbst eine Seite diese Art). Solche Linkquellen können einen Schaden anrichten, von dem man sich als Webseitenbetreiber nicht so schnell erholt.

Besser ist es also erst ein wenig Recherche zu betreiben, um sich somit am Ende unangenehme Überraschungen ersparen zu können! Neben der Qualität der Links der Kooperationspartner, solltest du auch auf die Quantität achten, denn Masse ist nicht zwangsläufig Klasse. 🙂

Keine themenrelevanten Backlinks

Nicht entscheidend, aber wichtig ist die Themenrelevanz eines Backlinks. Ein Link in demselbem Themenbereich ist mehr wert, als eine Verlinkung zwischen Webseiten aus verschiedenen Bereichen. Zum Beispiel eine auf das Keyword C-Programmierer optimierte Seite sollte im Idealfall zu anderen Programmiersprachen (Java, HTML, Ajax) verlinken.

Ein Link zu einem Blog, der verschiedene Themen behandelt ist nicht schlecht, hat aber nicht den gleichen Wert, wie ein relevanter Link. Viele Webseitenbetreiber setzen jedoch in diesem Fall ausschließlich auf die Quantität und nicht die Qualität der Links. Manchmal ist ein guter Link viel mehr wert, als 20 Links von Webseiten mit einer kleinen Domain Popularity oder ohne jegliche Themenrelevanz.

Automatisch generierte Backlinks

Zum ganz schlechten Verfahren gehört die Verwendung von Software, die hundert – oder gar tausendfach, automatisch Links generiert. Manche Webseitenbetreiber sind der Meinung, dass es viel einfacher ist, wenn ein Programm Links generiert. Das ist sicherlich eine Menge Arbeit, die für einen durch die Software erledigt wird, aber es lohnt sich nicht.

Für solche Verfahren kannst du im schlimmsten Fall sogar von Google bestraft werden, das heißt mit allen Seiten einer Domain komplett aus dem Ranking rausfliegen. Es sei denn, du hast eine sehr bekannte Website oder große Marke. Dann wird die Seite dies verkraften. Denn hier gelten etwas andere Regeln. Dennoch gehört es auch hier sicherlich nicht zur Best Practice.

Keine Social Signals

Ein weiterer Schritt der vielerorts zwar bereits Bestandteil eines Gesamtprojektes ist, wird anderenorts oftmals noch vollkommen links liegen gelassen – Social Media. Doch auch die Signale von großen Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram, TikTok, Twitter und Co. bezüglich deiner Website wird von Suchmaschinen berücksichtigt und der Autorität zugerechnet. Dies macht ein Integrieren dieser Aktivitäten und Signale in ein Web-Projekt mittlerweile fast unverzichtbar.

Nicht zuletzt seit dem Google sich offen darüber ausgelassen hat, dass Signale aus Social Media auch (direkt oder indirekt) Einfluss auf das Ranking nehmen können. Der Aufwand diese einem geeignetem Monitoring zu unterziehen, sind mit Social Media Auswertungstools, denkbar gering.

Keine Markenbildung

Ein oft übersehener Fehler in der Suchmaschinenoptimierung ist das Versäumnis, eine starke Markenbildung zu betreiben. Eine starke Marke erhöht nicht nur das Vertrauen und die Bekanntheit bei den Nutzern, sondern kann auch das Ranking in den Suchmaschinen positiv beeinflussen.

Damit ist gemeint, einheitliche Farben, Schriftarten, Logos usw. zu verwenden. Egal ob auf deiner Website, deinen Werbmaterialen, in Online Ads, auf Social Media oder sonstwo. Auch Suchanfragen, die speziell deinen Markennamen beinhalten sind für Suchmaschinen ein sehr wertvolles Signal.

Dies lässt sich natürlich am leichtesten prüfen, falls du einen Fantasienamen gewählt hast z. B. wie rankwatcher (.de). Dann kannst du einfach mittels dem Google Keyword Tool nachschauen, wie häufig nach deiner Marke gesucht wird. Hast du deine Website nach einem geläufigen Wort benannt z. B. content (.de), dann ist das nicht ganz so einfach.

Die neusten Updates von Google gehen immer mehr in Richtung Markenliebe. Heißt Google bevorzugt die Marken und lässt kleine Websitebetreiber, klassische Affiliate Seiten, Nischenseiten oder generell Informationsseiten, die nicht von einem lokalen Unternehmen oder einer großen Marke sind, nach und nach ausbluten. Es sei denn, Google sieht bei dieser Seite selbst gewisse Markensignale.

Dazu gehört auch, dass die Autoren, welche auf deiner Website schreiben ein gewisses Standing haben oder eben du selbst, falls du der Hauptautor bist. Heißt es wird auch geschaut, wo der Autor überall schon Artikel geschrieben hat und welche Informationen ansonsten über ihn bekannt sind (z. B. hat ein Buch über xy geschrieben, hat xy studiert, etc.). Anhand dieser Infos wird darauf geschlossen, ob er ein Experte ist oder eben nicht. Kann nicht darauf geschlossen werden, dass er in diesem Thema ein Experte ist, sieht es eher schlecht aus.

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